Bundestag beklagt mehr Übergriffe gegen Journalisten – Pegida ist schuld

Der Kultur und Medien – Ausschuss des Bundestags berichtet, Journalisten würden in Deutschland immer öfter Opfer verbaler und gewaltsamer Übergriffe aus der rechtsextremen und rechtspopulistischen Szene.

Im vergangenen Jahr sei es zu mindestens 49 solcher Übergriffe auf Pressevertreter gekommen.

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In 29 Fällen habe es sich um Gewalttaten, in 13 Fällen um Sachbeschädigung und in sieben um gravierende verbale Bedrohungen gehandelt. Die Dunkelziffer sei allerdings deutlich höher, da viele Journalisten solche Übergriffe nicht anzeigen würden, sagte Martin Hoffmann vom Europäischen Zentrum für Presse- und Medienvertreter. Allein 30 der Übergriffe seien in Sachsen, meist während Demonstrationen und Kundgebungen der Pegida-Bewegung und der AfD verzeichnet worden.

Dazu kann ich persönlich erst einmal auf folgenden Link verweisen: Antifa bedroht Journalisten und erinnere mich noch dunkel an bärtige Altkommunisten bei den ersten Occupy Demonstrationen in Frankfurt am Main, als mich mehrere Karl Marx Doubles einem Gesinnungscheck unterziehen wollten, denn diese neuen Typen mit den Anonymous Masken wären vielleicht Rechtsradikale. Ich hatte aber nur mein eigenes Gesicht dabei, das überzeugte die Herrschaften dann.

Bei dieser Veranstaltung in Frankfurt war ich deutlich erkennbar als Pressevertreter vor Ort. Folgendes geschah mir dabei:

Auf dem Weg zu den Absperrungen der Polizei traf ich auf parlamentarische Beobachter von den Linken und den Piraten – ebenfalls mit Westen deutlich in ihrer Funktion zu erkennen.

Die Polizei kontrollierte unsere Ausweise, um uns durchzulassen, während die am Stand der von den Gewerkschaften organisierten Gegendemonstration nicht nur die Polizei, sondern auch uns Beobachter beschimpften. Da, wie erwähnt, niemand von uns eine Hakenkreuzbinde trug, kann eine Verwechslung ausgeschlossen werden.

Einer dieser merkwürdigen Antifasymphatisanten kam mir bedrohlich nahe, spuckte in meine Richtung, bis ein Polizist ihn zurückdrängte.

So blieb es während der gesamten Veranstaltung. Normale bunte Gegendemonstranten verhielten sich auch vor den Kameras normal – wohingegen etliche dem linksextremen Spektrum zugehörige Personen erheblich aggressiv wurden und “Kamera aus!” drohten. Solche Berichte von der Straße sind kein Einzelfall – manche Polizisten sind ebenso nicht begeistert, wenn sie fotografiert werden und kontrollieren dann noch ein zweites und drittes Mal die Papiere, habe ich aber selten erlebt.

Im Bundestag hieß es dann weiter, Fernsehsender würden Journalisten nur noch auf freiwilliger Basis zur Berichterstattung über Pegida-Kundgebungen entsenden und diesen verstärkt Personenschutz zur Seite stellen, aus den Reihen der Tageszeitung “Neues Deutschland” wurden auch Vorwürfe gegen die Polizei laut.

Diese würde mitunter zu selten einschreiten, wenn Journalisten attackiert werden. Die bei Pegida-Demonstrationen eingesetzten Polizei-Beamten seien aber oftmals schon personell überfordert.

Hoffmann sprach von einem direkten Zusammenhang zwischen der Zunahme von Übergriffen auf Journalisten und dem Aufkommen der Pegida-Bewegung.

Seit Oktober 2014 sei ein massives Ansteigen von verbalen und körperlichen Angriffen zu verzeichnen. “Die Verantwortlichen der Pegida-Bewegung würden sich ganz bewusst einer “Bürgerkriegsrhetorik” bedienen, um zur Gewalt gegen Journalisten aufzurufen, sagte Stefan Raue, Chefredakteur beim MDR.

Er verwies auf ein Zitat der “Pegida-Führerin” Tatjana Festerling:

“Wenn die Mehrheit der Bürger noch klar bei Verstand wäre, dann würden sie zu Mistgabeln greifen und diese volksverratenden, volksverhetzenden Eliten aus den Parlamenten, aus den Gerichten, aus den Kirchen und aus den Pressehäusern prügeln.”

Man müsse aber trotzdem mit der gebotenen journalistischen Distanz über Pegida berichten, sagte auch der Deutsche -Welle-Journalist Jaafar Abdul Karim an. Er habe aber wiederholt die Erfahrung gemacht, dass es kaum möglich sei, mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Entweder sei er ausschließlich beschimpft worden oder die Menschen hätten das Gespräch einfach verweigert.  

Ein NEIN, das hört man in diesen Zeiten eben – egal von wem – nicht so gerne, sollte es aber vielleicht einfach auch mal respektieren.

 

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Wolfgang van de Rydt
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1 Kommentar

  1. Ja die echten, gewaltbereiten Nazis befinden sich inzwischen ganz weit links.

    („Nazi“ war ursprünglich eine Koseform des Vornamens Ignaz, der in Bayern und Österreich häufig war. Abwertend gebraucht wurde der Begriff für eine einfältige, törichte Person)

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