#freiheitwillgelebtwerden – Von der Twitterkampagne zum Netzwerk

freiheit will gelebt werden

von Jean Dubois – D&H – Newsagency France
Übersetzung: Marie Draberg

Die Idee ist so einfach wie genial. Twitter User werden gebeten, unter dem Motto “Freiheit will gelebt werden” Fotos einzusenden oder sie auch unter dem gleichnamigen Hashtag direkt zu posten. Die Bilder sollen die individuellen Vorstellungen von gelebter Freiheit in einem islamfreien Land dokumentieren. Aus den vielen Einsendungen täglich werden die schönsten oder interessantesten Fotos handselektiert und auf TWITTER veröffentlicht.

Innerhalb weniger Monate avanciert die Kampagne zu einer der meistgeklickten Anti-Islam Bewegungen der deutschsprachigen Twittergemeinde. Was so ganz nach lustigem Pic-Sharing aussieht, hat einen seriösen Hintergrund. Es entsteht ein auf dem Lohengrinprinzip basierendes, parteiunabhängiges Netzwerk von Gleichgesinnten mit regem Austausch auch außerhalb der TWITTER Plattform.

Die Aktion notierte schnell auf vorderen Plätzen diverser Trendingportale und generiert bis heute monatlich Millionen von Impacts. Hinter der Bewegung steht Sandrine Becker (37), eine Deutsch-Französin mit ausgeprägtem Deutschlandbezug. Von Bergen in Norwegen aus koordiniert sie “freiheitwillgelebtwerden”.

Nicht zufällig dürfte die Wahl Ihres Wohnortes auf ein Land außerhalb der EU gefallen sein. Sie war technische Journalistin in Frankreich bevor sich die eloquente und wortgewandte Aktivistin Ende des letzen Jahres auf 140 Buchstaben Twitter und das Texten von Bannern reduzierte. “Ich muß heute keine Romane mehr schreiben” sagt sie. “Im Vordergrund einer effizienten Aufklärung müssen schnell zu erfassende Inhalte stehen, ganz ähnlich wie in der Werbung.”

Becker ist in Frankreich, Deutschland und Algerien aufgewachsen. Ihre Lebenserfahrung hat sie zu einer überzeugten Islamgegnerin gemacht. In ihrer Ablehnung der Religion sieht sie sich auf einer Linie mit Kritikern wie Sabatina James oder Hamad Abdel-Samad, gern zitiert sie Bassam Tibi, schätzt Broder und Tichy. Der Islam sei für sie nicht verhandelbar, sagt Sandrine Becker.

Es gäbe auch nicht diesen oder jenen, sondern nur den einen Islam. Und der sei mit aller Entschiedenheit abzulehnen, mehr noch: Aufklärend zu bekämpfen. So kann es kaum verwundern, dass Becker mit dem Merkelgebot “Der Islam gehört zu Deutschland” auf das Allerschärfste ins Gericht geht. « Im Gegensatz zu Juden- und Christentum hat der Islam in Deutschland nichts verloren… », so die Aktivistin in ihren fast täglich wiederholten Statements.

Zur bevorzugten Kommunikation einer Netzaktivistin gehört der scharfe, durchaus auch mal polemische, Angriff des politischen Gegners. Diese Disziplin absolviert Becker mit Originalität und oftmals beißender Ironie. Dabei ist stets ihr Bemühen erkennbar, nicht all zu tief unter die entsprechende Gürtellinie zu treffen. “Manchmal”, meint Becker, “lässt es sich aber nicht ganz vermeiden”. Dann müsse es auch mal weh tun.

#freiheitwillgelebtwerden setzt sich neben den Rechten für Frauen auch massiv für die Akzeptanz von Homosexuellen ein. In diesem Zusammenhang verurteilt man die Homophobie vieler Muslime, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es auch im Bereich Deutscher Nichtmuslime hier und da durchaus noch Handlungsbedarf gäbe. Aus ihrer Haltung gegen NS und alles Völkische macht Becker keinen Hehl. Die vielen Fotos von Menschen unterschiedlicher Hautfarbe sprechen eine deutlich Sprache und führen schnell all jene ad absurdum, die Becker nur allzugern mit der Rassismuskeule kämen.

Im wahrsten Sinne in der Natur der Dinge liegend ist der Grund, warum #freiheitwillgelebtwerden überwiegend Bilder von Frauen bringt. Oft erotisch, mal ausgelassen – hier rustikal, da elegant – modebewußt, verspielt und selbstbewußt, dreist oder einfach ganz selbstverständlich während der Arbeit. Das Motto birgt grenzenlose Möglichkeiten.

Becker: “Ich bin nicht naiv genug mir einzubilden, ich könne mit meinem Engagement die Islamisierung in Deutschland aufhalten. Aber wenn es mir gelingt, ihr ein Stück weit entgegenzuwirken, und die schlimmsten Auswüchse abzufedern, hat sich mein Einsatz schon gelohnt.”


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