EU bröckelt weiter durch Asylkrise: Europa braucht die Türkei?

Auf den Spuren Syrizas: Erdogan nennt seinen Preis

Der Tagesspiegel berichtet von Erdogans Reise nach Brüssel:

Im Gepäck hat der umstrittene Präsident eine Reihe von Forderungen an die Europäer, die wegen der Flüchtlingskrise plötzlich die Türkei als Partner wiederentdeckt haben:

Europa braucht Ankara, wenn der Andrang vor allem von syrischen Flüchtlingen gestoppt werden soll

Wenn man aus der Geschichte irgendetwas gelernt haben könnte, dann kann man unmöglich blind davor sein, dass die Modernisierung der Türkei schon längst gescheitert ist.

Wie kann man ernsthaft in Erwägung ziehen, dass dem Erdogan Regime noch zu trauen ist?

Wenn überhaupt eine „europäische Lösung“ in der Nahostkrise angestrebt werden soll, die hinter der Völkerwanderung steckt, dann hieße es, der Türkei jegliche Unterstützung zu streichen, das Nato Bündnis aufzukündigen und keinerlei Entwicklungshilfe mehr zu leisten.

Die Duldung der staatlichen Einflussnahme auf türkische Kulturvereine und Moscheegemeinden hat wesentlich dazu beigetragen, dass von gelungener Integration größerer Teile der türkischen Einwanderer und ihren nachfolgenden Generationen immer weniger die Rede sein kann, nicht nur in Deutschland.

Den Realitäten will man jedoch nicht so gerne ins Auge sehen.

Erdogan zu belohnen dafür, dass er nun nachdem das Kind bereits ins Wasser gefallen ist, weitere Völkerwanderung unterbinden soll, ist vollkommen absurd und kontraproduktiv.

Noch mehr muslimische Einwanderer aus Kriegsgebieten will aber  trotz Willkommensfasching niemand ernsthaft in Erwägung ziehen, passt irgendwie nicht so ganz zusammen, aber wer merkt das schon?

Es wird nicht bei den ersten Forderungen bleiben, denn Erdogan hat sehr genau den Griechenlandschwindel beobachtet.

Die EU ist dahin, bei aller Macht ist der Möchtegerngigant erpressbar – Zentralismus hat eben seinen Preis.

Wenn das Fundament bröckelt, können selbst Peripheriezwerge wie Griechenland den Systemerhalt gefährden und fordern, was sie sonst niemals zugebilligt bekämen.

Selbst Beitrittskandidaten in weiter Ferne, wie die Türkei werden plötzlich aufgrund des Strickfehlers im Staatenbund zum Machtfaktor – höchste Zeit, über die Rückführung staatlicher Souveränität an die Mitglieder nachzudenken, mit allen Konsequenzen die dazu gehören:

Vollständige Haushaltshoheit der Parlamente, Rücktritt vom Schengenabkommen, Rückkehr zu nationalen Währungen und für Deutschland: Ein verfassungsgebendes Referendum.

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