FDP-Chef: Verrohung der Sprache stachelt gewaltbereite Irrläufer an

Da will jemand mit Überschallgeschwindigkeit in den Bundestag. Christian Lindner übt scharfe Kritik an „radikalisierter Rhetorik“ der AfD und startet nach den „Dresdener Anschlägen“ einen dramatischen Aufruf zur Wehrhaftigkeit der „friedlichen Mitte“

Christian Lindner photo
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Lindner warf der AfD vor, durch radikalisierte Rhetorik gewaltbereite Irrläufer anzustacheln. „Die Gewalt beginnt bei der Verrohung der Sprache“, sagte Lindner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag) mit Blick auf die jüngsten Anschläge in Dresden. Er forderte die „friedliche Mitte der Gesellschaft“ auf, sich gegen Extremismus zu wehren. Wenn aber die AfD von „Lügenpresse“ und „versifften Altparteien“ spreche, „dann ist der gewalttätige Umsturz doch nur ein logischer nächster Schritt“, sagte der FDP-Bundesvorsitzende. Jeder Demokrat müsse widersprechen, wenn beispielsweise AfD-Chefin Frauke Petry den Begriff des „Völkischen“ verwende, der Politik nach Rasse und Blut meine.

Als „Opportunismus“ wertete Lindner das Verhalten der Leipziger CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla , die durch den Gebrauch des Nazi-Begriffs „Umvolkung“ auffiel und ein Übertrittsangebot der AfD bekam. „Dahinter steckt vermutlich keine Überzeugung, sondern nur ein PR-Trick“, sagte der Vorsitzende der Liberalen. Weil Kudla keinen Wahlkreis mehr von der CDU erhalte, entdecke sie plötzlich AfD-Jargon.

Lindner forderte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu auf, in der Flüchtlingspolitik nicht nur rhetorisch eine Wende zu vollziehen. Bei Merkel fehle die „Konsequenz im Handeln“. Er erwarte, dass die Kanzlerin die nordafrikanischen Länder bereist, um dort Abkommen zur Rücknahme illegaler Flüchtlinge durchzusetzen. „Sonst muss denen die Entwicklungshilfe gestrichen werden“, sagte der FDP-Chef. Nötig sei ferner ein Einwanderungsgesetz in Deutschland, das klar zwischen Schutz für Flüchtlinge auf Zeit und Migranten unterscheide, die dauerhaft bleiben könnten.

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3 Kommentare

  1. Dieser Lindner von der Rest-FDP erscheint mir als der noch Weicheierige gegenüber seinem Ex-Protector/Förderer, dem Westerwelle.

    Jedenfalls wird der einst großen FDP, dem über Jahrzehnte geachteten und mächtigen Zünglein an der
    Waage, schwerlich ein nennenswertes Comeback beschieden sein.
    Sagt das denen doch mal einer!

  2. Was man in diesem Staat an Extremismus vorfindet, hat seinen Nährboden einzig und allein auf dem Sumpf verfilzter Altparteien, einschließlich der FDP-Versager. Bettina Kudla hat Recht und mehr Eier unter dem Rock, als diese politischen Lügen-Kastraten und unvölkischen Umvolker vom Schlage eines Linder jemals in ihren vom Steuerzahler finanzierten Unterhosen haben werden. Diese parasitären Vollidioten müssen weg aus der Politik und dem Angesicht eines jeden Deutschen, der nicht zwangsintegriert im Kalifat enden möchte. Wenn schon Zuwanderung, dann qualifizierte Fachkräfte woher auch immer, aber keine muslimischen Eroberer als permanente Sozialsyphons mit fettgefütterten Gebärmaschinen oder minderjährigen Kindfrauen im Grundschulalter.
    Wer die innere Sicherheit und sichere Grenzen bevorzugt, wer wieder Recht und Ordnung haben möchte und deshalb die Demokratur Merkels beenden will, dem bleibt nur noch die AfD, der Rest ist volksschädlicher Ballast.

  3. Ich erinnere mich noch gut wie gerade die FDP der Verrohnug der Sprache und Politik Vorschub geleistet hat.

    Die Hetze gegen Arbeitslose war damals kaum zu ertragen.
    Und sicher hat die FDP da den Extremismus befördert.

    Wenn Lindner nun mit dem Zeigefinger auf andere zeigt, dann zeigen immer noch drei Finger auf ihn selbst.

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