Freiheit, Nein Danke!

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Die großen Dichter und Denker wussten es schon immer. Freiheit ist nichts für die große Masse. Sie fürchtet sich davor.

Es ist ein einförmiges Ding um das Menschengeschlecht. Die meisten verarbeiten den größten Teil der Zeit, um zu leben, und das bißchen, das ihnen von Freiheit übrig bleibt, ängstigt sie so, daß sie alle Mittel aufsuchen, um es los zu werden.

Goethe 1774, Die Leiden des jungen Werther

Über die Diktatur des Pöbels wusste Schiller schon Bescheid, als Karl Marx noch nicht einmal der Zellhaufen war, der er besser geblieben wäre.

Friedrich Schiller über Demokratie

Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn.
Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt,
um Brot und Stiefel seine Stimm‘ verkaufen.
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen.
Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.
Demetrius I. (Sapieha)

Den heutige Zeitgeist war bereits aus der Flasche entwichen, als dieser Schöngeist seinen Helden Heinrich von Ofterdingen in seinem unvollendeten Roman auf die Suche nach der blauen Blume schickte.

Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg, bekannt als Novalis (1800)

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Sind Schlüssel aller Kreaturen
Wenn die, so singen oder küssen,
Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
Wenn sich die Welt ins freye Leben
Und in die Welt wird zurück begeben,
Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
Zu ächter Klarheit werden gatten,
Und man in Mährchen und Gedichten
Erkennt die wahren Weltgeschichten,
Dann fliegt vor Einem geheimen Wort
Das ganze verkehrte Wesen fort.

Dieses verkehrte Wesen ist heute größer denn je und hat alle Bereiche unseres Daseins durchdrungen. Wir werden es nicht los, wenn wir es aus den Köpfen derer verjagen, die uns herzlos schimpfen, weil wir ihre leeren Lehren nicht teilen. Sie wissen nicht, dass ein Tisch immer noch ein Tisch ist. Und vielleicht haben sie in der Schule noch über diese Geschichte gelacht, die ihnen die gleichen Lehrer vorgelesen haben, die ihnen auch das Gendern und die fünftausenddreihunderteinundsechzig verschiedenen Geschlechterinnenrollen erklärten.

Im Gegensatz zu den alten Dichtern und Denkern lebt der Autor dieser wunderbaren Geschichte noch und hat sie offenbar selber nicht verstanden, denn er bezeichnet sich nach wie vor als Sozialisten, jenen Lumpenhunden, deren gottlose Irrlehre für unsägliches Leid und Millionen Tote weltweit verantwortlich ist. Aus Frauen machen sie Männer, aus Frieden machen sie Krieg, aus Schrott machen sie Kunst und aus Tyrannei Toleranz. Alles Lebendige wird zu Stein, wenn sie es berühren. Beinahe das ganze Land ist bereits erstarrt. Von Zeit zu Zeit sollten wir in uns gehen, diese Starre abschütteln, keine schlechten Nachrichten lesen und verbreiten, die uns nicht gut tun, gestorben, gemordet, geraubt und betrogen wird jeden Tag und überall auf der Welt und im Fernseher. Lesen Sie einen Tag oder mehr keine schlechten Nachrichten, keine Opposition 24 oder ähnliche Seiten, lassen Sie den Fernseher aus, lesen Sie die alten Meister, die Bibel, wie eine Leserin gestern noch riet, die Veden, die Edda oder was auch immer Ihnen Freude bereitet. Nicht alles muss immer und immer wieder gesagt werden, die Wahrheit ist und bleibt doch unvergänglich.

Können wir uns diese Freiheit nehmen, einen Tag auf alles Übel der Welt zu verzichten oder hat man uns schon zu sehr an das Schlechte gewöhnt?

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Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 292 Artikel

Freier Journalist – Autor – Musiker

7 Kommentare

  1. Europa ist das Troja der Neuzeit.
    Die Linken stehen mit dem hölzernen trojanischen Pferd vor unseren Toren.
    Ein paar Denkende Fragen: „Wir wollen aber sehen was drin ist.“
    Als Antwort erhalten sie unglaubliches, ohrenbetäubendes Geheule und Geschimpfe:
    „Rassisten, Nazis, rechtes Pack.“

    Nuff said.

