Feindbild Russland – eine Leseempfehlung

feindbild russland

Ganz bin ich noch nicht durch mit der Lektüre, doch Feindbild Russland von Hannes Hofbauer gehört mit Sicherheit zu den empfehlenswerten Abhandlungen zum Thema.

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Als Leser erfährt man einiges über die historischen Zusammenhänge, angefangen von der russischen Reichsbildung bis zur heutigen Gegenwart, der Anti-Putin Propaganda.

Ich vermute, die meisten Leser interessieren eher für diese neue Form der westlichen Russophobie, die ausführlich behandelt und vom Autor ab 1999 datiert wird. Während der Lektüre drängen sich mir Bilder aus der guten alten Schlagerzeit auf und ich frage mich, wie konnte in Deutschland ein Ivan Rebroff so erfolgreich sein oder die unter seltsamen Umständen ums Leben gekommene Sängerin Alexandra die Sehnsucht aus der Taiga besingen?

Sie besangen ein anderes Russland, das Zarenreich, das so gut in die Regenbogenpresse mit den bunten Bildern aus den Königshäusern aller Welt passte. Ansonsten aber stelle ich fest, wie sehr das Bild vom bösen Russen auch in mir noch immer wirkt. Wenn dieser Kostümrusse Rebroff in seiner Kosackentracht auf dem Bildschirm erschien, bediente er genau dieses Bild bei Kindern wie mir – den bösen, bärtigen Russen mit der tiefen, Furcht einflößenden Stimme – die Russenfurcht stand schließlich auf dem Lehrplan und wirkte auch im Verborgenen.

Zurück zum Buch – konträre Russenbilder aus dem 19. Jahrhundert werden aufgelistet. Für die einen galten sie als Befreier Europas von der napoleonischen Heimsuchung, die den ganzen Kontinent in Angst und Schrecken versetzt hatte, für die anderen als Barbaren.

Ein ähnliches Muster taucht bei der Auschwitzbefreiung auf. Die Russen machten dem Grauen 1945  ein Ende. Bei der Gedenkfeier in Berlin 2015 musste aber Putin draußen bleiben – ein Affront, dessen Ursachen eine längere Geschichte haben und nicht nur durch die gegenwärtige Zuspitzung erklärt werden.

Der Autor spannt den Bogen bis ins 15. Jahrhundert zurück.  Das Buch ist nicht nur sehr aufschlussreich, sondern auch mit Quellen ausführlich belegt, werde ich sicher auch nach abgeschlossener Lektüre immer wieder mal nachschlagen.


 

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Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 258 Artikel
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1 Kommentar

  1. Nachdem Putin heute seinen nächsten Coup gelandet hat, indem er den Teilabzug aus Syrien befohlen hat, war sich heute die Pinoccio-Presse “Welt” nicht zu schäbig, die Erfolge im Kampf gegen gegen ISIS (SS II) oder Deash (Hades) allein den USA zuzuschreiben.

    Jenen USA, die Deash trainiert ausgerüstet und ständig politisch unterstützt haben. Einpaar Alibibomben auf die Infrastruktur, um die Flüchtlingsströme anzuheizen, als es dann zum angeblichen Kampf gegen die US finanzierten und befehligten Terroristen ging und dann ständig Waffenstillstand fordern, als es den Bärtigen an den Kragen ging.

    Die US amerikanische Allianz mit dem musilmischen Terrorismus lebt weiterhin fort und soll langfristig Russland in die Knie zwingen.

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