Griechen stimmen für weiteres Abkassieren

Solidarität ist keine Einbahnstraße

Tsipras hat sein Täuschungsmanöver erfolgreich durchgezogen.

Die Abgeordneten des griechischen Parlaments stimmten den „Reformpaketen“ zur Bankenstabilisierung und Reformen des „Justizsystems“ zu. Damit können weitere Milliardenströme direkt im schwarzen Loch versenkt werden.

Versprochen und zugesagt haben die Griechen schon eine Menge, gehalten nichts. Auch dieses Mal ist nichts anderes zu erwarten, die Reformvorschläge der EU sind kontraproduktiv für eine Erholung der Wirtschaft, es geht beiden Seiten ganz augenscheinlich nur um Zeitschinderei – mehr nicht.

Die Folgen für Deutschland werden nicht lange auf sich warten lassen, es drohen empfindliche Einschnitte und Steuererhöhungen für die Bürger.

So viel Solidarität, wie die Griechen zurzeit noch aus Deutschland, trotz übelster Hetzkampagnen und Nazibeschimpfungen erfahren, ist wohl nur als One Way Ticket verfügbar.

In jedem anderen Land hätte es wütende Proteste gegen griechische Einrichtungen gegeben, die ein oder andere Tsatsiki Bar hätte neues Mobiliar benötigt. Es gab nicht mal einen ernsthaften Gyrosboykott als Antwort auf die unsägliche, durch Agenturen unterstützte #Boycottgermany Kampagne auf Twitter.

Wenn Deutschland ins Chaos trudelt, als gäbe es nicht schon genügend Leute ohne Zugang zur Krankenversicherung, keine Arbeitslosen, keine Hartz 4 Aufstocker, keinen Pflegenotstand und unsägliche Zustände in deutschen Altenheimen, keine wachsende Zahl von Obdachlosen, keinen Anstieg schwerer psychischer Erkrankungen als Reaktion auf immer schlechtere Zukunftsaussichten und keine Generation Praktikum, die selbst bei allerbester Ausbildung am besten noch Geld zum Arbeitsplatz mitbringen soll, was anderes als Schadenfreude wäre die Folge?

Geben und Nehmen ist eine Illusion in dieser scheußlichen EU, deren Strickfehler nicht nur der Euro ist, sondern die Zwangsanpassung inkompatibler Geschäftsmodelle und Sozialsysteme.

Eine Rückkehr zu nationalen Währungen erscheint logisch, aber solange die Geldschöpfung aus dem Nichts unangetastet bleibt, wird sich am Falschgeldprinzip nichts ändern. Von daher ist es eher noch zu begrüßen, wenn die Milliarden weiterhin versenkt werden, bis auch der letzte irgendwann begreift, dass unbegrenztes Gelddrucken nichts weiter als Betrug ist.

Wer vor lauter Solidarität das eigene Hungergefühl erst dann ernst nimmt, wenn starke Überzuckerung droht, die die Sinne vernebelt, dem entgeht aber auch beim prämortalen Blick in den eigenen Kühlschrank, wer das Opfer dieser gigantischen Betrugsmasche ist.

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2 Kommentare

  1. „Die Abgeordneten des griechischen Parlaments stimmten den „Reformpaketen“ zur Bankenstabilisierung und Reformen des „Justizsystems“ zu. Damit können weitere Milliardenströme direkt im schwarzen Loch versenkt werden.“
    Was ist denn das für eine seltsame Aussage, das verschwindet doch nicht in einem schwarzen Loch, sondern ist schlicht Karusell gefahren. Die EZB gibt Geld für Überbrückungszahlungen, die am Ende wieder bei er EZB landen. Oder ist die EZB mit dem schwarzen Loch gemeint?
    Auch die möglichen „Hilfspakete“ sind doch Kredite, die alte Kredite bedienen sollen, also wo ist das das schwarze Loch? Ist auch eine seltsame Redewendung, sind Banken neuerdings Hilfseinrichtungen?
    Wieso war Deutschland (wer soll denn das sein, oder ist die Regierung gemeint, das wäre ein erheblicher Unterschied?) solidarisch, ist eine Bank solidarisch, weil sie Kredite vergibt? Bislang ist kein einziger Cent Steuergeld an Griechenland geflossen, dafür hat Herr Schäuble aber Zinsen kassiert, denn er konnte das Geld, das weiter verliehen wurde, viel günstiger leihen.
    Bei der Schuldfrage wird es schnell moralisch, dabei sollte das keine Rolle spielen, auch Reformen sollten aus meiner Sicht zuerst sinnvoll und zielführend sein und nicht einfach nur hart und schmerzhaft.
    Das ist schwarze Pädagogik, aber ökonomisch nicht sinnvoll.
    Gruss EFmsr

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