Der Deutsche Ethikrat diskutiert im Rahmen der öffentlichen Abendveranstaltung „Forum Bioethik“ die ethischen Aspekte eines angemessenen gesellschaftlichen und medizinischen Umgangs mit Trans-Identität bei Kindern und Jugendlichen.

Nach Angaben von Beratungsstellen in Deutschland ist die Anzahl derjenigen Kinder und Jugendlichen, die ihre empfundene geschlechtliche Identität im Widerspruch zu der ihnen zugeschriebenen Geschlechtszugehörigkeit wahrnehmen, in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Kritisch diskutiert wird, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind und insbesondere welche medizinischen und psychotherapeutischen Angebote angemessen sind.

Im Mittelpunkt des Forums stehen die Auseinandersetzungen über unterschiedliche Herangehensweisen sowie die Herausforderungen, die sich für die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie ihre Eltern aus medizinischer, psychologischer, ethischer und rechtlicher Sicht ergeben.

Im Rahmen von Vorträgen und einer Podiumsdiskussionen sollen dazu Wissen und Erfahrungen von Fachleuten aus Kinder- und Jugendpsychiatrie, Medizinethik und -recht sowie von persönlich betroffenen Personen und Angehörigen zur Sprache kommen.

Neben der wissenschaftlichen Evidenz, die jeweils für oder gegen bestimmte Behandlungsangebote spricht, sollen Nutzen und Schaden von Handeln bzw. Unterlassen aus ethischer Perspektive diskutiert werden. Zudem erfordert die besondere Vulnerabilität von Kindern und Jugendlichen eine eigene rechtliche Einordnung. Wie sind Kindeswohl und Kindeswille in diesem Zusammenhang zu interpretieren? Unter welchen Umständen sind Minderjährige rechtlich und ethisch befugt, Entscheidungen über die Gabe von Pubertätsblockern bzw. gegengeschlechtlichen Hormonen zu treffen?

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