Fragwürdige Tierschutzkampagne: Werden in China wirklich Hunde und Katzen gegessen?

Ich will gar nicht bezweifeln, was die beiden Tierschutzaktivisten Andreas Morlok und Sebastian Margenfeld auf ihrer Reise im Süden Chinas erlebt haben. Die Bilder sind für westliche Hunde- und Katzenliebhaber schwer verdaulich. Zahlen werden auch genannt, es geht um „Massaker an etwa 20 Millionen Hunden und Katzen“. Muss man dafür wirklich nach China reisen?

In Deutschland wurden 2016 laut der Albert Schweitzer Stiftung 59,3 Millionen Schweine, 3,6 Millionen Rinder und 601 Millionen Masthühner geschlachtet. Um den Tierschutz ist es bei der Haltung, dem Transport und der eigentlichen Schlachtung auch nicht unbedingt zum besten bestellt. Von der Praxis des Küken-Schredderns muss man gar nicht erst reden.

Beim Schlachthof um die Ecke hätte man ähnlich verstörende Bilder machen können, aber irgendetwas muss der Mensch ja schließlich essen und die Reste davon an seine geliebten Haustiere verfüttern.

Noch blutrünstigere Bilder liefern die jährlich größer werdenden rituellen Schlachtungen an islamischen Opferfesten. Halal-Produkte gibt es mittlerweile bei den meisten Discountern zu kaufen – Proteste von Tierschützern werden selten laut, aus „kultursensiblen“ Gründen. Bei Chinesen und japanischen Walfängern gilt diese Zurückhaltung nicht, teure Kampagnen richten sich jedes Jahr an die Regierungen, damit das Schlachten von Robben, Walen, Hunden und Katzen endlich ein Ende hat. Von auch nur einer Petition an Saudi-Arabien oder den Iran gegen das Schächten hat man dagegen noch nie etwas gehört. Könnte nicht auch ähnlich wie bei der umstrittenen BDS-Kampagne gegen Israel für ein Verbot von Halal-Fleisch in deutschen Supermärkten geworben werden?

„In Yulin werden schon seit Jahrhunderten Hunde gegessen“, schreiben die beiden Tierschützer in ihrem Bericht und fordern zur Unterstützung ihrer Kampagne auf. Für mich liefern sie damit gleich die Begründung mit, das zu unterlassen: Andere Länder – andere Sitten und jedem Tierchen, sein Pläsierchen. Ich esse keine Hunde, keine Katzen und seit über 25 Jahren auch sonst keine Tiere. Das ist meine private Entscheidung, dich ich aufgrund der komfortablen Versorgungslage in meinem Heimatland habe treffen können. Setzte ich unseren Katzen allerdings ab morgen nur noch Salat vor, dauerte es wohl nicht all zu lange, dass sie sich nach einem neuen Heim mit freundlichen Dosenöffnern umschauen würden.

Beitragsbild: Screenshot aus obigem Youtube-Video

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Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 292 Artikel

Freier Journalist – Autor – Musiker

8 Kommentare

  1. Was ist an solch einer Tierschutzkampagne fraglich, Herr van de Rydt? Sie sollten fragwürdiges Leid in Deutschland nicht als Schutzbehauptung für das Leid von Tieren in China oder anderen Staaten verwenden. Wir schlachten und essen keine Hunde und Katzen, zumal auch die soziale Bindung dieser Tierarten zum Menschen nachgewiesen ist.

    Wenn Sie von einer „komfortablen Versorgungslage“ für Sie in Ihrem Heimatland sprechen, heißt das noch lange nicht, dass Tierschützer, die eben nicht mit ihren Hintern auf ihren Händen sitzen, sondern aktiv zum Tierschutz beitragen, nicht auch Missstände in der Welt aufdecken können.

    Ihre Katzen sind offenbar Fleischesser, der Mensch allerdings nicht unbedingt! Oder würden Sie Ihre Katzen auch essen wollen, wie in China?

    • Chinesen essen nun mal alles, was sich bewegt.
      In der der Bibel heißt es Du sollst nicht töten!
      Wo ist der Unterschied, ob man einen Käfer zerquetscht, einen Hund oder ein Schwein tötet?
      Oder einen Menschen?

      Denken Sie einmal darüber nach. Aber lange und in Ruhe!

  2. Wenn ich das Unwort „Kultursensibel“ höre bekomme ich das kalte Kotzen.
    Was bitteschön hat das betäubungslose Aufschneiden einer Kehle und langsames ausbluten und sterben mit „KULTUR“ zu tun?
    Das ist tieftes barbarisches Mittelalter und Ausdruck einer verrohten, empathielosen primitiven „Gesellschaft“.
    Ich habe Berichte gelesen wo Araber in Wien mit BMW und Mercedes vorfahren um dem grausamen Abschlachten zuzusehen.
    Ich habe eine nordkoreanische Doku, von Japanern erstellt gesehen wo Chinesen mit vollem Gewicht auf dem Kopf eines Hundes stehen um ihn grausam zu töten, Hunde werden lebend gehäutet, Delfinen die Kelhe durchgeschnitten.
    Wir leben in tiefster Barbarei auf diesem Planeten voller Arschlöscher.
    Und in einigen Schweizer Kantonen werden auch Katzen gegessen.

