Verfolgt man die Person Jeffrey Epstein, so findet man hunderte von Leuten aller Lebensbereiche. Wall Street, Hollywood, Wissenschaft, Filmindustrie, Immobilienmarkt, Universitäten und nun auch Mainstream-Journalisten.


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Es wirkt fast so, als sei Epstein eine Galionsfigur im unendlich tiefen Sumpf aus Korruption, Korrumpierbarkeit, Einschüchterung und Inszenierung. In welchem Nest man auch wühlt, in welches Loch man mit dem Besenstiel hineinsticht, welch verschlossene Tür man auch immer aufzubrechen versucht, überall schwappt einem ein schleimiger Schwall aus oben genannten Prädikaten entgegen.

Die investigative Journalistin und Bestsellerautorin der New York Times, Vicky Ward, warnte in einem kürzlich erschienenen Artikel vor Jeffrey Epstein und seinen Mitverschwörern.

Ich habe versucht, Euch 2003 vor dem schäbigen Milliardär Jeffrey Epstein zu warnen.“

Eine Selbstbestätigung, welche sie schon im Jahr 2003 angedeutet hatte? Schauen wir uns Vicky Ward einmal etwas genauer an…

Vicky Ward und der erhobene Zeigefinger

Über Vicky Ward ist nicht viel bekannt, noch nicht mal ein Geburtsdatum, was für eine so prominente Journalistin und Bestsellerautorin ungewöhnlich ist.

Sie ist Mutter von zwei Kindern und war mit dem Unternehmer Matthew Doull verheiratet.

Matthew Doull ist ein enger Freund und Arbeitskollege von Euan Rellie. Beide arbeiten für das Unternehmen BDA Partners. Ein Bild der beiden Kollegen habe ich hier für Sie verlinkt.

Euan Rellie ist ein interessanter Mann. 1996 gründete er die Investmentbank BDA Partners, die ihren Hauptsitz in New York hat. Hauptschwerpunkte der Geschäftsinteressen dieser Bank sind Transaktionen im asiatischen Raum.

Wo der Erfolg ist, sind Geheimdienste nicht weit. Sein bereits verstorbener Vater Alastair Rellie war Geheimdienstoffizier des M16 und wurde in seiner späteren Laufbahn sogar einer der Direktoren des Secret Intelligence Service.

Wie wahrscheinlich ist es also, dass Vicky Ward den engen Freund und Arbeitskollegen ihres Mannes nicht gekannt hat?

Definitiv gekannt hat sie allerdings Euan Rellies Ehefrau Lucy Sykes und ihre Schwester Plum Sykes. Die Zwillingsschwestern kommen ebenfalls aus England. Plum Sykes ist ebenfalls Bestsellerautorin auf der Liste der New York Times. In ihrem Buch – Bergdorf Blondes – wird der Name Vicky Ward genannt. Die beiden kennen sich also.

Ein Foto der beiden habe ich hier für Sie verlinkt.

Mehr noch; Vicky Ward besuchte im Jahr 2012 eine Veranstaltung der Investmentbank BDA von Euan Rellie. Ein Foto von Ward und Rellie sehen Sie hier.

Ghislaine Maxwell

Die Verbindung von Vicky Ward und Euan Rellie, sowie dessen Ehefrau Lucy Sykes ist deshalb von Interesse, weil in diesem Sumpf eine häufig zitierte Frau mitspielt – Ghislaine Maxwell.

Ghislaine Maxwell wird von zahlreichen mutmaßlichen Opfern als Hauptverschwörerin im Netzwerk von Jeffrey Epstein genannt, doch in der Anklageschrift wird ihr Name nicht genannt.

Nach dem Tod ihres Vaters zog Maxwell nach New York und gilt seither als prominente Persönlichkeit in den USA. 2012 gründete sie eine gemeinnützige Umweltschutzorganisation – The TerraMar Projekt – was sich für den Schutz der Weltmeere einsetzte. Am 12. Juli 2019 wurde die Arbeit der Organisation eingestellt, kurz nach Bekanntwerden von Epsteins Verhaftung.

Ein Jahr nach ihrer Ankunft in New York lernte sie den wohlhabenden Jeffrey Epstein kennen. Es entwickelte sich eine romantische Beziehung und Maxwell konnte sich folglich einer medialen Präsenz erfreuen. Im Laufe der Jahre lernte sie zahlreiche hochkarätige Persönlichkeiten kennen, darunter Donald Trump, Bill Clinton, Prinz Andrew sowie den Staranwalt Alan Dershowitz.

