Etikettenschwindel: Mindestlohn ermöglicht oft nur Leben unterhalb der Armutsgrenze

Da hat sich die Politik ganz schön gefeiert – endlich wurde auch für Deutschland ein Mindestlohn eingeführt.

Man hätte aber auch gleich ins benachbarte Ausland schauen können, wo es vielfach bereits einen Mindestlohn gibt, und welche Auswirkungen er hat.

In der Realität, besonders in Deutschland kann man nur von einem Mindesthohn sprechen. Er muss letztendlich versagen und verpuffen, weil dieser Eingriff in die Tarifautonomie auch die Realitäten der Märkte einfach nicht berücksichtigt – der Mindestlohn ist ein planwirtschaftliches Instrument und erreicht vor allem für Mitarbeiter in nicht tarifgebundenen Unternehmen oft eher das Gegenteil.

Er reicht in vielen Staaten nicht, um nicht in Armut zu leben, wie die Grafik auf Basis von Daten der OECD zeigt.

Demnach reicht für eine(n) Alleinerziehende(n) mit zwei Kindern in vielen Ländern eine Arbeitszeit von 42 Stunden pro Woche zum gesetzlichen Mindestlohn nicht, um oberhalb der Armutsgrenze zu sein.

In den USA benötigte man 2013 dafür 50 Stunden, in Griechenland gar 59 und in Tschechien deren 79. In Deutschland – wo der Mindestlohn jedoch erst seit 2015 gilt, wären zu diesem Lohn 2013 28 Stunden nötig gewesen.

Infografik: Mindestlohn ermöglicht oft nur Leben unterhalb der Armutsgrenze | Statista

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