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Laurence Chaperon [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons
Bereits um 1. September 2019 ist die Bundesministerin a. D. Annette Schavan von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Kuratoriumsvorsitzenden der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) ernannt worden.

Vollkommen schamlos heißt es weiter in der Pressemeldung:

Annette Schavan war von 2005 bis 2014 Mitglied des Deutschen Bundestages sowie von 2005 bis 2013 Bundesministerin für Bildung und Forschung. Von Juli 2014 bis Juni 2018 war sie Botschafterin Deutschlands beim Heiligen Stuhl. Das Kuratorium ist das international besetzte Aufsichtsgremium der Stiftung EVZ, die im Jahr 2000 gegründet wurde um Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus Zwangsarbeit leisten mussten, zu entschädigen. Seit 2001 leistet die Stiftung EVZ zudem humanitäre Hilfe für Überlebende, fördert die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und stärkt zivilgesellschaftliches Engagement in Mittel- und Osteuropa. Die 27 Mitglieder des Kuratoriums werden für vier Jahre u.a. vom Deutschen Bundestag und Bundesrat, der deutschen Wirtschaft und von den an den internationalen Verhandlungen zur Gründung beteiligten Staaten und Organisationen entsandt.

Kein Wort über die Gründe für Schavans Rücktritt als Bildungsministerin im Februar 2013

Hier öffentlich zugängliche „Aufklärung“. So heißt es auf Wikipedia: „Seit dem 31. Oktober 2018 ist Schavan Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Deutsche Demenzhilfe, welche die Forschung am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) fördert.“

Offenbar setzt man auch auf die Demenz der Öffentlichkeit, denn hinsichtlich der Plagiatsvorwürfe zu ihrer Doktorarbeit, stellte der Fakultätsrat der Heinrich-Heine-Universität mit 13 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen den „Tatbestand einer vorsätzlichen Täuschung durch Plagiat“ fest: „Die Häufung und Konstruktion dieser wörtlichen Übernahmen, auch die Nichterwähnung von Literaturtiteln in Fußnoten oder sogar im Literaturverzeichnis ergeben der Überzeugung des Fakultätsrats nach das Gesamtbild, dass die damalige Doktorandin systematisch und vorsätzlich über die gesamte Dissertation verteilt gedankliche Leistungen vorgab, die sie in Wirklichkeit nicht selbst erbracht hatte. Die Entgegnungen von Frau Schavan konnten dieses Bild nicht entkräften.“ 

Ein Jahr später erhielt Schavan die Ehrendoktorwürde der Uni Lübeck und wurde Botschafterin des „Heiligen Stuhls“. Kein Wunder, ist doch die zweitausendjährige Kriminalgeschichte der Katholischen Kirche ohne Lug und Trug kaum denkbar, so ist es nur logisch, dass sich der Konzern der gefallenen Ministerin angenommen hat.

Die Ernennung zur Vorsitzenden einer Stiftung, die sich gegen das Vergessen und „für“ die Aufarbeitung NS-Unrechts einsetzt, zeigt, wie verlottert, verlogen und dreist das System Merkel agiert und dass der „Kampf gegen Rechts“ ein reines Geschäftsmodell ist, um getreue Vasallen mit Posten, Mandaten und „ehrenamtlichen Würden“ zu versorgen, für deren Finanzierung der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. Die Opfer des NS-Regimes wurden ein weiteres Mal verhöhnt – im Namen der „Bundeskanzlerin“!