#Epstein: Hollywood – MPAA Chef und Simpsons Mann Matt Groening

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Es nimmt kein Ende. Gerade recherchiert man über einen bestimmten Sachverhalt, eine konkrete Persönlichkeit, die mit Jeffrey Epstein verbunden war, fliegt einem sofort der nächste Hochkaräter ins Haus. Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass die Zugehörigkeit in die Umlaufbahnen von Epstein nicht die Ausnahme sind, sondern die Regel.

Verfolgt man die Person Jeffrey Epstein, so findet man hunderte von Leuten aller Lebensbereiche. Wall Street, Hollywood, Wissenschaft, Filmindustrie, Immobilienmarkt, Universitäten bis hin ins Weiße Haus.

Hollywood, darum soll es im heutigen Artikel gehen. Ein gefährliches Pflaster, jahrelang eine geschlossene Gesellschaft, ein Ort für ganz bestimmte Kreise. Versuche, diesen Ring auffliegen zu lassen, endeten in der Vergangenheit häufig tödlich, wie wir am Fall Isaac Kappy gesehen haben, dem Hollywood Schauspieler, der unter obskuren Umständen ums Leben gekommen ist.

An dieser Stelle kann ich Ihnen Tilman Knechtel wärmstens ans Herz legen, der ein ausführliches Video zu dieser Thematik gemacht hat, doch nun zurück zu den jüngsten Ereignissen.

MPAA-Lobbyist Steven Fabrizio verhaftet

Für jene Leser, denen MPAA kein Begriff ist, eine kurze Einleitung:

MPAA steht für Motion Picture Association of America und ist der Dachverband der sechs großen US-amerikanischen Filmproduktionsgesellschaften, namentlich Paramount Pictures, Warner Bros. Entertainment, Sony Pictures Entertainment, Walt Disney Motion Pictures Group, Universal Studios und 20th Century Fox, sowie seit 2019 auch Netflix. Sie sieht sich als Interessenvertretung der gesamten amerikanischen und weltweiten Film- und Fernsehindustrie und betreibt in deren Namen Lobbyismus. Einer der Frontmänner dieses Verbandes war der Anwalt Steven Fabrizio.

Hauptaufgabe des Anwalts war es, jede noch so kleine Urheberrechtsverletzung von Internetnutzern strafrechtlich zu verfolgen. Nun steht Fabrizio selbst im Zentrum eines Ermittlungsverfahrens und wurde in Washington D.C verhaftet. Grund für die Verhaftung ist der Vorwurf der sexuellen Nötigung und Erpressung, so die Anklageschrift.

Wenige Wochen zuvor hatte sich Fabrizio mit einer jungen Frau getroffen, mit der er über eine Plattform namens Suger Daddy in Kontakt gekommen war. Es kam zwischen den beiden zu einvernehmlichem Sex und der Anwalt zahlte die vereinbarten 400 Dollar. Soweit so im Rahmen des Erlaubten.

Fabrizio allerdings wollte es nicht bei einem einmaligen Treffen belassen. So kontaktierte er die junge Frau und begann ihr reihenweise Nachrichten zu senden. Keine netten Nachrichten, vielmehr Drohungen. Die Staatsanwaltschaft zitiert in der Anlageschrift folgende Passage von Fabrizio an die junge Frau:

“Ich glaube kaum, dass das Krankenhaus besonders freudig reagieren würde, wenn klar wird, dass seine jungen Krankenschwestern Sex gegen Geld haben. Selbiges gilt wohl für deinen Vermieter.“

Die Frau wandte sich daraufhin an die Polizei. Da zu diesem Zeitpunkt aber die Identität des Absenders noch nicht bekannt war, wurde zum Schein dann doch ein Treffen vereinbart. Als Fabrizio schließlich am Freitag vor dem Wohnhaus der Frau auftauchte, wurde er verhaftet.

Laut MPAA wurde Fabrizio 2013 zum Senior Executive Vice President und Global General Counsel des Unternehmens ernannt.

Matt Groening in Kreisen von Jeffrey Epstein

Nur wenige Stunden vor dem angeblichen Selbstmord von Jeffrey Epstein, entsiegelte das Gericht mehr als 2.000 Seiten von Dokumenten. Die Dokumente stammen aus einer Zivilklage von Virginia Giuffre gegen Epsteins rechte Hand und Freundin Ghislaine Maxwell.

Aus den Dokumenten geht hervor, dass Giuffre gemeinsam mit dem Schöpfer von den Simpsons

Matt Groening im Privatjet von Epstein – dem berühmtem Lolita-Express – geflogen ist. Ein Flug von Kalifornien nach Los Angeles vor mehr als 20 Jahren, Giuffre war zu jenem Zeitpunkt gerade einmal 16 Jahre alt.

Giuffre sagte aus:

“Ich freute mich über unser Gespräch, bis Jeffrey darauf bestand, dass ich Matt während der Dauer des Kurzfluges eine Fußmassage gebe soll. Ich habe nie einen Kunden abgelehnt, aber als ich den Zustand seiner Füße sah, übergab ich mich fast bei dem Gedanken sie berühren zu müssen. Er hatte gelbe, krustige Zehennägel, die selbst für jemanden mit einer Motorsäge nur schwer durchzuschneiden gewesen wären. Dann hatte ich eine Idee. Ich ging zum hinteren Teil des Flugzeugs und spülte einen Waschlappen in warmer Seifenlauge und kehrte zurück, aber nicht bevor ich versuchte sie zu reinigen.”

Diese Behauptungen von Giuffre hat Groening nie öffentlich aufgegriffen.

Die Simpsons-Serie des Produzenten ist die am längsten laufende Sitcom der Geschichte. In diesem Monat wird die 31. Staffel auf Fox Premiere feiern. Kreiert hat Groening zwei weitere animierte Shows mit ähnlichen Kunststilen. Futurama und erst im vergangenen Jahr debütierte seine phantasievolle Disenchantment auf Netflix.


Quelle: Indoamedia.com