Europäische Wurzeln: Die Rauhnächte kommen – böse Geister vertreiben

Wie bereits im vergangenen Jahr, möchten wir alle Leser an unsere Wurzeln erinnern. In manchen Teilen Deutschlands und Europa lebt nach wie vor die Tradition der Rauhnacht fort.

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Rauhnacht, das klingt nicht zufällig ein bißchen wie Weihnacht. Durch die Christianisierung des heidnischen Europas wurden die alten Bräuche nach und nach von der Kirche übernommen und verzerrt, da sie sich einfach nicht ausrotten ließen. Die vielfältige Götterwelt der Germanen musste dem dreifaltigen Monotheismus des Christentums weichen, Kultstätten wurden zu Kirchen und so manche katholische Heiligenlegende entstammt ursprünglich den alten Sagen. Eine der perfidesten Umetikettierungen ist auch der Lebenslauf der heidnischen Gelehrten Hypatia aus dem alten Alexandrien, die von fanatischen Christen ermordet wurde. Die Kirche strickte daraus den Lebenslauf der Heiligen Katharina. Ins selbe Horn tuten auch jedes Jahr die türkischen Verbände, die dreist behaupten, der historisch belegte Nikolaus sei ein Türke gewesen, dabei war er Bürger des oströmischen Reiches – die Turkvölker hatten zu seiner Lebzeit die Region noch nicht erobert.

Auch die besinnliche Adventszeit, in der dem Ankommen des Messias gedacht wird, hat mit der Vorbereitung auf die zwölf Rauhnächte zu tun. Die erste beginnt am 25. Dezember, die letzte am 6. Januar, dem angeblichen Dreikönigstag, an dem noch heute Schutzzeichen über die Haustüren mit Kreide gemalt werden. Einerseits geht es bei den Festen um die Rauhnacht um die Vertreibung der bösen Geister und dem Fernhalten der Wilden Jagd. So durfte keine Wäsche aufgehängt werden, damit sich keiner der Reiter darin verfängt und dafür an den Bewohnern rächt. In vielen Regionen hat sich der Brauch gehalten, in der Nacht zu Neujahr, alle Wäsche einzuholen. „Sonst ist ein Leichenhemd dabei“, heißt es oft noch ergänzend im jeweiligen Dialekt dazu. Andererseits wurde den Träumen in den zwölf Rauhnächten besondere Bedeutung zugeschrieben. Da jede Nacht für einen Monat steht, glaubte man, Hinweise für die Zukunft zu erhalten, die von Traumdeutern und Schamanen entschlüsselt werden konnten.

Und noch immer lebt das vielfältige Brauchtum der alten Europäer, die mittlerweile verweltlichten Kirchen stimmen dagegen das Hohelied vom Kulturmarxismus an. Und so macht es noch mehr Sinn, sich zum Jahreswechsel an die alten Traditionen zu erinnern und kräftig Lärm zu machen, um all die bösen Geister zu vertreiben.

 

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1 Kommentar

  1. Der Brauch wird auch heute noch im Berner Oberland „gepflegt“. Mit
    zunehmendem Alkoholgenuß der Raunächter ( Jugend meist ) werden die
    Bräuche dann tasächlich zuweilen wirklich rauh (alte deutsche Orthographie).
    Aber Germanen und Eidgenossen waren ja keine Weicheier, sondern wie aus den Überlieferungen deutlich ist, gestandene Kerle.

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