Dr. Markus Krall „Der Weg aus der Knechtschaft“

Dr. Markus Krall referierte als Gast des Hayek Club Hannover am 22. Oktober 2019 über sein geplantes Buchprojekt (Die bürgerliche Revolution) und wählte den Arbeitstitel ‚Der Weg aus der Knechtschaft‘ in Anlehnung an ein Werk Friedrich August von Hayeks.

Seine Bestandsaufnahme über den besorgniserregenden Zustand Deutschlands und Europas läßt nicht viel Spielraum für positive Zukunftsaspekte.

Markus Krall schlug in seinem Referat einen Bogen vom vor dem Kollaps stehenden Bankensystem, über eine überbordende Bürokratie mit ausuferndem Regulierungswahn in allen Lebensbereichen, zu der verheerenden Energiewende und zum Ökosozialismus, der Demontage der Automobilindustrie und dem reformbedürftigen Gesundheits- und Rentensystem.

Der vorherrschenden Programmatik des Kuturmarxismus mit der Zerstörung der Säulen der liberalen Demokratie wie Ehe und Familie, Eigentum, Rechte des Individuums, Religion und Kunst, Kultur und Musik muß die bürgerliche Revolution die Prinzipien der Freiheit entgegensetzen, verbunden mit konkreten Maßnahmen nach dem zu erwartenden wirtschaftlichen Kollaps und dem Niedergang der Parteiendemokratie.

Stichworte wie Deregulierung, Verringerung der Staatsquote, Privatisierung aller Nichtkernaufgaben des Staates, Reform des Steuersystems, sowie des Gesundheits- und Rentensystems, Rückkehr zur Vertragsfreiheit in allen Bereichen und Rückgewinnung des Gewaltmonopols in die Hände des Staates, markieren die neue Ordnung der Freiheit.

Markus Krall sieht in der kommenden schweren Wirtschafts- und Gesellschaftskrise aber nicht nur einen Umbruch , sondern auch eine Chance für eine grundlegende Reinigung und den Neuaufbau im Sinne einer freiheitlichen, liberalen Ordnung.

4 KOMMENTARE

  1. ÜBERBORDENDE „wirtschaftliche Freiheit“ und „Deregulierung“ als Königsweg aus der Knechtschaft ?

    Oder ist das der direkte Weg von der – sozialistischen – Knechtschaft, in eine unbeschränkte Knechtschaft unter der Knute der Reichen & Mächtigen, Globalisten und Turbokapitalisten , also quasi vom Regen in die TRAUFE ??

    Von WESSEN (??) „Freiheit“ spricht Krall ?

  2. Wer alles neu machen will, von unten aufbauen, der ist nicht ganz dicht. In jeder Entwicklung gibt es immer ein Vorher und Daimler hat den Otto-Motor auch nicht in einen Maybach eingebaut, sondern in eine Kutsche, die eigens dafür umgebaut hatte. Und so verhält es sich auch mit Staat und Volk.
    Unsere Verfassung ist die vom 11.08.1919, an der haben wir uns auszurichten, damit man dann Änderungen vornehmen kann, die der ganzen Volksgemeinschaft dienlich sind.

  3. @Zefix & Sakra & dokmed

    Libertäre brauchen für ihre „Freiheit“ immer einen funktionieren „Wirt“. Sie nisten sich generell in vorhandene Strukturen ein, dieses „Fremdeigentum“ nutzen sie gut und gerne, um ihren persönlichen Lieblingswein zu predigen.
    Aus dem NICHTS heraus ist libertäres Leben nicht möglich (wie auch?). Sie würden mit ihrem persönlichen Eigentum auch nicht die kleinste (vergemeinschaftete) Infrastruktur auf die Reihe kriegen (schon aus Angst vor Übervorteilung durch einen anderen Libertären) und am Ende höchstwahrscheinlich verhungern, oder, noch wahrscheinlicher, auf Erz-Kommunismus umschulen.

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