Also wieder eine Frau aus England. Maxwell ist die Tochter des verstorbenen Robert Maxwell. Wir hatten darüber berichtet, auch über seine Verbindungen zu Geheimdiensten, wie den Mossad.

Wie sagte Alexander Acosta noch gleich?

„Es gab damals nur ein einziges Treffen mit Epstein. Mir wurde gesagt, ich solle mich zurückziehen, Epstein sei über meiner Gehaltsstufe und gehöre dem Geheimdienst an. Ich solle ihn in Ruhe lassen.“

Wie wir sehen, wimmelt es in der Umlaufbahn rund um Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell und Euan Rellie nur so von Geheimdiensten. Mittendrin; die uns warnende Vicky Ward!

Die Verbindung

In einem Interview nach der Verhaftung von Epstein sagte der Investmentbanker Euan Rellie:

„Ghislaine würde jedes hübsche Mädchen in New York zu Jeffrey’s einladen. Sie hatten wohl eine Beziehung, doch jetzt ist sie eine Mitarbeiterin von ihm, wie ich es verstanden habe. Ihr Job war es, sein soziales Leben zu verbessern, indem sie modische junge Frauen dazu brachte, vorbeizukommen. Er bevorzugte Frauen in der Altersklasse 20. Sie schien eine Frau zu sein, die keinen richtigen Job hatte, keinen richtigen Freund hatte, ihren Vater verloren hatte. Eine Frau, die sich an alles klammerte, was sie finden konnte.“

In der New York Times legte er nach mit den Worten:

„Die wahre große Erscheinung war Ghislaine, eine charmante Frau. Ein großer Teil der Leute, die mit Epstein sprachen, taten dies nur wegen Ghislaine. Ich kenne ihre Vergangenheit, auch die Skandale, in welche die Familie verwickelt war. Die New Yorker genießen lüsterne Geschichten. Jemand zu haben, der eine bewegte Vergangenheit hat, einschließlich eines umstrittenen Vaters, machte sie interessant.“

Rellie, der Maxwell seit Jahren gut kennt, war gemeinsam mit seiner Frau Lucy Sykes Mitgast bei einem Abendessen für Prinz Andrew im Stadthaus von Epstein.

Doch auch Vicky Ward ist gut vernetzt mit Maxwell. Wie glaubwürdig ist es also, dass eine investigative Journalistin in ihren Artikeln und Publikationen vor dem Spinnennetz von Epstein warnt? Eine Frau, die seit Jahrzehnten eng mit Maxwell, Rellie und Sykes verbunden ist?

Wie sind die Statements von Euan Rellie zustande gekommen? Hat er die Presse kontaktiert? Soll er Maxwell als eine arme und vom Schicksal geprägte Seele präsentieren?

Dies klingt in den Medien natürlich glaubwürdiger, als wenn Maxwell dies selber tut.

The Gramercy Park Hotel in New York 2009. Vicky Ward und Maxwell hier auf einem gemeinsamen Foto.

Abschließend ist da noch Clarissa Ward. Sie ist Chefkorrespondentin für CNN und kommt, ebenso wie Vicky Ward, aus London. Könnte Sie die Schwester sein?

Zusammengefasst

Vicky Ward warnt in ihrem Artikel mit den Worten:

Ich habe versucht, Euch 2003 vor dem schäbigen Milliardär Jeffrey Epstein zu warnen.“

Schon 2003? Eine angeblich investigative Journalistin, die unabhängig und nicht interessengeleitet seit Jahren über Epstein publiziert. Ein Investmentbanker Euan Rellie, ein Freund und Arbeitskollege von Wards Exmann Matthew Doull, geht durch alle Medienhäuser und beschreibt Maxwell als eine charmante und liebevolle Dame. Sein Vater war Direktor des Secret Intelligence Service, ein Geheimdienstmann. Ward und Rellie sowie dessen Ehefrau Lucy Sykes pflegen eine enge Beziehung. Das Ehepaar Rellie und Sykes gastieren zum Abendessen in Epteins Stadthaus gemeinsam mit Prinz Andrew. Maxwell und Ward kennen sich ebenfalls seit mindestens einem Jahrzehnt, wie auf dem obigen verlinkten Foto zu sehen ist.

Doch seit 2003 will uns Vicky Ward weismachen, ernsthaft Epsteins Machenschaften zu recherchieren und zu veröffentlichen?

Auf dieses Thema hat mich die englischsprachige Youtuberin Amazing Polly gebracht. Sie recherchiert intensiv über Epstein, ihren Kanal habe ich hier für Sie verlinkt.


Quelle: Indoamedia.com