Der Autobauer Ford will 5000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. In einem Schreiben der Geschäftsleitung an die Mitarbeiter, das dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag-Ausgabe) vorliegt, heißt es wörtlich: „Für die Ford-Werke GmbH bedeutet das Strukturkosteneinsparungen von mindestens 500 Millionen Dollar und somit eine Verschlankung der gesamten Organisationsstruktur. Damit einher geht in Deutschland eine Personalreduzierung um mehr als 5000 Stellen (einschließlich Leiharbeitnehmern).“

Ford möchte nach eigenen Angaben „betriebsbedingte Kündigungen vermeiden“. Der Jobabbau soll über Abfindungen für Beschäftigte bis 49 Jahren und Frühverrentungen von Mitarbeitern über 50 Jahren erreicht. Das Unternehmen habe in den vergangenen zehn Jahren „kein nachhaltig positives Betriebsergebnis erzielen können“, heißt es zur Begründung der radikalen Sparmaßnahmen. Diese seien notwendig um Ford in Deutschland langfristig eine Perspektive zu geben. Das Unternehmen wollte bislang nicht mitteilen, welche Standorte wie stark betroffen sind. Ford Deutschland beschäftigt knapp 18.000 Mitarbeiter in Köln, 6000 in Saarlouis und rund 200 in Aachen.

2 KOMMENTARE

  1. In diesem Februar gab es beruhigende Meldungen aus dem Statistischen Bundesamt: Deutschlands Wirtschaft sei noch einmal an einer Rezession vorbeigeschrammt. Trotz der vielen Probleme mit Trump, Brexit und Co.: Im vierten Quartal 2018 sei die Leistung der deutschen Unternehmen nicht geschrumpft. Die Wirtschaft sehe gut da!

    Jetzt stellt sich heraus:
    „Wir stecken schon tief in einer Rezession“, sagt Heiner Flassbeck jetzt gegenüber n-tv. Und das ist nicht irgendwer: Flassbeck ist ehemaliger Staatsekretär im Bundesfinanzministerium und langjähriger Chefökonom der UN-Organisation für Welthandel und Entwicklung.

    Was das Bundesamt nicht veröffentlicht hat: Der Produktionsindex zeigt in den vergangenen beiden Quartalen ein Rückgang von insgesamt 5 Prozent.

    Und das kann nur heißen:

    Es geht bergab. Und zwar kräftig. In allen wichtigen Bereichen ist die Leistung und die Produktion um volle 5 Prozent zurückgegangen. Innerhalb von nur 6 Monaten.

  2. Überall hört man vom Stellenabbau, aber wie passt das eigentlich dazu, dass man dringend Arbeitskräfte aus Islamien benötigt? Fehlt in den Kläranlagen das Personal, oder haben wir zu wenige Putzkräfte, vielleicht benötigen wir nur viel mehr fauerhafte Leistungsbezieher und Anaphabeten?

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