Durchsuchung in #Chemnitz: DNA-Analyse belastet Tatverdächtigen zum Anschlag auf jüdisches Restaurant Shalom

    In dem Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Dresden wegen des Verdachts des Landfriedenbruchs und der gefährlichen Körperverletzung im Zusammenhang mit dem Angriff auf das Restaurant “Schalom” am 27.08.2018 in Chemnitz durchsuchten Polizeibeamte der Soko REX* des Landeskriminalamtes Sachsen, der Polizeidirektion Chemnitz sowie der örtlichen Polizei in einem gemeinsamen Einsatz am 11.12.2019 die Wohnung eines 28 jährigen Tatverdächtigen im Bereich der Polizeiinspektion Stade. Der Beschuldigte wurde bei der Durchsuchung nicht angetroffen.

    Der Beschuldigte steht im Verdacht, am 27.08.2018 gemeinsam mit weiteren, derzeit noch unbekannten Tatverdächtigen das jüdische Restaurant „Schalom” in Chemnitz angegriffen und den Inhaber mit einem Steinwurf verletzt zu haben. Er geriet in den Verdacht aufgrund des Ergebnisses einer DNA-Analyse von Spuren an den Tatmitteln, die am Tatort gesichert worden sind.

    Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden neben Mobiltelefonen und einem Tablet-Computer auch Sturmhauben sichergestellt. Die Asservate müssen nun ausgewertet werden. Die Ermittlungen dauern an.

    Die Tat steht im Zusammenhang mit den Ausschreitungen nach dem gewaltsamen Tod des Daniel H. in den frühen Morgenstunden des 26.08.2018 in Chemnitz. Hierbei waren innerhalb kürzester Zeit über soziale Medien bundesweit Personen aus dem rechtsextremen Spektrum mobilisiert worden.

    Im unmittelbaren zeitlichen und örtlichen Zusammenhang mit dem Demonstrationsgeschehen am 26. und 27.08.2019 wurden 78 Beschuldigte ermittelt. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat bislang gegen 19 Beschuldigte Anklage erhoben bzw. Strafbefehle beantragt. Die Beschuldigten wurden zu Geldstrafen, in 4 Fällen aber auch zu Freiheitsstrafen verurteilt.

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