    • Es gibt in keiner Staatsform eine Garantie auf das dauernd Gute, das Gute überhaupt und auf Erfolg, wie die Geschichte lehrt.

      Im Vergleich des Geschichtsverlaufes schneidet die Demokratie, nach deren Freiheiten und Aufklärung ja die Menschen über die Jahrhunderte sich gesehnt und dafür gekämpft haben, trotz aller Mängel gar nicht so schlecht ab. Churchill: „Die Demokratie ist die schlechteste Staatsform auf der Welt, aber es gibt keine bessere!“

      Wenn in Ägypten die verbohrten, reaktionärsten Islam-Anhänger die Mehrheit haben, so wird deren Demokratie bald zum Schrecken werden wie gehabt, sodaß dort eine gemäßigt moderne Militär-Diktatur aus unserer Sicht besser ist, alleine Stabilität sichern kann, was aber nicht an der dort üblichen Korruption verfaulen darf.

      Es kann üble verfaulte Demokratie-Staaten geben und andere mit einer passabel lebenswerten Diktatur. Aber prinzipiell -angesichts dessen, was Diktaturen und Monarchien schon so gebracht haben an Üblem und Übelstherrschern- die Demokratie abzufertigen, ist falsch und faktenwidrig. In der BRD z.B. waren die Zustände bei gleichen Grundstrukturen noch bis in die 80er passabel, keiner hätte sich bis in die 70ern heutige Zustände und solche extremen Minus-Politiker vorstellen können.

      Die beste Adels-Herrschaft der Edlen kann verfaulen, alles schon mal da gewesen!!

      Und die immer beschränkt wissende Volksmasse ist zwar oft rätselhaft träge bis verkommen, aber sie hat wie ein Tier einen Instinkt für die Abläufe des Lebens, was schon oft gewisse Parteien und Politiker in die Schranken wies. Es hat aber auch oft Lagen gegeben, wo dieser Instinkt aus irgendwelchen Gründen gelähmt war, das ist Schicksal, da kann man nichts machen.

      Bismarck: „Der Mensch kann den Verlauf der Geschichte nicht bestimmen (Achtung, allwissende Verschwörungs-Klugs..!), aber sich auf den Tag … vorbereiten!“ (Sinngemäß)

      Was es aber gab, sind kapitale Fehler (wie Hitlers Politik im Ostkrieg) von Politikern, Staatsführern, Kriegsherren, die sich auf lange Zeiten auswirkten!!

  2. Nein das ist falsch…………

    Wäre dem so, würden die Staaten besser florieren.
    Aber eben das tun sie nicht. Die Schweiz mit einer starken Demokratie aber weit besser wie jedes andere Land der EU und sogar Weltweit.

    Warum……

    darüber darf man streiten, aber eine gute Begründung liegt in der sogenannten „Schwarmintelligenz“.
    Damit ist in der Demokratie gemeint, das Volksentscheide die durch Hunderttausende Bürger gefällt werden die extremen Fehler vermeiden, die Ansichten nivellieren, Ausgleichend wirken und so zwar auch Fehler begehen, aber eben fast immer nur kleine in einem Rahmen stattfindende.

    Wer hier nun sagt das die Mehrheit quasi Dümmer ist der irrt.
    Die Mehrheit ist oft weniger informiert, unwissend, desinteressiert, aber nicht minder Intelligent.

    Heute ist das innehaben eines hohen Amtes keinerlei Sicherheit mehr dafür, das deren Träger auch intelligent ist. Siehe Martin Schulz. Der hat Talente aber mehr im spinnen von Netzen denn Analytischer Art. Er ist also einer der mit anderen Auskommen kann, der sich in den Apparat fügt, aber Intelligent im Sinne von herausragend ist er mit Bestimmtheit nicht.

    Juncker, Merkel, Steinmeier…….. also denke ich da an frühere Politiker wie dem glänzenden Rhetoriker und Analysten Franz Josef Strauss, einem Weizäcker, Bahr, Schmidt, Genscher, Heuss, Scheel Lambsdorf, so kann ich nur lächeln.
    Von einem Adenauer oder Ehrhardt ganz zu schweigen, davon kann man nur noch Träumen.

