Frankfurt: Prozess gegen mutmaßliche Al Shabab Terroristen

In Frankfurt am Main wird ab dem 20. Juli der Prozess gegen die Angeklagten Abdullah W., Abdulsalam W., Abdiwahid W., Steven N., Mounir T. und Omar Ahmed D. fortgesetzt. Bis zum 31. August stehen noch acht Termine aus.

Alle Angeklagten sind deutsche Staatsangehörige, Mounir T. ist zusätzlich auch tunesischer Staatsbürger.


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Aus der Anklageschrift:

Ihnen wird zur Last gelegt, sich als Mitglied an der ausländischen terroristischen Vereinigung Al-Shabab und in einem Trainingslager der Al-Shabab eine Waffenausbildung durchlaufen und dadurch eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben.

Abdiwahid W. und Mounir T. sollen darüber hinaus vorgehabt haben, sich der ausländischen terroristischen Vereinigung “Islamischer Staat Irak und Großsyrien” anzuschließen.

Im Frühjahr 2012 reisten Abdullah W. und Steven N.  nach Somalia. Abdulsalam W., Abdiwahid W. und Mounir T. folgten ihnen im Oktober 2012.

Dort angekommen wurden sie zunächst von der Organisation in einem sogenannten Clearinghouse auf ihre Zuverlässigkeit überprüft.

Anschließend durchliefen sie in einem Trainingslager der Vereinigung eine mehrmonatige Kampfausbildung und waren – Abdiwahid W. und Mounir T. auch wiederholt – für mehrere Monate in verschiedenen Verteidigungsposten eingesetzt.

Im April 2013 reiste der Angeschuldigte Omar Ahmed D. ebenfalls nach Somalia, um sich der terroristischen Vereinigung Al-Shabab anzuschließen. Dort angekommen traf er Abdiwahid W. und Mounir T., die ihre Kampfausbildung gerade beendet hatten und ihn hinsichtlich seines weiteren Vorgehens berieten.

Daraufhin begab sich Omar Ahmed D. ebenfalls in ein sogenanntes Clearinghouse der Al-Shabab, wo ihn Verantwortliche der Vereinigung jedoch für einen Spion hielten und daher inhaftieren ließen.

Nach seiner Freilassung beabsichtigte er, im Juli 2014 nach Kenia zurückzukehren. Bei seiner Ausreise wurde er von den somalischen Behörden festgenommen und nach Deutschland abgeschoben.

Auch die Angeschuldigten Abdullah W., Abdulsalam W., Abdiwahid W., Steven N. und Mounir T. beschlossen im Juli 2014, Somalia zu verlassen.

Vor diesem Hintergrund reisten sie im August 2014 nach Nairobi/Kenia, wo sich die Gruppe trennte.

Die Angeschuldigten Abdullah W., Abdulsalam W. und Steven N. kehrten Anfang September 2014 über Mombasa/Kenia nach Deutschland zurück, wo sie bei ihrer Ankunft auf dem Frankfurter Flughafen aufgrund von Haftbefehlen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs festgenommen wurden.

Die Angeschuldigten Abdiwahid W. und Mounir T. beabsichtigten, nach Syrien zu reisen und sich dort der terroristischen Vereinigung “Islamischer Staat Irak und Großsyrien” (ISIG) anzuschließen.

Hierzu nahmen sie über eine Internetkommunikationsplattform Kontakt zu Mitgliedern des ISIG auf. Letztlich konnten die Angeschuldigten ihr Vorhaben jedoch nicht in die Tat umsetzen.

Sie wurden Ende August 2014 von den kenianischen Behörden festgenommen und am 20. September 2014 nach Deutschland abgeschoben.

Bei ihrer Ankunft am Frankfurter Flughafen wurden sie ebenfalls aufgrund von Haftbefehlen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs festgenommen.

Die Angeklagten befinden sich nach wie vor in Untersuchungshaft – über den Prozessverlauf werden wir weiter berichten


 

 

Quellen: Generalbundesanwalt PP



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