Neulich stieß ich auf ein kleines Twittergefecht. Die Aussage provozierte fast nur ablehnende Antworten. Nicht jedoch bei mir, wie ich wohl nicht weiter betonen muss.

Erst diese Woche hatten wir wieder einen Miniblackout von ca. 45 min. Der längste Stromausfall währte im letzten Jahr ungefähr einen ganzen Tag, beim Internet sogar mehrere Tage. So weit raus auf dem Land (39 km bis Wiesbaden – 29 km bis Koblenz) wohnen wir nicht, aber das ist hier keine Seltenheit. Ob es einen Zusammenhang mit der Windradarmada in der Region gibt, weiß ich nicht. Kein Mensch will die Dinger haben, in jedem zweiten Ort sieht man Plakate von Bürgerinitiativen gegen Großwindanlagen, gebaut werden sie trotzdem. Ein paar Kilometer von hier befindet sich das Geburtshaus von Nicolaus August Otto. Sinnbildlich für den Niedergang der Gesellschaft fristet ein überwuchertes Ehrenmal des Erfinders sein trauriges Dasein innerhalb eines Kreisverkehrs im Schatten eines Megawindrads, das die meiste Zeit still steht.

Eine Woche ohne Strom würde aber wohl auch hier die Menschen auf den Boden der Realität zurück holen. Heizung? Warmwasser? Selbst Tanken wäre nicht möglich. Eine Katastrophe, da man hier ohne Auto den Arsch nicht weg bekommt. Einkaufen mit Bargeld ginge wohl nur beim Bäcker oder direkt beim Bauern. Im Winter würden auch noch die Wasserleitungen zufrieren, wenn es nicht sowieso schon abgestellt wäre. Keine Ahnung, wie das ausgehen würde, vor allem wenn niemand weiß, wie lange der Zustand andauert. Was aber, wenn plötzlich alles wieder funktioniert? Würden die Menschen eine Lehre daraus ziehen?

14 KOMMENTARE

  1. Eine offensichtlich aufgewachte Dame. Ich hoffe, sie weiß nicht, wie nah wir dem von ihr beschriebenen Horror-Armageddon bereits sind.

    Namhafte Experten, die WIRKLICH etwas von der Materie verstehen, vertreten längst nicht „nur“ die Meinung, sondern vielmehr die feste und faktenbasierte Überzeugung, dass der totale Blackout längst keine Frage des „Ob“, sondern nur noch eine Frage des WANN ist !
    Noch vor 15 J. musste man gerade mal 3-4 mal pro Jahr intervenierend eingreifen, um das Stromnetz stabil zu halten, Heute sind es mehrere hundert Male p.a.

    Sollte ein wochenlanger Blackout eintreten, wird es Millionen Tote und bürgerkriegsähnliche Zustände geben. Der bekannte
    Dr. Markus Krall hat es sinngemäß einmal so formuliert: Zivilisation und Anarchie/Barbarei sind ganze 2 Mahlzeiten voneinander entfernt.

    A propos: Die Toilettenspülung würde auch nicht funktionieren, ebensowenig die Dusche.

    Ob die Menschen jedoch aus solch einer Jahrhundertkatastrophe etwas lernen werden, ist und bleibt fraglich.

  2. Ihr Werbebanner: helfen sie uns “ eine Humane Katastrophe zu verhindern“ ist hier deplatziert. Oder ist ihnen noch nicht aufgefallen das BLM gegen Weiße demonstriert. BLM kann doch nicht rassistisch und das sogar mit Mord, gegen Weiße Retter vorgehen und dann bei denen auch noch um Hilfe betteln. Es wäre schön diese Pro BLM Werbung einzustellen.

  3. Beim Bäcker gibt es dann leider auch nichts, es sei denn der büke mit Holzbackofen und hätte genug Mehl,… gehortet, (Kalt)Wasser wäre auch sofort weg, ohne E-Pumpen fließt es nicht die Rinne ruff, auch zum Bauern nicht. Nahrungsmittel können nicht ausreichend nachproduziert werden, Supermärkte sind schnell leergeräumt. Spätestens ab Tag 3 sind die Plünderer unterwegs, nach einer Woche wäre hier The Walking Dead… zzgl. vollgekackter Vorgärten.

    Deshalb DAFÜR! (ich kann ja nicht gegen alles sein) Ohne Bewegung keine Veränderung.

    Wohl dem, der sich für solche Zeiten einen Marmeladenvorrat angelegt hat, den er dann gewinnbringend bei Dümmeren gegen alles mögliche eintauschen kann (100 Gläser Wasser z.B.)

    PS
    Der Minigarten auf dem Balkon wäre auch recht schnell verdurstet, wenn’s gerade mal nicht regnet.

