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Potsdam. Mit etwa 400 Polizeibeamten aus Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wurden gestern 29 Objekte im Land Brandenburg, zwei in Berlin, eines in Mecklenburg-Vorpommern und eines im Freistaat Sachsen durchsucht. Damit gingen Polizei und Staatsanwaltschaft dem Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung im Cottbuser Raum nach.

Karl-Heinz Schröter, Minister des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg

„Der Zusammenschluss von Personen zu einer kriminellen Vereinigung ist ein sehr schwerwiegender Verdacht. Im Fokus der Ermittlungen steht ein Milieu aus Hooligans, Kampfsportlern und Rechtsextremisten, das vielfältige Überschneidungen aufweist. Die Sicherheitsbehörden haben dieses Milieu mit Schwerpunkt in Südbrandenburg in den letzten Jahren niemals aus dem Blick gelassen. Die gestrigen umfassenden Durchsuchungen sind das Ergebnis intensiv geführter Ermittlungen. Es geht dabei um zahlreiche Vorwürfe, auch um die Bedrohung von Journalisten. Das alles ist keinesfalls hinzunehmen. Der Rechtsstaat weiß sehr wohl mit solchen Herausforderungen umzugehen und hat mit den gestrigen Maßnahmen ein sehr deutliches und zugleich notwendiges Zeichen gesetzt. Die Auswertung der Ergebnisse wird uns neuen Aufschluss geben über die Strukturen des Netzwerkes, das sich in der Lausitz in bedenklicher Weise herausgebildet hat.“

Seit Anfang letzten Jahres ermitteln Kriminalisten der Abteilung Staatsschutz des Landeskriminalamtes und der Polizeidirektion Süd in der Hooligan-, Kampfsport- und rechtsextremistischen Szene aus dem Raum Cottbus gegen 20 Beschuldigte.

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen sind etwa 50 Straftaten bekannt geworden, darunter Körperverletzungen, Verstöße gegen das Waffengesetz, Sachbeschädigungen sowie Verstöße gem. § 86 a StGB.

Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke

„Wer meint, sich einer solchen Vereinigung und deren Handeln anschließen zu müssen, rückt in den Fokus von Polizei und Staatsanwaltschaft. All die Taten dieser Gruppierung werden wir genauestens ausermitteln und die jeweiligen Verantwortlichen, und seien es auch nur Mitläufer dieser kriminellen Vereinigung, zur Verantwortung ziehen.“

Nach derzeitigem Ermittlungsstand sind die Beschuldigten Deutsche im Alter zwischen 22 und 45 Jahren aus dem Raum Cottbus und Landkreis Spree/Neiße. Weiterhin ist bekannt, dass es sich bei einigen Mitgliedern dieser Gruppierung unter anderem um Angehörige des ehemaligen „Inferno Cottbus 99“ handelt.

Im Rahmen der Durchsuchung von 33 Wohnungen, Büro- und Gewerberäumen, konnte umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden. Unter anderem wurden verschiedene Hieb- und Stichwaffen (z. B. Messer, Macheten, Schlagringe, Teleskopschlagstöcke, Baseballschläger), Elektroschocker, CDs und DVDs, Sturmhauben und Pyrotechnik, bedruckte Bekleidungsgenstände, elektronische Geräte und Speichermedien, Farbsprühdosen und Schablonen sowie Bargeld beschlagnahmt.

Die gestrigen Einsatzmaßnahmen erfolgten auf der Grundlage von Durchsuchungsbeschlüssen des Amtsgerichts Cottbus und wurden durch Kriminalisten der Abteilung Staatsschutz des LKA sowie der Polizeidirektion Süd geführt. Unterstützt wurden die Maßnahmen durch die Bereitschaftspolizei, als auch das MEK (Mobiles Einsatzkommando) und SEK (Spezialeinsatzkommando) aus Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt.

1 KOMMENTAR

  1. 50 Straftaten? Wau ,so viele? Das schafft die Antifa an einem Nachmittag und MERKELS FACHKRÄFTE innerhalb einer halben Stunde! Die sollten erstmal die KRIMINELLE Antifa und MERKELS FACHKRÄFTE beseitigen!

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