Ermittler sprengen Kinderpornoring mit 90.000 Mitgliedern

Das BKA vermeldet die Festnahme von mutmaßlichen Verantwortlichen und Mitgliedern der kinderpornographischen Darknet-Plattform „ELYSIUM“ und Abschaltung der Plattform.

Ermittler haben in den vergangenen fünf Wochen in einem umfangreichen Ermittlungskomplex wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und der bandenmäßigen Verbreitung von kinderpornographischen Schriften mehrere mutmaßliche Verantwortliche sowie Mitglieder einer großen kinderpornographischen Darknet-Plattform festgenommen und die Plattform abgeschaltet.

Die als Forum aufgebaute kinderpornographische Plattform mit der Bezeichnung „ELYSIUM“ bestand seit dem Ende des Jahres 2016 und war nur über das sogenannte Darknet zugänglich. Sie verfügte zuletzt über 87.000 Mitglieder und diente dem weltweiten Austausch von Kinderpornographie durch Plattform-Mitglieder sowie der Verabredung zum sexuellen Missbrauch von Kindern. Unter den von den Mitgliedern der Plattform ausgetauschten kinderpornographischen Bild- und Videodateien waren Aufnahmen schwersten sexuellen Missbrauchs von Kindern, darunter auch von Kleinstkindern und Darstellungen sexueller Gewalthandlungen an Kindern.

Nach mehrmonatigen aufwendigen Ermittlungen konnte ein 39-Jähriger aus dem Landkreis Limburg-Weilburg als mutmaßlicher Betreiber der kinderpornographischen Plattform identifiziert werden. Der Tatverdächtige soll als Administrator der Plattform maßgeblich für die Bereitstellung der technischen Infrastruktur verantwortlich gewesen sein. Der 39-jährige Beschuldigte wurde am 12.06.2017 nach einer Durchsuchung seiner Wohnung und Beschlagnahme des Servers der kinderpornographischen Plattform festgenommen. Er befindet sich seit dem 13.06.2017 aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Gießen wegen des dringenden Tatverdachts der bandenmäßigen Verbreitung von kinderpornographischen Schriften in Untersuchungshaft.

Neben dem Administrator konnten weitere Verantwortliche und Mitglieder der Plattform in Deutschland und im Ausland identifiziert werden, denen neben der Verbreitung von Kinderpornographie zum Teil auch schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen wird. Festnahmen von weiteren dringenden Tatverdächtigen erfolgten vor allem in Deutschland und in Österreich.

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