Gewaltwelle in Unterkünften: Versuchter Totschlag mit Messer und erneute Schlägereien

Die Polizeiinspektion Lüneburg verzeichnet erneut eine Welle von Gewaltexzessen in den Unterkünften für Asylbewerber mit zum Teil ernsthaften Folgen für die Opfer.

Als Ursachen werden ethnisch und religiös bedingte Streitigkeiten zwischen Angehörigen verschiedener Nationen angegeben oder auch Unmut wegen mutmaßlicher Belästigung von Frauen.

Lüneburg – Festnahme nach Streitigkeit mit Messer – Polizei ermittelt wegen versuchtem Totschlag – dem Haftrichter vorgeführt

Nach einem Streit unter Einsatz eines Messers zwischen zwei Männern in einer Unterkunft für Flüchtlinge im Vrestorfer Weg in den Nachmittagsstunden des 07.12.15 ermittelt die Polizei wegen versuchtem Totschlags.

Am 07.12.15, gegen 18.00 Uhr, suchte eine Polizeistreife eine Flüchtlingsunterkunft im Vrestorfer Weg auf, da zu einer Körperverletzung gekommen sein soll. Erste Ermittlungen ergaben, dass ein 46-jähriger afghanischer Staatsbürger seinen 22 Jahre alten Neffen mit einem Messer angegriffen und verletzt hat. Der 22-Jährige erlitt eine Stichwunde im Rücken und im Gesicht. Er wurde mit einem Rettungswagen ins Klinikum gebracht, um dort behandelt zu werden.

Der 46-Jährige versuchte auch in der Folge seine Frau und Kinder zu schlagen. Daran wurde er durch andere Personen gehindert. Die Polizei nahm den 46-Jährigen vorläufig fest.

Er wurde am heutigen Tage auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg dem Haftrichter vorgeführt.

Lüchow – Polizei ermittelt wegen Körperverletzung – Streit in Flüchtlingsunterkunft

Zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam es in den Abendstunden des 07.12.15 am Rande einer Veranstaltung für ehrenamtliche freiwillige Helfer im Bereich der Flüchtlingsunterkunft in der Saaßer Chaussee.

Nach derzeitigen Ermittlungen waren gegen 21:15 Uhr ein 20-jähriger Syrer sowie zwei angetrunkene 29 und 30 Jahre alte Männer aus Algerien und Libyen vor einem Zelt in der Unterkunft aneinander geraten, da die beiden letztgenannten während der Veranstaltung vermutlich Foto- und Videoaufnahmen auch von verschiedenen Frauen machten.

Der 20-Jährige verletzte in der Folge die beiden Männer durch einen Schlag auf die Lippe bzw. Kratzer im Gesicht. Nach Eingreifen der Polizei zeigten die Männer sich einsichtig. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung.

Lüchow – Streit zwischen Flüchtlingen

Zu einem weiteren Streit zwischen mehreren Flüchtlingen unterschiedlicher Nationalitäten kam es in den späten Abendstunden des 07.12. bzw. in der Nacht zum 08.12.15 im Schulweg bzw. im Bereich der Unterkunft in der Saaßer Chaussee.

Ein 18-jähriger syrischer Mann wurde dabei im Vorbeigehen im Schulweg von vier algerischen Männern aus einer Gruppe heraus getreten. Der 18-Jährige setzte seinen Weg jedoch zur Unterkunft fort und berichtete den Vorfall dort dem Sicherheitsdienst.

Kurze Zeit später erschien auch die Gruppe der vier Tatverdächtigen bei der Unterkunft und beleidigten den 18-Jährigen. Da die Männer sich nicht beruhigen ließen, separierten Sicherheitsleute die Männer im Alter von 18, 20, 22 und 27 Jahren, die alle alkoholisiert waren, in einen Raum und alarmierten die Polizei. Zuvor versuchte der 18-jährige Täter einen Wachmann zu treten. Die Polizei nahm die Personen nach Feststellung der Personalien zur Ausnüchterung in Gewahrsam und leitete Strafverfahren wegen Körperverletzung und Beleidigung ein.

Der 20-Jährige entzog sich nach Personalienfeststellung der Ingewahrsamnahme und lief vom Gelände weg.

(via OTS)

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2 Kommentare

    • Es ist vieles nicht nachvollziehbar, wenn ich aus einem Kriegs gebeuteltem Land komme, wo nur Krieg, Chaos, Terror herrscht, bin ich froh einen ruhigen und sicheren Platz gefunden zu haben, egal mit wie vielen ich eine Unterkunft teilen muss und wie lange es dauert, bis ich aus diesen Massenlagern raus komme. Nur dummes Geschwätz von den angeblichen Psychologen, die hier eine traumatisierten Menschen sehen. Und wenn es denen zu langweilig ist sollten sie erst mal die Unterkünfte, die Sanitären Anlagen sauber halten, oder sind sie wegen einer ganz anderen Lage hier? Geld aus dem Sozialsystem stehlen, ja ich sage stehlen anders kann man dies nicht bezeichnen.

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