Ein Hauch von Weimar in Lübeck: „Saufnazis“ und Linke geraten aneinander

Der Staatsschutz ermittelt: Am Mittwoch sei es in der Beckergrube offenbar zu einer Auseinandersetzung zwischen „zwei Gruppen“ gekommen. Dabei sollen auch rechte Parolen gerufen worden sein.

Als kurz vor 18.00 Uhr sechs Funkstreifenwagen am Wehdehof eintrafen, standen sich „zwei Gruppen gegenüber“ und die Stimmung sei aggressiv gewesen, heißt es im Polizeibericht. Aus der „einen Gruppe“ sei gegenüber den Beamten geäußert worden, dass aus der „anderen Gruppierung“ rechtsgerichtete Parolen gerufen wurden. Allerdings konnten die Parolen nicht Einzelnen zugeordnet werden.

Auf der „Linksunten“ Plattform finden sich Anhaltspunkte, die zur Aufklärung beitragen. Seit Tagen würden „Saufnazis“ im Bezirk Passanten anpöbeln, „Sieg Heil“ rufen und den Hitlergruß zeigen, u.a. am 17. Mai. Die „Nazis“ seien sogar mit „Messer und Pistolen“ bewaffnet.

Ein Anwohner gab als Zeuge gegenüber der Polizei an, dass er zwei Personen gesehen habe, welche mit einem Messer und einen Baseballschläger „herumgefuchtelt“ hätten. Bei einem 20-jährigen Fahrer aus der Gruppe des linken Spektrums wurde nach Kontrollen ein Baseballschläger vorgefunden.

Die Tatverdächtigen, denen rechtsgerichtete Parolenrufe vorgeworden werden, sind im Alter von 29, 42, 37, 30 und 30 und wohnen in Lübeck. Sie sind teilweise polizeilich bekannt. Zweien wird die Tatbeteiligung am Dienstag (17.05.) im Meesenring vorgeworfen.

Die Personen der „zweiten Gruppe“ sind im Alter 22,20 und 30 und wohnen ebenfalls in Lübeck. Sie sind teilweise ebenfalls polizeilich bekannt.

Soviel Rumgedruckse um die Vorfälle ließe sich politisch inkorrekt etwas abkürzen: „Mutmaßlich“ linkes und rechtes „Pack“ schlägt sich auf den Straßen die Köpfe ein – ein Hauch von Weimar eben.

Demnächst dürfen bei Schlägereien zwischen verschiedenen Fußballfans wahrscheinlich nicht mal mehr die Namen der Clubs genannt werden, um deren Ruf nicht zu beschädigen.

 

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