Die Zerstörung aller Zerstörungsvideos

Nein, mit „Rezo“ hat der inflationäre Gebrauch des Begriffes „Zerstörung“ in Titeln von Youtubevideos nicht angefangen, aber die Gegenbewegung erreicht, die sich nun auf dieses sagenhaft hohe Niveau herablässt, um zurückzuschlagen. Ein paar Beispiele folgen am Ende dieses Beitrags. Es gibt sicher noch mehr davon. Über die Inhalte kann ich nichts sagen, denn „Zerstörungsvideos“ schaue ich mir genauso wenig an, wie ich „patriotischen Rap oder Hip Hop“ höre, was mehr als ein Widerspruch in sich ist, sondern ein lupenreines Oxymoron darstellt.

Der typische Youtube-Slang (ja, ich habe „Slang“ gesagt, äh geschrieben), mit „Yo, ey“, „Peace, Leute“ und „Bro“ ist wohl eher eine Art „Kultur“imperialismus direkt aus der Bronx,  wo die Sprache der „weißen privilegierten Oberschicht“ in voller Absicht vereinfacht, entstellt und die Bedeutung einzelner Vokabeln umgekehrt wird. Sprachwissenschaftler nennen so etwas „Kreolsprache“. Darunter fällt auch die von Migranten in Deutschland „entwickelte“ Kanak-Sprak, die von mehreren Comedians populär gemacht wurde und dadurch teilweise ihr negatives Image wandeln konnte. „Cool“ ist es aber noch lange nicht, auch nicht, wenn schon länger hier Lebende diese „Sprache“ ganz selbstverständlich benutzen und sich total hip dabei fühlen. Es ist und bleibt die Sprache der „sozialen Brennpunkte“ (guckstu hier). Ist das wirklich die richtige Zielgruppe?

1 KOMMENTAR

  1. Ja ich finde diese ganzen Zerstörer Videos auch zum kotzen im Endeffekt ist physisch nichts zerstört aber psychisch und zwar der Geist des Zusehenden oder Zuhörers

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