Die unvermeidliche Konfrontation – der Eurocrash kommt näher!

Die Stunde Null wird immer wahrscheinlicher

Die Entkopplung des Schweizer Franken vom Euro war ein logischer Schritt der Schweizer Zentralbank. Auch wenn dies für die Öffentlichkeit, und Teile der Finanzwelt angeblich auch, völlig überraschend kam, ist diese Rückkehr zur Vernunft ein ernstes Signal, das längst fällig war.

Die Notbremse vor der in Kürze zu erwartenden Geldschwemme der EZB rettet die Schweizer Wirtschaft vor deren Folgen. Das Risiko ist kalkulierbar, Einbußen drohen jedoch im Tourismus und im Export, da die Preise für die Kunden aus der Eurozone steigen. 

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Aber auch die Schweiz gerät ins Trudeln, wenn die Eurozone schwankt. Und die Zeichen dafür werden immer deutlicher.

Neben Griechenland wird auch in Spanien heftig über einen Ausstieg aus dem Euro gestritten, das Signal aus der Schweiz wird das Lager der Eurogegner stärken, denn die Abkopplung des Schweizer Franken wird als Misstrauensvotum gegen den Euro verstanden.

Selbst wenn es gelingt die Griechen im Euro zu halten, ist das Vertrauen an den Märkten in die EZB dahin. Und je mehr der Euro trudelt, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich bei politischen Wahlen die Befürworter eines Ausstiegs durchsetzen. Die Parlamentswahlen in Spanien stehen für den diesjährigen Herbst an, in Italien kann das von Beppe Grillo angestrebte Referendum zum Euro Austritt im Dezember eventuell den Schlussakt für die Gemeinschaftswährung bedeuten. 

Die Regierungen  der EU Staaten werden immer größere Schwierigkeiten haben, ihren Bürgern die Einschnitte für den Erhalt des Euros plausibel zu machen.  

Die Demonstrationen der PEGIDA in Dresden sind auch vor diesem Hintergrund zu sehen. Bei vielen Teilnehmern steht gar nicht nur die Kritik einer drohenden Islamisierung an erster Stelle, sondern die Wut über das Versagen der Politik. Die Vergessenen wollen endlich gehört werden. 

Mit diesem Tabubruch, der Kritik an der Einwanderungspolitik, haben die Initiatoren die volle Aufmerksamkeit der Medienwelt und der Politik erreicht, aber auch viele Menschen mobilisieren können. 

Wie das Scheitern von Multikulti und Euro zusammen hängen

Ist Multikulti überhaupt gescheitert? Die Frage lässt sich nicht von Experten oder anhand von Statistiken beantworten. Wer sich mit der pluralistischen Gesellschaft nicht anfreunden kann, der wird immer Gründe für ein Scheitern finden. Bei den Befürwortern ist das Gegenteil der Fall.

Schon seit Jahren wird die Debatte über den Islam und eine damit zusammenhängende verfehlte Integrationspolitik angeblich integrationsunwilliger Migranten emotional aufgeheizt geführt. Der prominenteste Eröffner der Debatte war sicher Tilo Sarrazin, aber auch schon lange vor ihm haben Politiker mit dem Thema Wahlkampf geführt, wie zum Beispiel ein Roland Koch in Hessen. 

Nach Sarrazin legte ein weiterer SPD Mann, Heinz Buschkowsky, etwas sachlicher nach und zog erneut großen Unmut auf sich. Stürme der Entrüstung jedoch löste Deutschland von Sinnen von Akif Pirincci aus. 

Dass die Autoren mit ihren Werken aber die Bestsellerlisten gestürmt haben spricht für sich. Es muss ein großes Interesse an dem Thema geben. Dies spricht auch gegen die These der „Politikverdrossenheit“ der Bürger, die in den vergangenen Jahren immer wieder wiederholt wurde, gerne während des Wahlkampfes, um verlorene Wählerklientel zu mobilisieren.

All das spricht ganz im Gegenteil eher für eine stetig zunehmende Politisierung der Bürger. 

Mit der ebenfalls stetigen Zunahme wirtschaftlicher Belastungen, Einschnitten bei der Rente und immer größeren Löchern in den Kassen der privaten Haushalte, steigt der Unmut vieler Bürger.

Multikulti, ein friedliches Miteinander und Nebeneinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, die zusammen die Gesellschaft bilden, funktioniert solange, wie es genug Wohlstand zu verteilen gibt und jede Gruppe halbwegs mit dem zufrieden ist, was sie vom Bruttosozialprodukt abbekommt.

Aber weder die Einwanderer und ihre Nachkommen wollen sich mit Billiglohnjobs, steigenden Wohn- und Lebenshaltungskosten und schlechten Aufstiegschancen abfinden, noch die Eingeborenen.

Auf allen Seiten steigen jedoch die Sorgen und Nöte und gäbe es dafür einen zuverlässigen Gradmesser, würde dieser in dem Maße steigen oder fallen, wie der Eurokurs. 

Revolution, Krieg oder Bürgerkrieg?

