Feigenblätter!

Die Empörungswelle rollt wie üblich von links und erwischt den ehemaligen FAZ-Blogger und neuerdings hinter der Paywall von WELT versteckten „Don Alphonso.“ Dort darf auch das altbewährte Feigenblatt Broder um die wenigen Abonnenten buhlen, die (noch) nicht auf ein Bedingungsloses Grundeinkommen angewiesen sind und vom Vollkasko-Staat träumen.

Vielleicht hält ja auch ein Sarrazin den ein oder anderen SPD-Wähler vom Abwandern zur AfD ab, wie ein Bosbach und neuerdings Herr Maaßen, die Union vor dem Abstieg bewahren wollen. Adorno sollte man nicht nur von links nach rechts lesen, denn sein berühmtester Satz „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ ergibt von beiden Seiten Sinn. Man kann in einer linken Stasi-Partei nicht rechts(chaffend) sein und wer bei Bilderberg-KKR-Springer schreibt, schreibt auch für Bilderberg-KKR-Springer, so schön deren Worte auch klingen mögen.

Der Mainstream wirft keinen Rettungsanker für die Zeit nach einer Wende, so sie denn kommt, sondern Fallstricke und Spaltpilze, eingepackt in Feigenblättern, die so durchsichtig sind, wie des Kaisers neue Kleider. Wohin die Reise wirklich gehen soll, zeigt der kürzlich beschlossene Antrag von Union und SPD zur „Unterstützung der Zustellung von Abonnementzeitungen und Anzeigenblättern“ in Höhe von 40 Millionen Euro für 2020. Was interessiert mich der eine Grüne, der etwas Vernünftiges sagt, wenn der Rest der Partei von der Machtübernahme träumt und ab 2030 keine Verbrennungsmotoren mehr zulassen will? Ganz zu schweigen von den Enteignungsfantasien. Es reicht nicht, dagegen zu schreiben, etwas dagegen zu sagen, man kann definitiv etwas dagegen tun, sogar vollkommen ohne Risiko: sich abwenden! Aber vollständig und nicht heimlich SEDillner und Kraischberger schauen, GEZ NEIN DANKE liken und wie Rumpelstilzchen auf den Boden stampfen, wenn die Sendung wieder einmal nach dem Muster Vier gegen Willi abläuft.

Ernsthaft, ein netter, sogar sehr netter, aber genauso spinnerter Zeitgenosse hat mir anlässlich des Flaggengates der Kanzlerin mit voller Überzeugung erklären wollen, Merkel sei doch nur eine „Prüfung“ für die Deutschen. Eigentlich wolle sie nur das Gute aus ihnen hervor holen, aber das dürfe sie natürlich nicht offen sagen, wegen der Kabale und so … Nun, wenn das eine Prüfung sein soll, sind die Deutschen bereits zum dritten Mal durchgefallen. Danach kommt nur noch der Idiotentest!

2 KOMMENTARE

  1. Auch wenn der fehlerhafte Gebrauch des Akkusativs immer gebräuchlicher wird, freue ich mich, wenn diese Unsitte hier nicht Einzug hält.
    In diesem Sinne wäre es schön, wenn Sie den Satz „Vielleicht hält ja auch ein Sarrazin den ein oder anderen SPD-Wähler vom Abwandern zurAfD ab,…“ in “ Vielleicht hält ja auch ein Sarrazin den einEN oder anderen SPD-Wähler vom Abwandern zur AfD ab,…“
    Das liest sich einfach schöner und seriöser.

  2. John Colville in Downing Street Diaries 1939 – 1945: In seinem Spaziergang mit Lionel de Rotschild am 22.Okt. 1939 zitiert er den freundlichen Herrn mit dessen Kriegsziel, Deutschland den Juden überlassen und das Deutsche Volk verjagen unter die Völker der Welt. Nur wie paßt das mit dem Morgentau-Plan zusammen, aus Deutschland einen reinen Agrarstaat zu machen? Zu letzterem könnte die Einstampfung der Verbrennungsmotoren gehören! Beides geht nicht. Gibt´s da eine Wette,auf die man setzen kann, welche Variante gewinnt?

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