„Das erste Opfer kollektiver Besessenheit ist immer der Andersdenkende“, sagt der Ex-Soldat und Buchautor Wolfgang Effenberger. Die Besessenheit im Land, allen voran Klimaaktivisten und linker Polit-Mainstream, „hat Formen angenommen, die man sich vor 10 Jahren nicht vorstellen konnte, und ich denke das ist noch steigerungsfähig“.

Ähnlich deprimiert hört sich der gesamte Befund von Effenberger in diesem Gespräch über aktuelle Politik in Deutschland, der EU und dem Westen insgesamt an.
Meinungsfreiheit ist laut Effenberger ein Wert geworden, der praktisch keine Bedeutung mehr hat: „es läuft alles auf einen Einheitsbrei hinaus“, befürchtet er, vor allem als Zuschauer von Talkshows im GEZ-Fernsehen. Auch die Universitäten sieht er auf keinem guten Weg: jeder hat nur noch Angst, die Karriere zu gefährden, anzuecken und dergleichen mehr“.
Das kommt laut Effenberger vor allem von der politischen Korrektheit und der Verengung des Meinungskorridors in unserem Land: „Die, die noch selber denken, und mit den kommentierten Nachrichten nichts anfangen können, geraten alle unter Generalverdacht, dass sie nicht mehr staatstreu sein können. Und ich habe da schlimmste Befürchtungen“.

Besonders die Aufrüstung und Expansion der NATO entgegen den Versprechen, die der Sowjetunion im Gegenzug für die deutsche Wiedervereinigung gegeben wurden, macht ihm große Sorge: „wenn ich sehe, was hier vorbereitet wird auf dem europäischen Gefechtsfeld, da wird mir wirklich übel, dieses unreflektierte Spiel mit dem Feuer macht mich sehr traurig“.
Laut Effenberger ist das Ende der von ihm skizzierten Entwicklungen „noch nicht erreicht“, denn diese seien „schwierig umkehrbar“.