Feindbild Islam: Barmherzig oder faschistoid?

Bedrohung oder Bereicherung?

Im Schweizer Fernsehen setzt man sich anders als in unseren scheußlichen Talkshows mit dem Islam auseinander. Der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad und der Theologe Mouhanad Korchide im Streitgespräch bei SRF – Kultur. Ein sehr aufschlussreicher Beitrag zur Debatte.

Hamed Abdel-Samad ist Autor des Buches: „Der islamische Faschismus. Eine Analyse“ 

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In der Süddeutschen Zeitung, der scheinbar das Geld für ein anständiges Lektorat fehlt, heisst es dazu:

Entweder kennt er die Fakten nicht oder er unterschlägt sie: In einem geschichtsverzerrenden Pamphlet stempelt der deutsch-ägyptische Autor Hamed Abdel-Samad die Muslimbrüdern als Faschisten ab. Dabei zeichnete er früher selbst ein ganz anderes Bild der islamistischen Bewegung. Quelle: SZ – lesen!

Trotzdem eine lesenswerte Kritik am Autor und dessen Werk.

Seine Kernaussage lautet zusammengefasst:

Der Islam ist faschistisch! Der Koran sei anders als die Bibel keine Sammlung von Geschichten und Gleichnissen, sondern ein Regelwerk und politisches Pamphlet mit klarem Auftrag: Die Weltherrschaft des Islams zu verwirklichen. Die Greueltaten der IS beruhen auf der wortwörtlichen Interpretation des Korans und die Terroristen machen genau das, was der Prophet Mohammed zu Lebzeiten getan hat. Nur weil ein Großteil der Muslime friedlich sei und den Koran anders interpretiere, wäre der Islam trotzdem in seinem Kern faschistisch.

Sein Diskussionspartner argumentiert wissenschaftlich, gibt sich kultiviert, doch nach einer knappen halben Stunde reicht es ihm. Er steht auf, ruft laut: „Allahu akbar!“ und schneidet seinem Gegenüber vor laufender Kamera den Kopf ab.

Nein, das macht er natürlich nicht, sondern erzählt von der anderen Seite des Islams und den vielen verschiedenen Strömungen innerhalb der Gemeinschaft der Muslime. „Den“ Islam gibt es nicht, denn er werde abhängig vom Kontext sehr unterschiedlich interpretiert. Mouhanad Korchide ist alles andere als ein Hassprediger, der der Kritik am Islam sogar teilweise zustimmt, wenn es um die extremistischen Strömungen im Islam geht.

 

 

Weitere Anmerkungen dazu:

Den Koran kann man online lesen – hier: Koran auf deutsch

Zum Terror der IS haben 120 Islam-Gelehrte eine Erklärung abgegeben:

Islamischer Staat (IS/ISIS) ist nicht der Islam

Diese Erklärung wirft für mich mehr Fragen auf, als dass sie Antworten liefert. Eine klare Distanzierung von der Scharia, der Prügelstrafe für Ehefrauen und Kinder und so einiges mehr fehlt mir da.

Aber soweit ist man noch nicht im Islam. Warum auch? Dort wo der Islam am stärksten verbreitet ist, da pfeift man auf die Menschenrechte, auf Frauen- und Kinderrechte. Und hätte sich in Europa nicht im Zuge von Aufklärung und Humanismus eine starke Gegenbewegung zu den christlichen Kirchen formiert, so würden die alten Männer in Bettlaken auch hier noch ganz andere Töne von sich geben.

Eine Generalverurteilung aller Muslime, aller Christen, aller Juden und sonstigen religiösen Menschen ist jedoch genauso fundamental und menschenfeindlich, wie die orthodoxe Lesart und Praktizierung jeglicher religiöser Schriften.

Der Schriftsteller Akif Pirincci sah das vor einigen Monaten etwas anders:

“Der Islam ist keine Religion, sondern eine kollektivistische Sex- und Gewaltsekte, die im Allgemeinen geborenen Versagern ein Überlegenheitsgefühl verschaffen, im Besonderen jedoch die sexuelle und existenzielle Selbstbestimmung der Frau unterbinden soll…. Quelle: Religionskritik unerwünscht?

Von einer Anklage wegen Volksverhetzung hat man mittlerweile abgesehen. Was mich wundert, Pirincci wurde immer noch nicht von radikalen Muslimen geköpft. Aber was nicht ISt, kann ja noch kommen.

Und ob nun der Islam das Abendland bedroht oder nicht, aktuell sind es ganz andere Bedrohungen, denen wir uns zu stellen hätten:

  • Dem schleichenden Abbau der Demokratie innerhalb der EU
  • Der rasant anwachsenden Arbeitslosigkeit und Armut
  • der aggressiven Kriegsrethorik unserer Bundesregierung und „Bündnispartner“
  • Überwachung und Einschränkung der Bürgerrechte
  • Der wachsenden Macht der multinationalen Konzerne

Und noch so vieles mehr. Das sind ganz irdische Fragen und Bedrohungen, von denen mit religiösem Geseihere, dem ganzen Dafür oder Dagegen, nur abgelenkt wird. Bibel, Tora, Koran und all der ganze Müll gehören schon lange in die Tonne – wann endlich bringen sich Menschen nicht mehr deswegen um?

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Bildquelle:

islam photo

 

 

 

Photo by khalid Albaih

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Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 269 Artikel
Freier Journalist - Autor - Musiker

2 Kommentare

  1. Wie kommt das, dass alle Länder, in denen der Islam Staatsreligion ist, Diktaturen sind ? Diktaturen, religiöser Couleur, haben die charmante Anziehungskraft, den Untertanen das Denken abzunehmen. Solange wie diese (Religion), die Welt in rechtgläubige Herrenmenschen, minderwertige und unreine Ungläubige einteilt, Frauen die Rechte von Haustieren zugesteht, deren heiliges Buch die Unterwerfung – die Bekehrung oder das Töten dieser so genannten Ungläubigen vorschreibt, ist die öffentliche Kritik Pflicht. Dieser Glauben erscheint in den bildungsfernen Schichten, der in Ermangelung fundierten Wissen beruht, einer Popularität. Einer kritischen Begutachtung durch gebildete Menschen wird er nicht standhalten können, dem Islam ist Toleranz sowie Demokratieverständnis fremd.
    “ Oft vereint sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte „. (Wilhelm Busch)

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