Banner-Aktion in Stuttgart: Mobilfunk macht krank!

Eine Delegation des ‚Ärzte-Arbeitskreises digitale Medien‘ zieht heute Mittag mit einem großen Banner und Hochhalteschildern vor das Sozialministerium von Baden-Württemberg in Stuttgart-Mitte. Auf dem Transparent sagen die Ärzte, was Sache ist: Mobilfunk macht krank.

Per Hochhalteschilder und in einem offenen Brief fordern sie von der neuen grün-schwarzen Landesregierung: Smartphones nicht in KinderhandWLAN-freie Krankenzimmer und eine Beratungsstelle für Elektrohypersensible (offener Brief und Redebeiträge von 3 Ärzten siehe PDF-Anhang unten).

„Die Tatsache, dass Mobilfunkstrahlung weit unterhalb der Grenzwerte krank machen kann, kennen wir aus den vielen internationalen Studie, und wir sehen es bei unseren Patienten“, sagt Dr. med. Cornelia Mästle aus Winterbach (Remstal). „Die neue Landesregierung muss dies auch zur Kenntnis nehmen und im Rahmen der landespolitischen Möglichkeiten dringend für Verbesserungen sorgen. In unserem offenen Brief machen wir dazu drei konkrete, sofort umsetzbare Vorschläge. Jetzt ist die Politik am Zuge.“

Dr. med. Jörg Schmid aus Stuttgart: „Smartphones gehören nicht in Kinderhand. In Frankreich gilt aus diesem Grund ein Handyverbot an Vorschulen, Grundschulen und weiterführenden Schulen für Kinder bis 15 Jahre, in ganz China seit Februar ebenfalls. Das muss auch in Baden-Württemberg möglich sein – zum Wohle unserer Kinder!“

Außerdem fordert der ‚Ärzte-Arbeitskreis digitale Medien‘, dass Krankenzimmer in landeseigenen (Uni-)Kliniken WLAN-frei sind. Bereits im Jahr 2015 hat eine Tierstudie des Bundesamts für Strahlenschutz ergeben, dass Mobilfunkstrahlung einen vorhandenen Krebs schneller wachsen lässt. Und eine aktuelle Studie für die Schweizer Regierung weist nach: Mobilfunkstrahlung ist die Ursache für viele Krankheiten, ausgelöst durch oxidativen Zellstress.

Thomas Thraen, Arzt aus Neu-Ulm: „Es darf doch nicht sein, dass der Staat in seinen eigenen Kliniken WLAN-Router installieren lässt, deren Strahlung die Zellen der Patienten nachweislich schwächen und schädigen kann. Wie sollen die Kranken da genesen? Minister Lucha hat die Verantwortung, innerhalb der Landesregierung einen verantwortungsvollen Umgang mit Mobilfunk voranzutreiben. Politiker wie Minister Lucha sind doch dem Wohl der Bürger verpflichtet und nicht dem Wohl der Mobilfunk- und IT-Industrie!“