Impfung versagt mal wieder, ein dritter Pieks muss her

Immer mehr Meldungen erscheinen plötzlich in den gekauften Medien, dass die zweifache Impfung nicht immer vor einer Ansteckung schützt. Ergo muss bald ein dritter Pieks her, damit die Kurse von Biotech steigen. 

Hunderte Kölner trotz zweifacher Impfung mit Corona infiziert - Vakzine verhindern schwere Verläufe bis auf wenige Ausnahme

648 zweifach geimpfte Personen in Köln haben sich bislang mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus Daten des Gesundheitsamtes hervor, die dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vorliegen. Acht vollständig geimpfte Personen sind demnach an einer Covid-Infektion gestorben. Die Daten bestätigen nach Einschätzung von Experten jedoch, dass Infektionen und schwere Verläufe nach einer vollständigen Impfung deutlich unwahrscheinlicher sind. "Eine Impfung bietet selbstverständlich keinen hundertprozentigen Schutz, auch nicht vor schweren Verläufen", sagt Professor Gernot Marx, Vorsitzender der Vereinigung deutscher Intensivmediziner (Divi), dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Relativ gesehen sind die schweren Verläufe nach Impfung allerdings Einzelfälle, auch in ganz Deutschland", so Marx weiter.

Die Zahl der Personen, die sich trotz doppelter Impfung infiziert haben, sei "so groß, dass man sie intensiv untersuchen sollte, um mehr über die Gründe für ein individuelles Impfversagen zu lernen", sagte Prof. Oliver Cornely, Infektiologe an der Kölner Uniklinik, dieser Zeitung. Teilweise lag die zweite Impfung bei den Todesfällen mehr als drei Monate zurück. "Insgesamt sehen wir bei über 75-Jährigen am ehesten eine abnehmende Immunität nach Impfungen", so Cornely weiter. Insgesamt würden die Zahlen aber die Bedeutung einer hohen Impfquote untermauern. Durch Impfungen "können wir solche Fälle hoffentlich auf Sicht fast gänzlich vermeiden, denn dass sich die Verstorbenen bei anderen doppelt Geimpften angesteckt haben, halte ich für nahezu ausgeschlossen. So verhält sich das Virus nicht."