Ausschreitungen zwischen Kurden und Türken in mehreren Städten

Anders als in Frankfurt am Main kam es in Stuttgart und Köln zu Ausschreitungen bei den Demonstrationen türkischer Nationalisten.

In Köln wurde nach Berichten des Boulevard Magazins Express ein Mann schwer verletzt. Kurden entdeckten an einem Audi offenbar Aufkleber der türkisch-nationalistischen Organisation “Graue Wölfe” und griffen den Fahrer an. Dabei soll ein Messer im Spiel gewesen sein.

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Auch an der Domplatte und an anderen Schauplätzen kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

 

Der Polizeibericht hierzu im Wortlaut:

“Die Versammlungsleiterin der Gruppierung AYTK hat um 17.45 Uhr ihre Veranstaltung nach einer kurzen Abschlusskundgebung beendet. Mehrere hundert Demonstranten hatten sich gegen 16.20 Uhr vom Ebertplatz auf die vereinbarte Aufzugsstrecke in Richtung des Roncalliplatzes begeben. Um Ordnungsdurchsagen zu tätigen, wurde der Leiterin der Versammlung AYTK mehrfach die Möglichkeit eingeräumt, auf eine Lautsprecheranlage der Bereitschaftspolizei zurückzugreifen.

Mit starken Kräften begleitete die Polizei Köln diese Demonstration. Im Bereich der Turiner Straße gelang es mehreren Gegendemonstranten den Aufzug mit Flaschen- und Böllerwürfen anzugreifen. Um diese gewalttätigen Angriffe zu stoppen, setzten Polizisten Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Mit diesen Mitteln konnten die Angriffe beendet werden. Polizisten verfolgten die flüchtenden Störer und nahmen ca. zwanzig von ihnen wenig später auf dem Eigelstein in Gewahrsam. Gegen erkannte Straftäter leiteten die Einsatzkräfte entsprechende Ermittlungsverfahren ein.

Gegen 17.40 Uhr kam es auf der Domplatte zu einer Schlägerei zwischen türkischen und kurdischen Männern. Polizisten griffen auch hier sofort ein und nahmen die vier Beteiligten ebenfalls in Gewahrsam. Auch gegen sie werden entsprechende Anzeigen vorgelegt.

In der Abreisephase kam es im Bereich der Domplatte zu Auseinandersetzungen zwischen den politischen Gegnern. Einsatzkräfte der Polizei zeigten auch hier das im Vorfeld angekündigte konsequente Eischreiten. Mit Schlagstöcken und Pfefferspray trennten die Beamten die Parteien. Auch hier kam es zu Freiheitsentziehungen. Die Ermittlungen dauern an.

Gegen 20.30 Uhr wurde die Polizei über den Notruf 110 über eine Schlägerei Montanusstraße Ecke Keupstraße informiert. Eine türkische Gruppe sei auf den Fahrer eines Audi TT losgegangen. Die eingesetzten Kräfte konnte die Gruppe festsetzen. Die Ermittlungen dauern zurzeit an. Der Fahrer wurde verletzt. Am Fahrzeug entstand erheblicher Sachschaden”

In Stuttgart kam es zu erheblichen Ausschreitungen:

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und versuchte ein direktes  Aufeinandertreffen mit den rund 600 Versammlungsgegnern zu verhindern.

Mehrfach trafen Demonstranten und Gegner in aggressiver Weise dennoch aufeinander, wobei beide Seiten aggressiv und hoch emotional reagierten.

Demonstranten und Gegendemonstranten sowie Polizeibeamte wurden verletzt. Gegen 16.00 Uhr starteten bis zu 700 Versammlungsteilnehmer ihren Aufzug von der Lautenschlagerstraße, über die Schillerstraße, den Gebhard-Müller-Platz, die Konrad-Adenauer-Straße und die Planie auf den Schillerplatz, wo gegen 17.40 Uhr eine Abschlusskundgebung stattfand.

Immer wieder versuchten Gruppen von Versammlungsgegnern, mutmaßlich Kurden und dem linken deutschen Spektrum zugehörige Personen, die Demonstration zu stören. Es kam zu Stein- und Flaschenwürfen und dem Abbrennen von Pyrotechnik bzw. dem Zünden von massiven Böllern. Mit einem starken Polizeiaufgebot konnte ein direktes Aufeinandertreffen entlang der Kundgebungsstrecke verhindert werden. Hierbei wurden auch Einsatzkräfte angegriffen und mit Steinen beworfen.

Nach derzeitigem Stand wurden mehr als ein Dutzend Beamte, mindestens fünf Demonstrationsteilnehmer sowie ein unbeteiligter Passant verletzt. Mehrere Personen wurden vorläufig festgenommen, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Widerstand gegen Polizeibeamte.

Eine Demonstrantin hatte Polizeibeamte mit Pfefferspray besprüht. Im Vorfeld der Demonstration haben Polizeibeamte einen Schlagring und einen Schlagstock beschlagnahmt. Den mutmaßlichen Räuber eines Polizeischlagstocks nahmen Beamte später in der Ostendstraße fest. Er muss nun mit einer Anzeige rechnen. Die Abschlusskundgebung endete gegen 18.10 Uhr. Zahlreiche Gegendemonstranten hinderten zunächst die Teilnehmer den Schillerplatz zu verlassen. Auch das massive Polizeiaufgebot hinderte die Gegendemonstranten nicht an fortgesetzten Steine- und Flaschenwürfen in Richtung der Demonstranten und der Polizei und einer höchst aggressiven und gewaltbereiten Stimmung.

Viele Gegendemonstranten vermummten sich selbst in Gegenwart von Polizeibeamten und besprachen offensichtlich ihr taktisches Vorgehen. Kurz nach 19.00 Uhr hatte sich die Lage später soweit beruhigt, dass die restlichen mehreren Hundert türkischen Demonstranten den Schillerplatz insgesamt in Richtung Charlottenplatz unter Polizeibegleitung verlassen konnten.

Im Einsatz war auch ein Polizeihubschrauber, der einige Stunden teilweise auch sehr tief über der Innenstadt kreiste.

In Hannover trafen 450 Türken und 360 Kurden verstärkt von ca 80 Linksextremisten aufeinander.

Es gab offenbar zwei Verletzte und eine Festnahme.

In Hamburg wurde eine Beamte auf einem Polizeipferd leicht verletzt.

Ein Böller hatte sich im Sattel verfangen. Als die Beamtin den Böller entfernen wollte, detonierte dieser.

Nach dem Aufzug wurden vier Personen, die Gegenstände auf Polizeibeamte warfen, festgenommen. Bei einem Angriff aus einer größeren Personengruppe wurde ein türkischer Demonstrationsteilnehmer verletzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

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