EU – Wahnsinn: Bauernproteste in Belgien – Tränengas am Flughafen

Alptraum EU bekommt einen Vorgeschmack auf TTIP

Am Abend begannen Bauern in Belgien aus Ärger über die verfehlte Landwirtschaftspolitik mit einer Blockade gegen Unternehmen auf dem Gelände des Flughafens Lüttich / Bierset.

Als die Bauern versuchten, in einige Gebäude der Unternehmen einzudringen, setzte die Polizei die Räumung mit dem Einsatz von Tränengas durch.

Der Zorn richtete sich vor allem gegen den Expressdienstleister TNT, das Abfertigungsunternehmen Aviapartner und die Fluggesellschaft Qatar Airways, die verantwortlich für die Einfuhr billiger Nahrungsmittel sind, mit denen die Produkte der belgischen Bauern nicht konkurrieren können.

 

Besonders erzürnt die Vertreter der Bauernverbände, dass trotz heimischer Überproduktion riesige Mengen industrieller Landwirtschaftsprodukte eingeführt werden.

Dieser Alptraum kann sich mit den Freihandelsabkommen TTIP und Co. noch wesentlich verschlimmern und zeigt, wie entgrenzt die Wirtschaftspolitik in den EU Ländern die regionalen Interessen hinter denen der Global Player zurückstellt.

Dass so das Vertrauen in die Politik immer weiter sinkt und die Proteste der Bauern, wie auch in Frankreich, an Schärfe zunehmen, ist die logische Folge dieses unverantwortlichen Handelns der Politik gegen das Wohl der eigenen Wählerschaft.

Die Proteste vom Dienstagabend sind jedoch erst der Auftakt. Im Laufe des heutigen Tages, ist mit weiteren Blockaden zu rechnen, bei denen LKW mit Landwirtschaftserzeugnissen an der Weiterfahrt gehindert werden.

Eine Rückkehr der Vernunft in Brüssel oder irgendeinem nationalen Parlament ist jedoch nicht mehr zu erwarten. Die EU steht mit dem Flüchtlingsansturm vor der größten Herausforderung seit ihres Bestehens, abgesehen von der Währungskrise, die uns immer noch als „Griechenland-Krise“ verkauft wird.

Das Hauen und Stechen hat begonnen, der Verteilungs- und Verdrängungskampf ist ganz unten angekommen.

Während die EU-Zentralisten dabei sind, mit TTIP die multinationalen Konzerne mit noch mehr Macht auszustatten, womit auch im Handel sämtliche Grenzen fallen, bleibt den ursprünglichen Bewohnern der Eurozone immer weniger im Geldbeutel.

Das Ergebnis ist wachsender Unmut und immer mehr Proteste gegen diese Entgrenzung auf allen Ebenen. Die Vergangenheit hat gezeigt, mit den Bauern in Belgien ist ebensowenig zu spaßen, wie mit ihren Kollegen in Frankreich.

Fast alle Revolutionen und Umstürze in der Geschichte hätten ohne die Bauern niemals stattgefunden.

Dieses Mal geht es jedoch nicht nur um wirtschaftliche Not und Hunger, sondern um die Abschaffung des gesamten Bauernwesens und seine Ersetzung und Umwandlung in industrielle Großbetriebe der globalen Nahrungsmittelkonzerne, womit die Erträge nicht mehr in der Region verbleiben, sondern in die Kassen der Aktionäre fließen.

 


Die nationale belgische Presse berichtet pflichtbewusst, aber wie immer spärlich in allen Landessprachen – DeutschFlams Francais

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