Edathy und die SMS des Grauens

Schlachtfest bei den selbsternannten Sozialdemokraten

Schon verdächtig lange hat Angela Merkel keinem Kabinettsmitglied mehr ihr vollstes Vertrauen ausgesprochen. Da kommt die unappetitliche Edathy Affäre so kurz vor Weihnachten gerade recht und könnte so manchem Antragsteller auf eine satte Portion Schadenfreude einen gar fetten Weihnachtsbraten bescheren.


Möchten Sie diesen Werbeplatz buchen? Dann nehmen Sie am besten heute noch Kontakt mit uns auf

Ausgerechnet das Qualitätsmedium Stern beruft sich auf eidesstattliche Versicherungen und sonstige Dokumente, die ans Tageslicht bringen sollen, was eh niemanden überrascht: Politik ist und bleibt ein schmutziges Geschäft. So es sich nicht um Fälschungen handelt, sollen Michael Hartmann, Sigmar Gabriel und einige andere ein bißchen bei ihrer öffentlichen Darstellung geschummelt und Edathy sehr wohl auf dem Laufenden gehalten haben.

Dass Edathys Karriere vorbei ist, das ist klar. Aber wen er noch mit in den Abgrund reisst, das wird spannend! Hartmann, Oppermann oder gleich alle beide? Oder kann sich das Merkelchen über die Feiertage am saftigen Sigmar Gabriel sattfressen?

Die Union will Rache für den verlorenen Innenminister, das Bedürfnis muss befriedricht werden, doch mit Genosse Gabriel wäre die GroKo Geschichte und die eigenen Pfründe möglicherweise dahin.

So werden sich die selbsternannten Christdemokraten möglicherweise an Hartmanns Innereien berauschen – besser als nichts, auch wenn er nur politisches Fallobst ist. Und zum Nachtisch gibt es Oppermann. Denn Merkel braucht Gabriel für TTIP und Co. Ohne ihn meutert der klägliche Rest Anstand in der SPD und nimmt noch mal Anlauf um wenigstens so zu tun, als würden sie ernsthaft den Ausverkauf an die Märkte stoppen wollen.

Kein Wort in der momentanen Berichterstattung über Edathys Rolle im Innenauschuss, bevor die Vorwürfe gegen ihn bekannt wurden. Geheime Akten zur NSU hat er zuhause gebunkert, so wurde Anfang des Jahres berichtet. Was drin steht, welche Schlüsse er wohl daraus gezogen hat, welche Akten er möglicherweise noch ganz woanders versteckt hält, darüber kann man nur spekulieren.

Und auch darüber kann man spekulieren, wem wohl als Erstem aufgefallen ist, dass Edathy die ein oder andere Akte ganz besonders gründlich durchgearbeitet hat? In seiner Verzweiflung hat der große Unbekannte dann die Akte Edathy ebenso gründlich in Augenschein genommen – reine Spekuation – und die nützlichen Infos gefunden, die ihn zu Fall brachten. Dabei wollte er ihn vielleicht gar nicht zu Fall bringen, nur zum Schweigen.

Das ging jedoch gründlich schief – zu viele Köche verderben eben den Brei. Ob sie Edathy noch einmal davon kommen lassen, vergleichsweise milde bestraft nur, mit der Chance auf ein zweites Leben, weil er sonst noch mehr Dokumente des Grauens hervor holt? Er hat sicher noch etwas Sprengstoff in der Hand, um abzulenken von sich, denn alle um ihn herum haben sich ebenso schmutzig gemacht. Das macht ihn nicht besser, lässt es aber so aussehen.

Vollstes Vertrauen bis zum letzten Augenblick und das letzte Wort hat wie immer die Kanzlerin, die selbstverständlich von alledem gar nichts gewusst hat, so hoch oben auf dem Kanzlerinnenstuhl. Ohne einen einzigen Zuträger, wie sie all die anderen um sie herum haben, um sich im Gerangel der Macht behaupten zu können – nein, das geht nun wirklich zu weit.

Wir wissen nur, wer es wissen könnte, aber der arbeitet ganz sicher nicht beim Stern und lebt nicht hinterm Mond, sondern jenseits des großen Teichs….


Bildquelle:
edathy photo

 

 

 

 

Photo by blu-news.org



für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen

Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 5758 Artikel
Frisch aus der Redaktion

1 Kommentar

Kommentare sind deaktiviert.