Büttel – Grafik: Freche Presse

In der Finanzmetropole werden Prioritäten gesetzt. Wen kümmert die Partyszene, die sich kaum noch bändigen lässt, wenn der Staat Corona-Kontrollen verlangt? Schon damit ist die örtliche Polizei überfordert und bekommt daher ab sofort Unterstützung durch die Bundespolizei. Grund genug für Oberbürgermeister Peter Feldmann sich selbst auf die Schulter zu klopfen:

„Die Unterstützung durch die Bundespolizei kommt zur richtigen Zeit. Wir haben jetzt die Chance, das Virus einzudämmen. Dazu müssen sich aber alle an die Regeln halten. Ich möchte mich bei Landes- und Stadtpolizei ausdrücklich bedanken. Die Bilanz der letzten Wochen und Monate ist beeindruckend. Ich bin überzeugt: Ohne den unermüdlichen Einsatz jeder einzelnen Polizistin und jedes einzelnen Polizisten wären wir bisher nicht so vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen.“

Mit Beginn der Corona Pandemie hat die Frankfurter Polizei ab dem 13. März 2020 eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) eingerichtet. Innerhalb dieser BAO war ein Einsatzabschnitt Kontrollmaßnahmen für offene Maßnahmen in der Stadt vorgesehen. Dieser Einsatzabschnitt war das ganze Jahr aktiv und mit insgesamt über 12.950 in der Summe eingesetzten Frankfurter Einsatzkräften, verstärkt durch die Hessische Bereitschaftspolizei, sehr präsent, er wird nun durch die Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei temporär verstärkt. Zusammen mit den Einsatzkräften der Stadtpolizei kümmern sich nun an diesem Wochenende an den Abenden und in den Nachtstunden weit über vierzig Polizistinnen und Polizisten um die Einhaltung der Corona-Verordnungen des Landes und um die Allgemeinverfügung der Stadt Frankfurt.

Auch die Stadtpolizei des Ordnungsamtes ist im Rahmen der Kontrolle der Corona-Regeln äußerst aktiv. So wurden seit Ende März weit über 60.000 Kontrollen durchgeführt. In knapp 5.000 Fällen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet oder Barverwarnungen ausgesprochen. Gerade während des ersten Lockdowns und auch jetzt bringt die Stadtpolizei alle zur Verfügung stehenden Kräfte auf die Straße, um durch Kontrolle, Sensibilisierung und Sanktionierung ihren Beitrag zur Normalisierung des Infektionsgeschehens in Frankfurt Main zu leisten.

„Seit Beginn der Pandemie haben wir als Frankfurter Polizei bereits frühzeitig Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln in eigener Zuständigkeit und als Amtshilfe für die Stadt Frankfurt durchgeführt und diese auch das ganze Jahr fortgeführt. Es steht für mich außer Frage, dass die Einhaltung geltender Regeln auch kontrolliert werden müssen. Dies ist oftmals sehr kräfteintensiv und stellt uns gelegentlich vor Herausforderungen. Daher freue ich mich jetzt genauso wie die Stadtpolizei über die personelle Unterstützung der Bundespolizei“, so der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill.

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  1. „ Es steht für mich außer Frage, dass die Einhaltung geltender Regeln auch kontrolliert werden müssen. Dies ist oftmals sehr kräfteintensiv und stellt uns gelegentlich vor Herausforderungen. Daher freue ich mich jetzt genauso wie die Stadtpolizei über die personelle Unterstützung der Bundespolizei“, so der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill“

    Na da wird der Mister Feldmann wohl bald GSG 9 und das KSK um „Amtshilfe“ bitten müssen, wenn er anstelle der Omma mit dem Rollator, die „Auf die Fresse“-Partyszene kontrollieren will. Das könnte durchaus „kräfteintensiv und herausfordernd“ werden.

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