Eine Personengruppe hat am Mittwoch in Freudenstadt die Besatzung eines Rettungswagens bedroht und die ärztliche Behandlung eines Patienten so behindert, dass die Polizei eingreifen musste. Um 16.20 Uhr wurde ein Notruf abgesetzt, dass wohl mehrere Personen die Arbeit einer Rettungswagenbesatzung massiv stören würden und die Sanitäter bedroht werden.

Zwei Einsatzfahrzeuge des Polizeireviers Freudenstadt fanden den betreffenden Rettungswagen in der Lange Straße vor. Wie sich vor Ort herausstellte, behandelten die Sanitäter im Rettungswagen einen über Brustschmerzen klagenden 21 Jahre alten Afghanen. Dabei sollen seine beiden mit ihm gut befreundeten gleichaltrigen Landsmänner sowie ein 22 Jahre alter Kosovare in bedrohlicher und beleidigender Weise auf die Sanitäter eingewirkt haben. Offenbar ging ihnen die Behandlung des Patienten zu lange, der allerdings vor dem beabsichtigten Transport erst stabilisiert werden musste. Die Männer rissen mehrfach die Tür des Krankenwagens auf und störten so massiv die Arbeit der Rettungskräfte. Der 22-Jährige hatte dabei bereits sein T-Shirt ausgezogen und forderte die Besatzung zu einer Schlägerei auf. Eine 15-jährige Zeugin zeigte dabei Zivilcourage, stellte sich dazwischen und konnte eine mögliche handfeste Auseinandersetzung verhindern.

Die Ermittlungen wegen Behinderung und tätlichem Angriff auf Hilfeleistende dauern an.

1 KOMMENTAR

  1. So weit ich das mitbekommen habe, gibt es keine massiven Proteste von Rettungskräften, KH-Personal, Feuerwehrfrauen und allen anderen, die häufiger mit „Männergruppen“ zu tun haben. Betroffenes Schweigen und Drumrumgeschwurbel. Wüsste nicht, warum ein deutscher (verunglimpfter) Mann mit solchen Schweigern Mitleid haben sollte? Wenn deren politisch korrekte Angst – ein „Nazi“ zu sein – größer ist, als die Angst vor „Männergruppen“, dann ist auch deren freier Wille deren persönliches Himmelreich.

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