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Zum jetzigen Zeitpunkt empfiehlt der Deutsche Ethikrat schon angesichts der vielfältigen noch bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich einer Immunität gegen das neuartige Coronavirus den Einsatz von Immunitätsbescheinigungen nicht. Frei verkäufliche Tests zum Nachweis einer Immunität gegen SARS-CoV-2 sollten aufgrund ihrer zweifelhaften Verlässlichkeit und des daraus folgenden Gefährdungspotenzials strenger reguliert werden.

Die Einführung einer staatlich kontrollierten Immunitätsbescheinigung wird seit Monaten kontrovers diskutiert. Vor diesem Hintergrund hatte der Bundesminister für Gesundheit den Deutschen Ethikrat gebeten, die ethischen Voraussetzungen und Implikationen einer solchen Immunitätsbescheinigung zu erörtern.

Der Deutsche Ethikrat lehnt die Einführung solcher Bescheinigungen gegenwärtig einstimmig ab. Für den Fall, dass Immunität künftig hinreichend verlässlich nachweisbar werden sollte, herrschen im Rat unterschiedliche Auffassungen dazu, ob und – wenn ja – unter welchen Bedingungen die Einführung von Immunitätsbescheinigungen zu empfehlen wäre.

Die Hälfte der Ratsmitglieder kommt auf Basis risikoethischer Abwägungen zu dem Ergebnis, dass bei günstiger Entwicklung der naturwissenschaftlich-medizinischen Voraussetzungen mindestens eine stufenweise, anlassbezogen wie bereichsspezifisch ansetzende Einführung einer Immunitätsbescheinigung unter bestimmten Bedingungen sinnvoll wäre. Teilweise wird auch ein weiter reichender Einsatz für verantwortbar erachtet.

Für die andere Hälfte der Ratsmitglieder führen praktische, ethische und rechtliche Gründe zu einer Ablehnung des Einsatzes von staatlich kontrollierten Immunitätsbescheinigungen selbst dann, wenn Unsicherheiten mit Blick auf den Sachstand in Zukunft nicht länger bestünden.

Ungeachtet dieser unterschiedlichen Positionierungen spricht sich der Ethikrat in weiteren gemeinsamen Empfehlungen dafür aus, die Bevölkerung umfassend über einen gemeinwohlorientierten Infektionsschutz aufzuklären und über die Aussagekraft von Antikörpertests zu informieren. Darüber hinaus empfiehlt der Ethikrat eine zielgerichtete und koordinierte Erforschung der infektiologischen und immunologischen Eigenschaften des neuartigen Coronavirus.

10 KOMMENTARE

  1. Ich habe die Stellungnahme des Ethikrats heute teilweise angehört und das war überwiegend nicht blöd, was da gesagt wurde.
    Insbesondere wurde betont, dass die Massnahmen verhältnismässig sein müssten und das ist richtig und wichtig.
    Auch richtig ist, dass eine weitere Erforschung des Virus sinnvoll ist.

    Bei der Formulierung „eine ZIELGERICHTETE und KOORDINIERTE Erforschung der infektiologischen und immunologischen Eigenschaften des neuartigen Coronavirus“ werde ich allerdings schon wieder misstrauisch.
    Hoffen wir mal, dass diese Forschung wirklich ergebnisoffen erfolgen darf und nicht nur bestätigen soll, dass unsere grosse WHO-gebriefte Führerin und ihr Gefolge alles richtig gemacht haben.

    Hoffen wir auch, dass der „Ethik-Rat“ nicht auch unter Druck gesetzt und auf Linie gebracht wird.
    Wir haben jetzt ja schon oft erlebt, wie schnell „EdeKa“ kommen kann, wenn der DDR-geschulten Grossinquisitorin etwas nicht passt.

    Ich höre gerade parallel Söder über neue Massnahmen labern. Da wird einem mal wieder schlecht!

    • Kann sein, dass das wieder eine Salami-Taktik ist, das halte auch ich für möglich.
      Einige Leute in diesem „Ethik-Rat“ machten auf mich aber einen vernünftigen und verantwortungsbewussten Eindruck.
      Die Frage ist, wie lange die noch im „Ethik-Rat“ bleiben und reden dürfen.

  2. Dieses ominöse Virus hat bisher kein einziger dieser so hoch gelobten Virologen oder auch Epedemiologen isolieren können. Weder aus lebendem noch totem Material.
    Was man nachweisen konnte waren Bruchstücke von Genomen deren ursprüngliche Form
    unbekannt ist. Das konnte der PCR Test nachweisen. Sonst garnichts. Keine Infektion, keine Erkrankung und schon gar kein tödlich gefährliches Virus.

    • Deswegen alles, was mit dieser seltsamen Mikrobe zu tun hat, der großen Staatsratsvorsitzenden „sonstwo“
      hinschieben!

  3. Ethikrat hört sich toll an.
    Es ist aber nur ein Rat. Die raten bestenfalls zu was, aber nur wenn sie gefragt werden, und zwar von Politikern. Wenn sie nicht gefragt werden, raten sie auch nicht. Die haben nicht wirklich was zu sagen. Denen ist außerdem niemand verpflichtet.
    Ausgesucht und vorgeschlagen werden die Mitglieder vom…….Bundestag und der Bundesregierung. Das geschah zuletzt im April 2020. Da wurde der Ethikrat neu besetzt.
    Wem es nicht zu viel ist, der kann ja mal nach recherchieren, wer diese Leute sind, die im Ethikrat sitzen. – Einer davon ist übrigens Josef Schuster.
    https://www.ethikrat.org/mitteilungen/2020/bundestagspraesident-wolfgang-schaeuble-beruft-mitglieder-des-deutschen-ethikrates/

    • Danke für die Info !
      Die Besetzungsmodalitäten, die Mitglieder und ihre Parteizugehörigkeit sind sehr aufschlussreich !

      • Sorgfältig sind sie auch nicht gerade.
        Hier ist ein Interview mit Kerstin Schlögl-Flierl zur angeblichen russischen Zulassung des Impfstoffs Sputnik-V.
        Dem war aber nicht so, der Impfstoff wurde lediglich registriert, was nötig war, damit er in die Phase drei der klinischen Studien gelangen kann.
        Frau Schlögel-Flierl ist aber mainstreampresse- und regierungskonform auf den Zug aufgesprungen und hat ohne fundamentales Hintergrundwissen drauf los geplappert.
        Ich hatte sie damals angeschrieben und sie auf den Irrtum aufmerksam gemacht.
        Es kam sofort eine automatische Antwort, sie sei im Urlaub und würde sich danach bei mir melden. – Das hat sie bis heute nicht getan.

        Hier das Interview:
        https://www.domradio.de/themen/corona/2020-08-13/patientensicherheit-geht-vor-ethikratsmitglied-kritisiert-russlands-corona-plan

      • Ich lese domradio nur aus Kontrollgründen. Die sind der allgemeinen Presse nämlich öfters mal voraus.
        Und was an der jüdisch-muslimisch-religionsfreiheitlichen Front los ist wissen die auch oft sehr früh.
        Das waren damals auch die ersten, die darüber berichtet hatten daß Volker Beck mit einer verdächtigen pulverigen Substanz festgenommen wurde. Die übliche große Presse ist frühestens einen halben bis einen Tag später damit eingedrudelt.

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