Germanwings: Itavia-Flug 870 – schon vergessen?

Foto: DC-9 Kuwait

Ein solches Flugzeug, eine DC-9 der Fluggesellschaft Itavia stürzte 1980 ins Meer.

Das teilte man jedenfalls damals der Öffentlichkeit so mit. Alle 81 Insassen kamen dabei ums Leben.

Erst Jahre später wurde bekannt, dass das Flugzeug nicht einfach so wegen Materialermüdung in der Luft auseinander gebrochen ist. Doch der genaue Hergang ist nach wie vor ungeklärt.

War es ein Luftkampf zwischen libyschen Migs und Nato-Jägern, bei dem die Maschine unabsichtlich getroffen wurde? Oder stimmt die Theorie des absichtlichen Abschusses, weil man Gadaffi in der Maschine vermutete und ihn beseitigen wollte?

Was ist mit der seltsamen Häufung gewaltsamer Tode von 12 Personen in Zusammenhang mit Flug 870? Morde, Selbstmorde und Unfälle häufen sich immer im Umfeld solcher mysteriösen Katastrophen. Nachlesen kann man sogar in der Wikipedia.

Bei Germanwings liegt die Sache natürlich ganz anders. Im Nachhinein ist vollkommen klar, wie deutlich krank und gefährdet der Co-Pilot gewesen sein soll, der den Absturz verursacht haben soll.

Wenn dem alles so ist, dann ist der Ablauf geklärt, gut ist damit gar nichts, denn die Opfer bleiben tot. Beweise wurden der Öffentlichkeit jedoch gar nicht präsentiert. Warum also sollte man glauben, was Medien und Ermittler verlautbaren lassen?

Waren unabhängige Beobachter dabei, als die zerrissenen Krankmeldungen in der Wohnung des Co-Piloten gefunden wurden? Muss man dabei nicht automatisch an liegen gebliebene Ausweise denken?

Wer hat das letzte Bordvideo – aufgenommen mit dem Handy eines Passagiers – gesehen?  Wer hat die Tonaufnahmen der Blackbox gehört, wer war dabei, als die Audiodateien extrahiert wurden?

Wer hat die Daten des Flugschreibers mit auswerten dürfen?

Und wo ist der Abschiedsbrief des Co-Piloten, wenn es stimmt, dass er einmal etwas „sehr Bedeutendes“ tun würde, wie einige Blätter eine Ex-Freundin zitieren? Wenn er diese Andeutungen tatsächlich gemacht hat, dann muss er auch etwas hinterlassen haben, dass diese „Bedeutung“ erklärt, oder? Wie sollte er sonst Bedeutung erlangen?

Und zu guter Letzt: Wie heisst diese Ex-Freundin, wo lebt sie, wie lange lebt sie noch? Was ist mit seinen Ärzten, Ausbildern und sonstigen möglichen Zeugen dafür, dass etwas an der offiziellen Geschichte nicht stimmt? Werden sie bald eines plötzlichen, unerwarteten Todes sterben?

Und wenn ja, warum stimmt die Geschichte nicht? Wer hat ein Motiv, den wahren Grund zu verschleiern? War es tatsächlich doch nur technisches Versagen und wusste man bei Germanwings davon? Lässt sich die Selbstmordtheorie besser verkaufen, wegen der Haftung und dem Ansehen der Fluggesellschaft? Was ist mit den vier Kampfflugzeugen, die zur Unglücksmaschine aufgestiegen sind?

Fragen, die man eigentlich nicht stellen müsste, wenn man den Medien und den Ermittlern glaubt und solche „Unglücke“ wie Flug 870 nie stattgefunden hätten, wenn die NSU Affäre restlos aufgeklärt wäre und ein Sachsen-Sumpf restlos trockengelegt worden.

Wenn es nie einen Gustl Mollath zu Unrecht in der Psychiatrie gegeben hätte, vier fleissige hessische Steuerfahnder oder das unheimliche Zeugensterben im belgischen Fall Dutroux, um nur einige gesicherte Fälle zu nennen.

Zweifel und Spekulationen werden oft als anrüchig zurückgewiesen, das Recht dazu hat die Sensationspresse fast aller Plattformen im Fall Germanwings jedoch nicht. An ihrer Unglaubwürdigkeit trägt sie selbst die größte Verantwortung, durch die vielen vor allem im Zusammenhang mit der Ukraine Berichterstattung aufgedeckten Skandale.

Wenn demnächst der erste etwas seltsam anmutende Todesfall eines Zeugen, vielleicht eines der Dorfbewohner in den französischen Alpen eintritt, dann jagt wieder eine Verschwörungstheorie die nächste. Dann ist es wieder an der Zeit, Fragen zu stellen.

Dabei wäre es schon längst an der Zeit, die Daten und Beweise solcher Fälle von größtem öffentlichen Interesse einer breiteren Community unabhängiger Experten zugänglich zu machen, die das Vertrauen der Öffentlichkeit genießen.

Flugschreiberdaten kann auch der Chaos Computer Club auswerten, dafür bedarf es sicher nicht die Hilfe us-amerikanischer Behörden.

Checkliste: Was muss man wissen und beobachten?

  • Die Namen der Piloten der Kampfflugzeuge und ihrer Vorgesetzten, die zur Maschine aufstiegen.
  • Namen der Fluglotsen, die etwas mitbekommen haben könnten
  • Namen der Dorfbewohner, die den Absturz beobachtet haben
  • Namen aller Helfer am Unglücksort
  • Namen aller behandelnden Ärzte des Co Piloten, Therapeuten, Ausbilder, Freunde, Familie
  • Namen aller Ermittler

 

 


Bildquelle:

dc-9 photo
Photo by Rob Schleiffert
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