Eskalation in #Katalonien: Im Zweifel für die Unabhängigkeit – ein Plädoyer für die Sezession!

Was im Vorfeld des Unabhängigkeitreferendums in Katalonien vor sich geht war zu erwarten. Der Faschismus ist auch gut fünfzig Jahre nach dem Ende des Franco-Regimes noch immer lebendig im „Königreich“ Spanien. Die Zentralregierung macht Ernst und beginnt mit Razzien und einer wahren Verhaftungswelle, wie man sie sonst nur aus „Schurkenstaaten“ kennt.

Carles Puigdemont photo
Kataloniens Regierungschef Carles Puigdemont / Foto by Daniel García Peris

Und an der Seite Spaniens steht die zentralistische EU, noch … – derweil gehen die Menschen in Barcelona auf die Straße.

Meine Sympathie gilt ungeachtet der verfassungsrechtlichen Feinheiten grundsätzlich allen Separatisten, die eine Unabhängigkeit abgeleitet aus dem Selbstbestimmungsrecht der Völker anstreben. Zentralismus war schon immer und überall zu allen Zeiten der größte Feind der Freiheit. Ganz gleich ob es sich um Tibeter oder Schotten, Südtiroler oder den Brexit der Briten handelt – kleine unabhängige Staaten bedeuten keine Bedrohung für andere Völker und Nationen, dazu fehlt ihren Armeen die Schlagkraft. Darum sind die Großmächte stets am Zusammenhalt ihrer Reiche interessiert, denn nur so lassen sich geostrategische Interessen langfristig verfolgen und durchsetzen. Eine kleine wirtschaftlich starke Republik Katalonien darf nicht erfolgreich sein und die Globalisten Lügen strafen. Brüssel und Berlin können sich nur an die Seite Madrids stellen und die unabhängigen Katalanen als eine Art Reichsbürger darstellen oder sie mit den Separatisten in der Ukraine auf eine Stufe stellen. Andernfalls kann das Beispiel Schule machen und Nachahmer finden. Dann aber wäre der geheime Plan von der Balkanisierung Europas erfüllt, die den aufstrebenden Weltmächten China und Russland nichts mehr entgegenzusetzen haben, vor allem aber den USA wirtschaftlich nie wieder in die Quere kommen können.

Welches falsche Spiel auch hinter den Kulissen gespielt wird – im Zweifel schlägt mein Herz stets für die Unabhängigkeit der Völker. Es lebe die Sezession!

Katalonien: Beginnt im Oktober ein neuer Bürgerkrieg in Spanien?

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Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 292 Artikel

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3 Kommentare

  1. Das ist die Partei des Christlichen Herrn Rajoy, Partida Popular, vergleichbar mit unserer cdsU.
    In diesem Politdreck gedieh in Spanien alles was mit krummen Touren zu tun hat:
    Bestechung, Steuergeldraub, Veruntreuung, Vetterleswirtschaft, Rechtsbeugung und vieles mehr.
    Die gleiche Mischpoke wie sie hier jahrzehntelang an der Macht war und noch ist.
    Nein, Franco ist wie auch bei uns der Faschismus absolut nicht tot.
    Er hat sich vom nationalen Sozialismus in einen Antifa Faschismus gewandelt.
    Des Kaisers neue Kleider.

  2. Da sieht man, dass auch der Westen von den Menschenrechten nichts hält. Paragraph eins der Charta der Menschenrechte, hiernach darf Spanien Katalonien nicht daran hindern einen eigenen Staat zu gründen. Aber die Menschenrecht im Westen gelten immer nur für die Anderen! Der Westen ist völlig fehlgeleitet, die sind eine Marionette, der Geldwirtschaft. Geld ersetzt das Recht! Kranke Politiker die es zu Hauff gibt, die sind Verbrecher über die keine Statistik geführt wird!

  3. Ihre Darstellung kommt leider nicht annähernd an die Realität heran. Kein Mensch braucht einen Staat Katalonien, und die Menschen in Katalonien haben dadurch keinen einzigen Vorteil. Statt von Madrid werden sie dann eben von Barcelona ausgenommen. Die einzigen, die dadurch Vorteile haben, sind die Regionalpolitiker in Form von mehr Geld, mehr Wichtigkeit, mehr Posten in Brüssel usw. Ausserdem können sie mit einer eigenen Justiz alle gegen sie laufenden Verfahren und Ermittlungen wegen Korruption elegant anstreifen und stehen wieder mit weisser Weste da.

    Die grosse Mehrheit der älteren Katalanen will keine Unabhängigkeit. Dafür ist vor allem die Generation bis 30/35, die seit dem Kondergarten einer entsprechenden Gehirnwäsche unterzogen wurde: Madrid böse !!!

    Was Madrid derzeit durchzieht, wird von der soanischen Verfassung gedeckt, die Katalonien seinerzeit auch mit absegnete,

    Die Faschisten sind in diesem Falle die Katalanen, die seit den 80er Jahren eine Art Unabhängigkeits-Diktatur durchziehen und gar nicht so subtil jeden ausgrenzen, der anderer Meinung ist. Wer da nicht mitzieht, dessen Karriere ist beendet. Was Franco früher mit der katalanischen Sprache machte, machen die Katalanen seit Jahren mit der spanischen Sprache. Ein Kind in Katalonien spricht die Weltsprache Spanisch nicht mehr, sondern eine international unwichtige Regionalsprache, die keiner versteht, wenn sie nur zwei Stunden aus Barcelona herausfahren.

    Den einzigen Fehler, den sich spanische Politiker in Madrid wirklich vorwerfen müssen, ist der Leichtsinn, mit der sie der Regionalregierung die Erziehungspolitik überlassen haben.

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