Bereits am Montagmorgen, nur zwei Tage nachdem sich Jeffrey Epstein angeblich das Leben genommen hat, führte das FBI eine Razzia auf der „Pädophilen Insel“ in Little St. James durch. Ein Dutzend FBI-Agenten eilte mit Schnellbooten auf die Insel, fuhren mit Golfcaddys um das 71 Hektar große Anwesen, um es zu durchsuchen.

Nun finden weitere Berichte ihren Weg an die Öffentlichkeit, die zeigen, wie Epstein versucht hat, belastendes Beweismaterial verschwinden zu lassen, buchstäblich im Erdboden versinken zu lassen.

So soll er laut DailyMail, die exklusives Bildmaterial zur Verfügung gestellt hat, ganze Zementlaster auf seine Insel verschifft haben.

Zementlastwagen per Expressversand

Es war der 7. November vergangenen Jahres, als der erste Betonmischer, ein Carmix 5.5 XL, auf der Insel in Little St. James ankam.

Es kam einer Nacht- und Nebelaktion gleich, nur drei Wochen vor den ersten Veröffentlichungen seiner Taten, als er sich schwere Zementlastwagen per Expressversand für eine stolze Summe von 100.000 Dollar auf seine Karibikinsel hat liefern lassen.

In Windeseile und im Voraus bezahlt, damit die schweren Geräte früher ankommen konnten, trotz des Risikos, dass im Falle einer Beschädigung während des Transports, die Haftung und Kosten übernehmen zu müssen.

Epstein schickte die Maschine mit einem Express Bill Of Lading, einer ungewöhnlichen und teuren Art, teure und schwere Ware so zu versenden. Normalerweise muss der Spediteur garantieren, dass die bestellte Ware sicher ankommt, aber mit der ausdrücklich gewählten Option hätte Epstein keinerlei Möglichkeit auf Schadensersatz gehabt, wenn während des Bestellvorgangs etwas schiefgegangen wäre.

Drei Wochen später veröffentlichte der Miami Herald, am 28. November, eine Serie von Artikeln mit dem Titel „Perversion of Justice“, die schließlich dazu führten, dass Epstein im Juli verhaftet wurde.

Versandexperten sagten aus:

„Die Möglichkeit liegt nahe, dass dieses Vorgehen zur buchstäblichen Vernichtung von Beweisen angewendet wurde. In Anbetracht des Umfangs von Browns Artikel und der Dringlichkeit der Lieferung“

Nun werden Bundesagenten das Grundstück durchsuchen, um Beweise für ihre Ermittlungen zu finden und Epsteins Einsatz eines Zementlasters erhöht die Aussicht, dass sie graben müssen, um etwas Nützliches zur Beweissammlung zu finden.

William George, ein Analyst bei Import Genius, der den Versandvorgang überwacht sagt:

„Der Zeitpunkt der Lieferung des Zementwagens wirft Fragen über Epsteins wirkliches Motiv auf. Die Bestellung eines Zementmischers allein ist erst einmal wenig verdächtig. Dennoch geben der Zeitpunkt der Lieferung als auch die Tatsache, dass es sich um den einzigen Artikel in unseren Unterlagen handelt, der mit einem Expresskonnossement versandt wird, Anlass zur Sorge.“

Der Carmix 5.5 XL verfügt über eine Ladeschaufe sowie einem Fassungsvermögen für 7.600 Liter Zement. Es hat eine Joystick-Steuerung, einen 2-Gang 4×4-Radantrieb und wird von einem Perkins 6-Zylinder-Turbodieselmotor mit 150 PS angetrieben.

Verkauf des Lolita-Express

Wie die Faust aufs Auge passt der Verkauf seiner berühmt berüchtigten Lolita, wenige Wochen vor seiner Verhaftung.

Das wohl beweiskräftigste Flugzeug der Welt, seine Lolita, mit der Bill Clinton bis zu 27 Mal geflogen sein soll, ausgestattet mit Betten, in denen Passagiere mutmaßlich Gruppensex mit jungen Mädchen gehabt haben.

Mehr noch; Es gab auch einen Hubschrauber, mit dem sich Epstein zu seiner Insel hat fliegen lassen. Auch seine eingeladenen Gäste chauffierte er bequem mit seinem Privathubschrauber.

Im Laufe der Jahre hatte Epstein seine Insel in Little St. James zu seinem Hauptwohnsitz gemacht, aber im Juni wurde der Hubschrauber, der den Millionär und seine Gäste zum und vom Flughafen bringt, online zum Verkauf angeboten, mit einem Angebotspreis von 1,8 Millionen Dollar.

Ein ehemaliger Fluglotse auf dem Flughafen der Insel sagte Vanity Fair:

„Ich habe Epstein mehrmals aus seinem Hubschrauber steigen sehen, auf dem Rollfeld vor meinem Turm stehen und in seinen Privatjet mit Kindern und Frauen einsteigen sehen. Vor allem ein Vorfall habe ich noch gut in Erinnerung, es stiegen junge Mädchen ein, sie können nicht älter als 16 Jahre gewesen sein.“


Quelle: Indoamedia.com