Essener Polizei warnt Frauen: Stadtwald im Dunkeln meiden

Wie die WAZ berichtet, sollen Frauen den Stadtwald in Essen meiden, weil dort ein gefährlicher Unbekannter sein Unwesen treibt. Der letzte Vorfall trug sich am Rosenmontag zu.

Eine etwa 40-jährige Fußgängerin lief vom Stadtwaldplatz über die Frankenstraße in Richtung Bredeney. Sie nutzte dabei den linksseitig gelegenen Gehweg, der unmittelbar an den Stadtwald angrenzt, teilt die Polizei mit.

Kurz vor der Berenberger Mark trat der unbekannte Mann aus dem Wald und lief der Frau auf der beleuchteten Straße entgegen. Unvermittelt griff er die Frau an, zerrte sie in den Wald und zeigte ihr dabei ein Messer. Trotz der offensichtlichen Bedrohung, schlug die Frau mit ihrem Regenschirm zu und setzte kurz darauf ein mitgeführtes Verteidigungsspray ein. Den Moment nutzend, rannte sie um Hilfe rufend zu einem nahen Wohnhaus, wo ihr eine Anwohnerin Schutz gab.

Zeitnah suchten zahlreiche Polizisten, unterstützt von einem Polizeihubschrauber und Spürhunden, nach dem flüchtigen Mann. Dem Tatgeschehen nach geht die Polizei von einem versuchten Sexualdelikt aus.

Just zum Angriffszeitpunkt sollen einige Fahrzeuge den Bereich passiert haben. Die Fahrer der Fahrzeuge, Anwohner, aber auch Frauen, die Ziel eines ähnlichen Angriffes wurden, bislang aber keine Meldung bei der Polizei machten, werden dringend gebeten, sich unter der zentralen Rufnummer der Polizei 0201/829-0 zu melden.

Das Kriminalkommissariat 12, auch für die Verfolgung von Sexualstraftaten zuständig, hat die Ermittlungen übernommen. Die Kriminalbeamten prüfen mögliche Parallelen zu zwei weiteren Sexualdelikten, bei denen Frauen im Dezember 2018 im Bereich Stadtwald attackiert wurden.

Im gestrigen Fall flüchtete der Mann mit großer Wahrscheinlichkeit über den Gehweg der Frankenstraße in Richtung Stadtwaldplatz. Von dort könnte er seine Flucht mit einem Fahrzeug oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortgesetzt haben.

Er soll etwa 50 Jahre alt, zirka 170 cm groß und eine kräftige Statur haben. Zur Tatzeit war er dunkel bekleidet, trug eine schwarze Mütze und eine schwarze Jacke. Aufgrund des eingesetzten Reizgases, könnten seine Augen noch einige Stunden gerötet gewesen sein.