#Epstein: Ein ominöses Testament – Bekannte Testamentsvollstrecker – Tony Blair im Black little Book

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Nun soll er also tot sein, Selbstmord, so die offizielle Lesart. Die Mutter aller Bomben, der Prototyp satanistischer Pädophilie, dessen Tentakel über den gesamten Erdball reichten.

Jetzt tauchen neue Dokumente auf, neue Ungereimtheiten, die den angeblichen Selbstmord von Jeffrey Epstein neuen Sprengstoff zur Diskussion liefern.

So bestätigt eine Anwaltskanzlei, die mit dem Nachlass von Epstein betraut ist, die Existenz eines Testaments, welches Epstein zwei Tage vor seinem Tod verfasst haben soll. Dieses Papier beziffert ein hinterlassenes Vermögen von 577.672.654 US-Dollar (umgerechnet 520 Millionen Euro) und somit 18 Millionen Dollar mehr, als er selbst bislang vor Gericht eingeräumt hatte.

Unter den Vermögenswerten wird Bargeld in Höhe von mehr als 56 Millionen Dollar verzeichnet, sowie Flugzeuge, Autos und Boote im Wert von gut 18 Millionen Dollar. Der Marktwert seiner Kunstsammlung muss indes noch geschätzt werden.

Laut Statement der zuständigen Anwaltskanzlei, gingen die Papiere bereits vergangene Woche auf den Virgin Islands ein. Wir erinnern uns, die Jungferninseln sind nach außen hin das Urlaubsparadies par exellence. In Wahrheit besaß Epstein hier gleich zwei Inseln. Zum einen die 71 Hektar große Insel Little Saint James sowie die im Jahr 2016 erworbene Insel Great Saint James, die Hauptschauplatz des sexuellen Missbrauchs wurden.

Eine der beiden Anwälte aus Brooklyn, die als Zeugen der Unterzeichnung aufgeführt sind, ist Mariel A. Colon Miro – eine Anwältin des Drogenkönigs El Chapo. Wir erinnern uns, El Chapo war Zellennachbar von Epstein im Metropolitan Correctional Center in New York.

Interessant sind auch die beauftragten Testamentsvollstrecker. Dabei handelt es sich um zwei bekannte und ehemalige Weggefährte von Epstein. Richard Kahn sowie Darren Indyke, ein ehemaliger Bewohner in Epsteins Manhattan-Hochhaus in der East 71st Street. Dritter im Bunde ist ein stellvertretender Testamentsvollstrecker, der Wissenschaftsberater Boris Nikolic.

Alle werden für ihre Tätigkeit als Testamentsvollstrecker fürstlich entlohnt. So sollen sie pro Person mit der stolzen Summe von 250.000 Dollar honoriert werden.

Ein Insider sagte gegenüber der New York Post, die Motivation und die Einreichung auf den Jungferninseln könne damit zusammenhängen, diesen Ort für weitere Ermittlungen länger geheim zu halten.

Seine Vermögenswerte haben keinen Adressat, niemand wird persönlich genannt, sondern wurden in einen Trust namens The 1953 Trust – sein Jahrgang – überführt.

Der Dritte im Bunde

Apropos Boris Nikolic! Der als stellvertretende Testamentsvollstrecker aufgeführte Wissenschaftsberater hat eine Verbindung und Vergangenheit zu Bill Gates. Nikolic war wissenschaftlicher Berater von zahlreichen Unternehmen des Microsoft-Gründers.

Da wäre zum einen das Unternehmen Bill Gates Catalyst 3, offiziell eine Denkfabrik, die wissenschaftliche und technologische Dienstleistungen anbietet. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt der Unternehmenstätigkeit in der Forschung und industriellen Analyse.

Zum anderen war Nikolic fest in der Bill & Melinda Gates Foundation (kurz BMGF) eingebunden.

Ein Foto von Bill Gates und Nikolic habe ich hier für Sie verlinkt.