    Die Qualität einer Kultur bewertet man daran wie sie mit dem schwächsten Glied in der Kette umgeht – also dem Tier und den Menschen, die sich nicht selbst versorgen können.
    Andere Länder andere Sitten ist vollkommener Unsinn – der Grad der Barbarei schwankt, mehr nicht.

    • Schlimm. Aber noch schlimmer ist es, wenn auf solchen Öfen der Heuchelei dann auch noch pc-konforme Süppchen gekocht werden.
      Nicht wer die Scheisse fabriziert, sondern wer in Deutschland auf die Praxis des Schächtens der Sandnigger + Musels hinweist ist ein Lump ? Analolgie zu Sparta/Marathon an den Thermophylen ?
      Nicht wahr Herr van de Rydt …….

  3. Ah, zu viel Wahrheit mal wieder ?
    Moderation: entweder löschen oder freischalten. Angsthasen.
    Alle meine Emails sind aktuell. Wovor habt Ihr denn soviel Angst ?

  4. Mich stören die Doppelstandards, genauso wie jede zwanghafte Gleichmacherei. China ist nicht Deutschland, wo man vor lauter Tierliebe auch Vögel in Käfigen halten darf, aber über die Singvögeljagd in Italien wettert, um mal gleich ein weiteres Faß aufzumachen. Als Kind aß ich übrigens oft gerne Rheinischen Sauberbraten, die wenigsten wollen heute wahrhaben, dass es sich dabei eigentlich um ein Pferdefleischgericht handelt. Für Wendy-Leserinnen sind Pferdemetzgereien sicher genauso schlimm, wie die Katzen- und Hundemassaker in China. Ich vermute aber mal, wenn ein chinesischer und ein islamischer Migrant wegen kulturtypischen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz vor Gericht landen, gibt es für „unerlaubtes“ Schächten und das Verspeisen von Hundefleisch nicht dieselbe Strafe, wetten?

  5. Wie immer man sich auch zum Tierschutz äußern mag, es führt zu nichts und wird auch kein „Nutztier“ vor dem Verzehr bewahren. Ich könnte mir natürlich auch nicht vorstellen einen Hund zu grillen, würde aber einen Chinesen dafür nicht verurteilen und hätte zudem nicht einmal das Recht dazu. Denn es ist Vorsicht angesagt mit derartigen Werturteilen, vor allem wenn der Magen ständig gut gefüllt ist. Das ist er bekanntlich leider nicht bei allen Menschen, und denen ist der Affe im Topf oder die Katze auf dem Teller wahrscheinlich lieber als die eigene Verwandtschaft zu verspeisen. Aus alten Geschichten weiß ich, daß auch in Deutschland während und kurz nach den Weltkriegen Katzen als „Dachhasen“ bezeichnet wurden, was mir als Kind recht seltsam erschien.

    Unbedingt zu verurteilen, mit gebotener Humanität zu vermeiden und wo immer möglich zu verhindern ist die grausame, oftmals perverse Art und Weise der Haltung und Tötung von Tieren, vor allem deren völlig hirnverbrannte, kommerzielle Verwertung für z.B. Pelztier-Mode, Potenzmittelchen, Deko-Artikel, Kosmetik, unnötige Tierversuche, sportlichem Ehrgeiz, religiöse Rituale, etc.
    Aber auch hier regelt die Nachfrage das Angebot, und fast ein jeder im Wohlstands-Wunderland kann durch sein Konsumverhalten zumindest etwas Einfluß darauf nehmen, womit er seinen Hunger stillt und seine Eitelkeiten befriedigt.

    Bilder abgemagerter, kranker Kinder oder gequälter und geschundener Tiere sind leider für die entsprechenden Hilfsorganisationen unabdingbar, denn nur sichtbares (erlebtes) Elend animiert zum Spenden.
    Hilfsorganisationen haben selbstverständlich ihren Sinn und Zweck, für Mensch und Tier in Not und Elend gleichermaßen.

    Etwas vom Thema abweichend zum Punkt „andere Länder, andere Sitten:“
    genau das sollten sich alle „Multikulti-Klugscheisser“ und all jene hinter die Ohren pinnen, die als handybestückte Wirtschaftsasylanten über zig Grenzen in Germoney einfallen, sich hier fettalimentieren lassen und zum Dank dafür ihre menschenverachtende, primitive Kultur und verschissene Religion den Gastgebern (gewaltsam) überstülpen wollen.
    Wer tatsächlich um Leib und Leben fürchtet, Schutz braucht und mit der Ausübung seiner Religion und Kultur nicht sein Umfeld terrorisiert und sich um die von ihm zu erbringende Integration bemüht, sei natürlich willkommen.

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