Die Wahrheit über unser Essen – Webcam filmt tote Ferkel in Schweinezucht

Werner Schwarz, Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, agiert nicht nur als ein führender Lobbyvertreter der tierhaltenden Landwirtschaft sondern betreibt in Rethwisch auch selber einen Betrieb mit Schweinen. In seinem Stall hat er im Abferkelbereich eine Webcam installiert, die alle 20 Sekunden ein Live-Bild ins Internet streamt – diese filmte letzte Woche auch tote Ferkel im Buchtengang, teilt der Verein Tierretter e.V. mit.

Die tierhaltende Landwirtschaft habe es nicht leicht, heißt es weiter – speziell Betriebe, die sich auf Schweinemast und Schweinezucht spezialisiert haben. Innerhalb von einem Monat veröffentlichen gleich drei verschiedene Tierrechtsvereine Bildmaterial aus Betrieben.

728 x 90 (Super Banner) Goldbarren & -münzen günst

http://www.bauernverbandsh.de/die-webcams/webcam.html

Um aus der Verteidigungsstellung nach solchen Veröffentlichungen herauszukommen, gibt es immer mehr Bestrebungen, selbst Transparenz zu zeigen und die Stalltüren zu öffnen. Deshalb installierte Schwarz bereits 2013 in seinem Schweinestall die Webcam. Schon damals waren die Reaktionen gespalten, die Bilder bewegten sich zwischen tatsächlicher Transparenz und beschönigenden Aussagen, sagen die Tierretter.

So würde gezeigt, dass Muttersauen während der Geburt und in der Zeit danach so fixiert werden, dass sie sich nicht einmal umdrehen können. Dieser “Ferkelschutzkorb” soll verhindern, dass die Mutter ihre Kinder erdrückt, wenn sie sich hinlegt – Standard in der Schweinezucht. Dass allgemein größere Buchten dieses Problem ebenfalls minimieren würden, ohne dass Schweine derart fixiert werden müssen, würde weniger offen kommuniziert. Auch tote Ferkel gehören in der Zucht zum Standard, sie werden tot geboren oder kommen schwach zur Welt und sterben kurz nach der Geburt.

Werner Schwarz äußerte sich damals dazu, dass auch gezeigt werden soll, wenn mal ein Ferkel tot ist. Und genau das ereignete sich am 21.10.2016. Mindestens zwei tote Ferkel liegen deutlich sichtbar im Buchtengang für mindestens zwei Stunden. “Wahrscheinlich, war das schön öfter auf der Webcam zu sehen, dies ist nur der erste Fall, dass ein Tierrechtsverein darauf aufmerksam geworden ist”, erklärt Christian Adam von dem Verein tierretter.de e.V. die Bilder: “Tote und sterbende Ferkel gibt es in jedem Schweinezuchtbetrieb. Ob konventionell oder bio, das macht keinen Unterschied”.

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 6100 Artikel
Frisch aus der Redaktion