Bald wird jeder von uns jemanden kennen ...

"Bald wird jeder von uns jemanden kennen, der an Corona gestorben ist." Das waren die Worte von Österreichs Bundeskanzler Kurz, der damit die Bevölkerung auf die Corona-Maßnahmen einschwor. Eingetroffen ist die düsterere Vorhersage nicht. Ich kenne nicht mal Leute, die einen kennen, der einen kennt, der an Corona gestorben sein soll. 

Bekannt sind mir allerdings einige Fälle in meinen Umfeld, bei denen selbst "Risikopatienten" hohen Alters eine Infektion mit dem gefährlichen Virus unbeschadet überstanden haben. So hat sich eine ältere Dame, die neunzigjährige Mutter einer lieben Kollegin, in der Reha mit Corona infiziert. Wenn sie sich nicht den Arm gebrochen hätte, weswegen sie in der Reha war, wäre ihr das erspart geblieben. 

Und dann weiß ich aus erster Hand von einem Seniorenheim, in dem seit Beginn der Impfungen im Dezember inzwischen 30 Bewohner verstorben sind. So viele wie noch nie. Das hat natürlich nichts miteinander zu tun. Darum geben die Betreiber auch keinerlei Auskunft, weil sich so eine dumme Frage selbstverständlich von vorneherein verbietet. Eine nette ältere Nachbarin hat dagegen die zweite Impfung bisher gut vertragen. Aber eine frühere Kollegin meiner Frau hat über Nebenwirkungen geklagt, der ganze Arm sei nach der Impfung rot angeschwollen. Ihren Gemütszustand auf Facebook beschrieb sie als "nachdenklich." Später kamen noch Fieber und Schüttelfrost hinzu und eine Krankmeldung war fällig.

Und dann kenne ich noch eine Reihe Personen, die sich stolz ihr Profilbild mit "geimpft" gemarkert haben und sich auf die langersehnte Latte Macchiato bei Starbucks freuen ...