    • Gell, das ist ja so unglaublich witzig und lächerlich, wenn jemand seinen Balkon begrünt, und dann auch noch mit essbaren Pflanzen. Da kann mann einfach nur noch seinem Hobby frönen und spotten.
      Und wenn das dann auch noch eine Frau ist, mit kleingeschriebenem F, dann sowieso.
      Und jetzt stelle man sich mal vor, die hätte dort immer ein paar Vorratsbehälter mit Wasser rum stehen. Zum Beispiel befüllte Gießkannen oder alte voluminöse Bodenvasen. – Da bekommt mann seine guten Dosen vor lachen nicht mehr auf, die mann kalt löffeln kann, und womöglich findet er vor lauter Amüsement den Weg zum nächsten Vorgarten nicht mehr, in den er koten geht, seit dem die Toilettenspülung nicht mehr funktioniert, bevor er sich zum nächsten Fluss begibt, um sich dort zu waschen, sofern er das nicht zu Hause mit abgestandenen Bierresten macht.

  4. Was das Tanken betrifft, wird verschiedentlich empfohlen spätestens dann zu tanken, wenn der Tank halb leer ist. So hat man immer mindestens noch eine halbe Tankfüllung zur Verfügung.

    Aber hiob/Menstruationstasche/Durchfall/die Liebe meines Vaters/Es gibt kein Bier auf Hawaii/Nutten in Not…, hat bestimmt viel bessere Ideen.

  5. Wenn du am verdursten bist und deine Keimlinge aufgefuttert hast (vergiss deinen Wellensittich nicht!), kannst du mich ja um ein kühles Bier und eine Dose Ravioli bitten. Umsonst gibt’s aber nichts, erst mal musst du meinen Namen tanzen.

  6. Kimchi ist koreanisch (fermentierter Chinakohl). Leider nicht scharf genug für echte Männer, aber trotzdem lecker.

  7. Wer gerne glyphosathaltiges Bier zu seinen kalt gelöffelten Dosenraviolis trinkt, kann sich im Notfall ja bei hihiHiob/Durchfall/Menstruationstasse etc. anstellen und ihm seine vielen, vielen Namen vortanzen.
    Ich werde derweil meinen Herd anfeuern und aus meinen Vorräten was kochen. Nebenbei heizt das meine Wohnung auch noch auf, aber eine Decke hält bestimmt auch warm, wenn man seine guten Dosen kalt löffelt.

  8. Erbsen, Bohnen, Linsen

    Stell mir gerade bildlich vor, wie sie nach dem GAU vom Bioladen wartet oder der Verhungernde nach Laktosefrei verlangt.



  9. Achja Flackerbirne, wo kommen auf einmal deine Vorratsbehälter mit Wasser her, auch noch in ausreichender Menge für’s Kleingewächshaus? Du hattest doch nur Marmeladengläser mit bereits abgekochtem Wasser vorrätig und 5 Doppelzentner Biosaat.

    Einen Herd wolltest du dir anheizen und dir lecker Korn kochen im warmen Stübchen. Warum dann schon vorher Marmeladenglaswasser einwecken?

    Ich mach mich auch nicht über Balkoniatomaten lustig (warum sollte ich auch), sondern ich mach mir ernsthaft Sorgen um dich und Attila. Nicht, dass ihr noch mit den grauen Wölfen um die letzte Bio-Fliege kämpfen müsst. 😦

    • Ja, hiob, mit den andauernd, zu Provokationszwecken, wechselnden Namen, ich habe und weiß noch mehr, worüber ich hier bisher nichts erzählt habe.
      Meine Wohnung hat eben keine Zentralheizung und ohne irgend etwas ist es mir im Winter zu kalt. Zuerst hatte ich so einen billigen „Werkstattofen“ aus dem Bauhaus. Aber die taugen nicht viel und die Bezeichnung ist ein Witz.
      Den Herd habe ich zum heizen, und da er eine Kochfläche und einen Backraum hat, spricht nichts dagegen beides auch gleichzeitig zu benutzen.
      Die PKW-fahrenden, Handy-auf-dem-neuesten-Stand-besitzenden, mit Weichspüler getränkten, Plastikkleidung-tragenden, Fluorzahnpaste-benutzenden, Strom aus der Steckdose beziehenden Klimaretter/Pseudoumweltschützer zeigen sich irritiert, beleidigt und/oder schockiert, wenn sie erfahren, daß ich einen alten aber nicht überalterten Kohleherd in der Wohnung habe und wollen dann auch meistens nichts mehr mit mir zu tun haben, was mich aber nicht stört.

  10. Arme Menschen sind nicht schlechter oder weniger wert als extrem Wohlhabende. Allerdings sind sie als Ratgeber eher ungeeignet.

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