#Epstein: – Ungereimtheiten während seines Gefängnisaufenthalts

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Die Ungereimtheiten rund um den angeblichen Tod von Jeffrey Epstein nehmen kein Ende. Während die deutsche Medienlandschaft einen weiten Bogen um die Strippenzieher macht, Hintergründe ausblendet und die US-Mainstreamberichterstattung ungefragt und unkritisch übernimmt, lassen sich die berechtigten Zweifel an der Selbstmordtheorie nicht von der Hand weisen.

Nun soll er sich nach offizieller Lesart am frühen Morgen des 10. August im Metropolitan Correctional Center das Leben genommen haben. So sollen die Gefängniswärter in der besagten Nacht, man halte sich fest, geschlafen und Protokolleinträge gefälscht haben, berichten unisono unsere Leitmedien. Jeder, der Fragen stellt, gilt laut dem Spiegel selbstverständlich als Verschwörungstheoretiker.

Ein Zellengenosse packt aus

Ein ehemaliger Zellengenosse, der Ex-Cop Nicholas Tartaglione, hat ein beunruhigendes Statement an die Öffentlichkeit gebracht. Ihm wurde gesagt, er würde einen Preis dafür zahlen, sofern er über den angeblichen Selbstmord des Sexualhändlers sprechen sollte. Nun bittet er, in ein anderes Gefängnis verlegt zu werden.

Während des angeblichen ersten Selbstmordversuchs von Epstein, teilte sich Tartaglione eine Zelle mit dem Sexualstraftäter. Es gehört zu den Regeln des Metropolitan Correctional Center, dass ein selbstmordgefährdeter Häftling zwingend einen Zellengenossen braucht, um einen möglichen Suizidversuch verhindern zu können.

Doch der Ex-Cop wurde kurz vor dem angeblichen Selbstmord am 10. August offenbar verlegt, sodass Epstein allein in der Zelle saß. Tartaglione bittet um eine Versetzung, weil er sagt, dass Gefängniswärter ihn bedroht haben und ihm sagten, er solle aufhören zu reden.

Anwalt Bruce Barket teilte indes mit:

“Die klare Botschaft, die Herr Tartaglione erhalten hat, lautet, wenn er Informationen über die Einrichtung oder über den jüngsten Selbstmord von Epstein preisgibt, gibt es einen Preis zu zahlen. Strafvollzugsbeamten wissen, dass er Informationen hat, die möglicherweise sehr schädlich für genau die Personen sind, die jetzt im Verdacht stehen, den Kontrollregeln des Gefängnisses nicht nachgekommen zu sein.“

Psychologe zieht Selbstmordwache ab

Wie das Justizministerium kürzlich bestätige, hat ein angestellter Psychologe des Metropolitan Correctional Center am 29. Juli veranlasst, den Häftling von der Selbstmordwache zu nehmen.

Demnach hielt der Psychologe eine ständige Beobachtung für nicht mehr gerechtfertigt, nur wenige Tage nach seinem ersten Selbstmordversuch.

Der forensische Psychiater Ziv Cohen hat Häftlinge im Metropolitan Correctional Center jahrelang betreut und begutachtet. Cohen sagt, für eine Beurteilung, ob eine Selbstmordwache gerechtfertigt ist oder nicht, ist die Expertise eines Psychiaters erforderlich. Ein Psychologe kann diese Entscheidung nicht treffen.

“Der psychiatrische Standard zur Versorgung von Häftlingen verlangt, dass ein Arzt auf Doktorniveau die Entscheidung trifft, einen Häftling aus der Selbstmordüberwachung zu entfernen. Im Normalfall ist dies ein Psychiater. Wenn ein Psychologe die Entscheidung trifft, sollte er in Absprache mit einem Psychiater erfolgen, angesichts der schwerwiegenden Folgen dieser Entscheidung.”

Es gibt eine Vielzahl von Fragen, die vorab berücksichtigt werden müssen. Primär ist die Frage zu klären, auf welcher klinischen Grundlage die Entscheidung – Epstein von der Selbstmordwache abzuziehen – getroffen wurde.

Hier ein kurzer Ausschnitt des Interviews mit Cohen:

Hat der Psychologe festgestellt, ob diese Kriterien erfüllt wurden?

“Typischerweise würde man eine stabile Stimmung, das Fehlen von Selbstmordgedanken, die Fähigkeit, offen mit dem Personal zu kommunizieren berücksichtigen und unter die Lupe nehmen. Es wird ein Sicherheitsplan erstellt, dem der Patient zustimmen muss. Dabei verpflichtet er sich, das Personal zu benachrichtigen, wenn er sich unwohl fühlt. Voraussetzung ist aber eine Absprache mit der psychiatrischen Abteilung.“

Ist das Selbstmordrisiko an sich nicht schon groß genug, dass es ein höheres Maß an Wachsamkeit ohnehin erforderlich ist, unabhängig davon, ob ein Häftling Anzeichen von Suizidgedanken zeigt?

“Die Art von Anzeichen, die man bei jemandem sehen würde, sind breit gefächert. Einige Häftlinge sind sehr gut darin, zu verbergen, wie sie sich fühlen und deshalb muss man einen sehr hohen Grad an Misstrauen haben.“

Epstein hatte die erforderliche Norm, alle 15 Minuten kontrolliert zu werden, anscheinend erfolgreich umgehen können.

„Die Person war nicht mehr auf Selbstmordwache. Dennoch stehen sie auf bestimmter Ebene weiter unter Beobachtung, sodass es schwer für sein wird, sich selbst das Leben zu nehmen. Selbst wenn es ihnen gelingt, einen Versuch zu unternehmen, wird es für sie schwer sein, sich selbst zu töten, weil man sie während der Tat entdeckt und ihn folglich daran hindern kann.“

Das gesamte Interview habe ich hier für Sie verlinkt.


Quelle: Indoamedia.com