Die Rohstoffversorgung für die deutsche E-Mobilität ist ungeklärt

Kürzlich las ich, daß deutsche Politikaster davon träumen, eine Batterieproduktion hierzulande hochzusubventionieren. Dabei hängt die Rohstoffversorgung für die deutsche Elektrifizierung insgesamt in der Luft.

Alle saturierten Länder haben sich um Rohstoffbelange gekümmert: Besonders zu loben ist hier China. Aber auch Südafrika, Rußland, Australien, die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Brasilien, Kasachstan, Japan, Korea, Chile, Peru, Mexiko, Kanada, Indien, Norwegen und Polen haben eigene Vorkommen an den künftigen strategischen Rohstoffen oder international arbeitende Minengesellschaften.

Deutschland gehört zu den wenigen Ländern, die da sehr schwach auf der Brust sind. Eigene Minen und Minenbetreiber gibt es nicht. Mit der Vertreibung des Vereingten Königreichs hat sich die EU einen Bärendienst erwiesen, haben doch zahlreiche große Gesellschaften ihren Sitz dort: Anglo American, Glencore, BHP Billiton, Anglo American Platinum, Antofagasta und Rio Tinto. Alles Schwergewichte bei Kupfer, Platin, Palladium und anderen zukünftig wichtigen Industriemetallen.  Derzeit betreibt die EU den Rauswurf von Polen. Damit wird der letzte international tätige Großbetrieb der EU, die KGHM ausgetrieben. Mit der Stillegung der Braunkohletagebaue wird auch die allerletzte noch vorhandene deutsche Kompetenz im Bergbau aufgegeben.

In denselben Kontext paßt der Umgang mit Aurubis. Es ist ein energieintensiver Betrieb, der am Kraftwerk Moorburg beteiligt war. Das haben die Grünen jetzt zerstört, und damit die preiswerte Energieversorgung des Unternehmens. Wenn man sich das Zahlenwerk von Aurubis ansieht und mit der Grupa Kety vergleicht, einer Firma, die auch Metalle schmilzt, so erschließt sich das zerstörerische Werk der deutschen Administration gegenüber der eigenen Industrie. Dabei ist Kupfer für die Elektromobilität existenziell wichtig, man hätte Aurubis entgegenkommen müssen, wenn man die eigenen Zielsetzungen ernst nehmen würde. Vielleicht wollen die Grünen, Soros, Merkel und Schwab in Wirklichkeit etwas ganz anderes? Die Umsetzung des Morgenthauplans? Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU? Ist da ein geheimes Netzwerk aktiv, das sich mit fanatisierten Kindersoldaten wie Greta und Langstreckenluisa tarnt?

Die obige Grafik habe ich einem Eintrag von Daniel Stelter entnommen, der sich auch über die deutsche Politik verwundert. Aufregen tut der sich gottlob nie. Die Darstellung ist etwas episodisch, weil sie die Eigentumsverhältnisse nicht zeigt, und weil zum Beispiel Kupfer und Silber, aber auch Lithium, Titan und Zirkonium nicht behandelt wurden.

Wenn man im Vereigten Königreich eine Batterieproduktion in Angriff nimmt, was derzeit der Fall ist, so ist das vom Zugriff auf die Rohstoffe nicht ganz so abwegig, als wenn man dasselbe in Deutschland versucht. Das kolossale Scheitern der Solarindustrie in Deutschland ist dem Dicken im Wirtschaftsministerium und seiner Chefin offensichtlich keine Warnung. Es sind unter Rot-Grün mit Beihilfe von Landesfürsten der CDU schon einmal Milliarden an Fördergeldern in den Sand gesetzt worden.

Am Ende der 90er Jahre begann eine regelrechte Solareuphorie in Medien und Politik. Es herrschte Aufbruchstimmung wie in der Technoblase. Die Sonne schien der Planet der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein und die Erde ihr Schnorrer. Am Standort Rudisleben, Thüringen, entstand 1998 eine Solarfabrik der Firma Antec Solar GmbH. Am 24.04.1998 erfolgte der Börsengang der SOLON AG, am 07.04.1999 der der S.A.G. Solarstrom AG. Am 29.07.1999 folgte die  SolarWorld AG.

Am 27.05.1999 passierte das Unfaßbare: Eine Chinesische Wissenschafts- und Wirtschaftsdelegation unter der Leitung des Vizepräsidenten der Universität für Wissenschaft und Technologie Nanjing, Prof. Xu Fuming, hat sich beim Solar-Informations- und Demonstrationszentrum (solid), Fürth, über den Stand der Solartechnik informiert.

2000 gab es noch nicht einen einzigen namhaften chinesischen Hersteller von Photovoltaikmodulen. Mit deutschen Fördermilliarden wurde die chinesische Konkurrenz am Anfang der Nullerjahre auf die Beine gestellt. Sie produzierte von Anfang an nicht für China, sondern für Deutschland, das weltweit 53 % der Anlagen baute. 2009 berichtete der Focus: „Von den weltweit sieben größten Herstellern von Photovoltaikprodukten waren 2009 vier Hersteller in chinesischer Hand: Suntech, JA-Solar, Yingli Green Energy und Trina Solar. Sie sind vor allem mit dem deutschen Markt groß geworden. Denn in China selbst sind bislang nur zwei Prozent der weltweiten Photovoltaikleistung installiert, in Deutschland sind es 53 Prozent. Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt ist die einzige deutsche Firma, die im Konzert der ganz Großen mitspielt. Die Bonner Solarworld schafft es gerade so in die Top 15.“ Ab 2009 wurden Schutzzölle erhoben, aber es nutze nichts mehr. Soweit ein Rückblick in die deutsche Industriepolitik. Total chaotisch, realitätsfern, ja regelrecht phantasierend schon vor einem Vierteljahrhundert.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: Mit dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin ist die letzte Kompetenz abhanden gekommen. Ist jetzt wie erwartet DDR 2.0.

Quelle: Prabelsblog