Gemeinsamkeiten zwischen Reichsbürgern und sogenannten Linksautonomen

Endstation Rechts Links

Nach dem zweiten Vorfall innerhalb weniger Wochen mit Schusswaffengebrauch, empört sich die politische Klasse gemeinsam über eine Verharmlosung der sogenannten “Reichsbürgerbewegung.”

728 x 90 (Super Banner) Goldbarren & -münzen günst

Vor allem die Linken tun sich dabei besonders hervor. Doch ihre Nähe zur “autonomen” und gewaltbereiten Szene ist mehr als fragwürdig. Die einen gelten als “links”, die anderen als “rechts”, dabei eint beide Gruppierungen nicht nur die Ablehnung des Staates und das Feindbild Polizei und Beamtentum. Angriffe auf Polizeibeamte sind in den roten Kiezen, wie der “Rigaer” in Berlin oder der “Roten Flora” in Hamburg nichts Außergewöhnliches. Der Hass gegen den Staat wird offen zur Schau getragen mit dem Schriftzug “ACAB” auf T-Shirts und Wandschmierereien. Pflastersteine und Autos abfackeln bei linken Demos gehören zum Standardrepertoire, wie auch der angebliche Kampf der “Antifa” gegen “Nazis.”

Die “Reichsbürgerbewegung” gibt es nicht, wohl aber zahlreiche Gruppierungen, die ähnliche Argumentationen verwenden, mit denen sie dem Staat den Gehorsam verweigern. Die Ausrufung eigener Staatsgebiete mit eigenen Flaggen und Symbolen ist vom Muster her nicht wesentlich anders, als das Besetzen leerstehender Immobilien durch sogenannte Autonome. Der Staat duldet diese verharmlosend “Kieze” genannten Parallelwelten seit Jahrzehnten. Manchmal wird aus der illegalen Inbesitznahme durch linke Kollektive gar ein nachträglich legalisiertes Projekt mit Eigentumsübertragung.

Sogenannte Reichsbürger, die sich schleichend radikalisieren und sich mit Gewalt gegen ihre “Enteignung” wehren, sind nicht selten durch Insolvenzen, Arbeitslosigkeit und ähnlichen Schicksalsschlägen überschuldet und suchen Auswege, dem drohenden Abstieg zu entgehen und Hab und Gut nicht zu verlieren. Aus vielerlei Gründen passt ihr Leben plötzlich nicht mehr in die vorgesehene Struktur – nicht viel anders sehen die Biografien vieler gescheiterter Existenzen in der autonomen Szene aus.

Warum scheitern so viele Existenzen? Vielleicht doch, weil der Staat mittlerweile mehr als 70 % Effektivsteuern erhebt, je nach Berechnung gar 90 %? Wer noch einen Job hat, befindet sich maximal 12 Monate vom Abstieg nach Hartz 4 entfernt – zu viel, um zu verrecken, zu wenig, um eine normale Miete oder Hypotheken zu zahlen.

Statt die Parallelwelten zu bekämpfen, würde ein großer Teil der Menschen in diesen Nischen nicht zu Gewalt neigen, wenn der Staat mit all seinen restriktiven Vorschriften ihnen bei der Selbstverwirklichung nicht im Wege stehen würde. Während man sich mit den Linksautonomen abgefunden hat und die schwarzen Blöcke gelegentlich gerne für politische Zwecke instrumentalisiert werden, sind die neuen “Reichsbürger” Wasser auf die Mühlen der Linkspopulisten. Wenn die Szene stärker ins Visier genommen wird, werden sich logischerweise auch die Konfrontationen häufen – die nächste Schießerei ist so sicher, wie das Amen in der Kirche oder die Pflastersteine am 1. Mai.

 

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 6170 Artikel
Frisch aus der Redaktion

1 Kommentar

  1. Es gibt in der Argumentation einen kleinen aber wichtigen Unterschied:

    Hausbesetzer haben die Häuser vorher nicht gebaut oder gekauft. Dafür werden sie geduldet.

    Zudem sind sie meist Kinder von Menschen aus den vermögenden Kreisen, die Revolution spielen aber selbst von den Prozessen der Verarmung weiter Teile der Bevölkerung nicht betroffen sind.

    Deren Projekte werden zumeist auch mit öffentlichen Geldern, die man den Menschen abgepresst hat, quersubventioniert. D.h. fast kostenfrei im besten Kiez wohnen und gut verdienen und dazu noch öffentliche Gelder bekommen.

    Das kann man nun nicht wirklich mit der Situation von Verfolgten in diesem System vergleichen.

Kommentare sind deaktiviert.