Der ehemalige und langjährige wissenschaftliche Berater von Bill Gates, gehört zu einem Kreis von Wissenschaftlern, die Epstein in den letzten Jahren vor allem in der Biotechnologie kultiviert hat.

Als Immunologe verrichtete er seine Arbeiten, wie sollte es auch anders sein, an der Harvard Univestiy, wo er sich bestens vernetzt in der Crème de la Crème der akademischen Welt bewegte.

Nachdem er Bill Gates im Jahre 2014 verlassen hatte, unterstützte er finanziell Dutzende Firmen aus den Bereichen der Gentechnik und andere Gesundheitstechnologien. So geht aus einem Prospekt des Genunternehmen Editas Medicine Inc hervor, dass er dieses mit einem Anteil von 42 Millionen Dollar kontrollierte. Das im Jahr 2013 gegründete Pharmaunternehmen besitzt unter anderem Patentrechte von George Church.

Verbindung zu Epstein

George Church wiederum ist Genetiker sowie Biologe an der Harvard Univesity und bestens vertraut mit Jeffrey Epstein. Epsteins Begeisterung für wissenschaftliche Arbeiten und hochkarätige Forscher ist gut dokumentiert, was man an seinen Projekten der Epstein-Foundation erlesen kann.

So lud Church 2014 den damals schon registrierten und verurteilten Sexualstraftäter nach Harvard ein. Zu jener Zeit betreute Church das Harvard Human Genome Project, welches von Epstein mitfinanziert wurde.

Mehr noch; 2015 gründete Church das Projekt eGenesis. Hauptaufgaben und Schwerpunktsetzung des Unternehmens ist die Sicherstellung der Verfügbarkeit von menschlichen Organen, aber auch die Entwicklung synthetischer Organe. Wer sitzt im Aufsichtsrat von eGenesis? Richtig, Boris Nikolic!

Beide Unternehmen, also Editas und eGenesis erhielten frühzeitig Investitionen von Biomatics Capital. Wer ist Geschäftsführer von Biomatics? Richtig, Boris Nikolic!

Wir sehen also, es ist alles miteinander verbunden. Diese Leute kennen sich alle. Sie schätzen sich, sie arbeiten zusammen, sie unterstützen sich finanziell. Alle stehen in Verbindung zueinander.

Nach Bekanntwerden des Testaments und der Angabe der Testamentsvollstrecker äußerte sich Nikolic:

„Ich war schockiert, als ich von den Vorwürfen gegen Epstein erfahren habe. Ich wurde in diesen Angelegenheiten nicht konsultiert und habe keine Absicht, diese Pflichten zu erfüllen“

Tony Blair im Black little Book

Das kleine schwarze Kontaktbuch von Epstein enthält eine Reihe von Namen, die zu den reichsten und mächtigsten Menschen Großbritanniens zu zählen sind. 301 britische Namen sind aufgeführt. Darunter Richard Branson, Sir Mick Jagger, Prinz Andrew und seine Ex-Frau Sarah Ferguson.

Absoluter Hochkaräter ist Tony Blair. Der ehemalige Premierminister taucht in diesem Buch, neben den oben genannten Personen, ebenfalls auf, mit mehr als 1.000 Telefonnummern und E-Mail-Adressen.

Lord Peter Mandelson, Politiker der Labour-Party, ist mit 10 Rufnummern notiert, darunter mit einer Durchwahl für Zuhause, wie TheSun berichtet.

Die Labour-Abgeordnete Jess Phillips sagte vor wenigen Tagen:

„Ich denke, dass der Fall natürlich gründlich untersucht werden muss.”

Die US-Behörden haben nun geschworen, Epsteins Verbindungen zu Großbritannien im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Befugnisse weiter zu untersuchen, aus Befürchtungen heraus, dass er im Ausland Straftaten begangen haben könnte.


Quelle: Indoamedia.com