    • Wenn Sie erlauben:

      Eines der am meisten beachteten „geflügelten Worte“ von Strauss´war:
      „Vox Populi, vox Rindvieh“.

      Er hatte nicht Unrecht. Das sieht man heute an der vor Dummheit und Unbelehrbarkeit strotzenden Asylklatscher-Klientel in Doischelande und an den Snowflakes in Amiland.
      Beide können noch nichtmal ihren Namen tanzen.
      Ob sie in der Lage wären Löcher in den Schnee zu pinkeln wage ich auch zu bezweifeln.

  3. „Wer hier nun sagt das die Mehrheit quasi Dümmer ist der irrt.
    Die Mehrheit ist oft weniger informiert, unwissend, desinteressiert, aber nicht minder Intelligent.“

    Das ist ein Widerspruch in sich. Intelligenz ist das Umsetzen des Gelernten auf etwas Neues.
    Je mehr man weiß, desto mehr ist die Chance gegeben ein bestimmtes Problem zu lösen.
    Ein gutes Beispiel für die grenzenlose Dummheit und Intelligenzfreiheit von Volk und Politik ist der Mindestlohn. Man ist unfähig die Folgen einer solchen Einrichtung vorherzusehen.

    Wir reden nicht über das hier:
    „Knowledge is knowing a tomato is a fruit. Wisdom is not putting it in a fruit salad.“
    Sondern über das:
    ‘When you’re one step ahead of the crowd you’re a genius. When you’re two steps ahead, you’re a crackpot’. – Albert Edwards

    Die Menge liegt immer falsch:
    „Whenever you find yourself on the side of the majority, it is time to pause and reflect“. ~ Mark Twain

    Vor einigen Wochen war ein Bekannter bei mir und sagte „…Merkel wird dann ja wieder gewählt“. Ich erwiderte „An der Börse würde ich jetzt einen Merkel Put kaufen“.

    Intelligenz baut auf Wissen, Information und Interesse auf. Ohne das ist die Intelligenz chancenlos und wird durch Zufall ersetzt.
    “Name the greatest of all inventors. Accident.” ― Mark Twain

  4. Fantareis sagt: „Können wir uns diese Freiheit nehmen, einen Tag auf alles Übel der Welt zu verzichten oder hat man uns schon zu sehr an das Schlechte gewöhnt?“

    Ich träume schon lange davon mich irgendwo einschneien zu lassen und Bücher zu lesen. Irgendwo auf dem Lande ein Haus zu erwerben und dieses Haus zu einer Bücherstube mit Küche zu machen. Keiner kauft mehr richtige Bücher und man bekommt gebundene alte Exemplare für das Mindestgebot.

    Aber derzeit fühle ich, daß meine Heimat in Not ist. Ich glaube fest, daß man seiner Gesellschaft verpflichtet ist. Ich wurde zu dem, der ich bin, weil andere Menschen mich anstießen, mir andere Wege zeigten. Andere haben sich Zeit für mich genommen, erklärten mir Dinge, lächelten über meine Naivität. Ich sagte „Das lerne ich nie“ und sie motivierten mich.

    Ich denke, ich muß etwas zurückgeben und zwar genau jetzt. Und ich schreibe immer dort, wo noch wenige sind. Wenn opposition24 viele Kommentatoren haben wird, wird Der Libertäre wieder fortgehen und irgendwann einmal – so Gott will – sich gewaltig einschneien lassen.

  5. Das mit dem Schnee können Sie gerne machen.
    Ich ziehe zum Unterschied zu Ihnen den Verbleib in einer gottbegnadet schönen Weingegend vor.
    Das mit den Büchern habe ich seit 10 Jahren realisiert weil ich früher auf der Jagd nach Geld keine Zeit fand. Nun habe ich Zeit im Überfluß und mein Geld ist weg. Nicht verspielt oder verjubelt, sondern zum Vorteil meiner Familie von der ich mich leider nach permanenten Schwarzseher-Vorhalten trennen mußte. Es tut allerdings nicht gut, Recht behalten zu haben. Aber die absolute Ruhe ist mir das wert.

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