Eine Wende wie 1989? Sie wird immer wieder beschworen, als lobenswertes Beispiel für Zivilcourage und das von allen Seiten. Damals gab es ein kollektives Ziel: Die Freiheit!

Die Mauer stand als zu überwindendes Symbol dagegen, ebenso wie das Politbüro, das das Land auch wirtschaftlich in den Abgrund geführt hatte. Die DDR war pleite! 

Gerade im Osten der Republik sind nicht wenige in diesen Tagen ein zweites Mal auf der Straße. Denn die neue Freiheit musste sich sehr schnell den Märkten anpassen. Und nicht nur Deutschland, sondern die ganze Eurozone steht vor der Pleite. 

Welche Alternativen gibt es? 

Raus aus EU und NATO und Partnerschaft mit Russland! Falls die NATO in einen Krieg mit Russland schlittert, wird das eine immer ernster zu nehmende Variante für einen angestrebten Regimewechsel durch Bürgerinitiativen. Die Zustimmung für Putin und die Ablehnung des Kriegskurses der USA/EU gegen Russland ist in allen Lagern, links wie rechts, sehr hoch. Hier würden sich die Migranten mit muslimischen Hintergrund wiederfinden können und diesen Kurs einer sich formierenden Bürgerbewegung unterstützen.  

Spaltung und Bürgerkrieg drohen, wenn sich die Gräben gar nicht mehr überwinden lassen. Auslöser für Unruhen und allmählich oder plötzlich einsetzende Eskalationen könnte ein islamistischer Anschlag in Deutschland sein, der zu Ausschreitungen gegen muslimische Einwanderer führt. Das linke Lager würde sich an die Seite der Regierung und Migranten, wie auch aktuell zu beobachten, gegen ein bürgerlich-rechtes Bündnis stellen. Ob die Exekutive aber gegen große Teile der Bevölkerung in Stellung gebracht werden kann, ist fraglich.

Dafür gibt es schon jetzt die Eurogendfor, allerdings ist ihr Einsatz in einem bröckelndem Europa, je mehr Brandherde es gibt, unwahrscheinlich. Was ist mit den US-Stützpunkten? Würden die Truppen einen Einsatz der Bundeswehr im Innern unterstützen oder sich neutral verhalten?

Eine zu aggressive Intervention der USA würde die gespaltenen Lager wieder näher zusammenbringen. Auch bei diesem Szenario könnte am Ende das westliche Bündnis zerfallen und eine Partnerschaft mit Russland wahrscheinlicher werden lassen.

Der Westen gegen die Islamische Welt?

Die Vision, dass es demnächst eine Art Eisernen Vorhang wie damals zwischen Nato und Warschauer Pakt gibt und dadurch ein Gleichgewicht der Mächte angestrebt wird, wird immer wieder gerne hervorgeholt, ist aber nicht sehr wahrscheinlich, sondern eher kindisch. Es gibt diese Islamische Welt nicht, und keine dominierende Macht in dieser imaginierten Welt, wie sie die USA für den Westen darstellt.

Die Islamische Welt ist zutiefst gespalten und die meisten Muslime leben nicht, wie die westliche Berichterstattung suggeriert, in den arabischen Ländern, sondern in Indonesien, Pakistan und Indien.

Der islamistische Terror aus den arabischen Staaten ist auch eine Folge kriegerischer Aggression des Westens. Die Fatwa von 1989 (Todesdrohung) gegen den Schriftsteller Salman Rushdie kam aus dem Terror Regime des Irans. Hier lagen nicht nur religiöse, sondern auch politische Motive zugrunde. Die Mitgliedstaaten der Islamischen Konferenz widersprachen der Fatwa, die vom Iran jedoch aufrecht erhalten wird. Das aktuelle Kopfgeld beträgt 3,3 Millionen Dollar.

Die Länder in denen der islamistische Terror tobt, wie Algerien, sind zudem selbst gespalten, zwischen fanatischen Anhängern des IS und mehr oder weniger säkularisierten Muslimen. Bei einer Zunahme der Ablehnung von Muslimen durch die einheimische Bevölkerung in den westlichen Ländern, sind Auseinandersetzungen zu befürchten, wie etwa bei den Straßenschlachten in Frankreich.

Eine Radikalisierung auf beiden Seiten würde das Bürgerkriegsszenario wieder näher bringen.

Wie zerrissen die Gesellschaft tatsächlich ist, wird sich zeigen, wenn die wirtschaftlichen Einschnitte auf allen Seite noch schmerzhafter werden und nicht mehr nur als düstere, vage Zukunftsängste in den Köpfen herumspuken.

Alternatives Wirtschaftssystem

Die Folge unseres Wirtschaftssystems, aus dem es weltweit gar keinen wirklichen Ausstieg geben kann, da alle Gesellschaften auf dem globalen Markt operieren, sind fortgesetzte Kriege immer irgendwo auf der Welt. Demnächst vielleicht auch hier…


 

euro photo 

 

 

 

Bildquelle: Pixabay

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6 Kommentare

  1. „Multikulti, ein friedliches Miteinander und Nebeneinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, die zusammen die Gesellschaft bilden, funktioniert solange, wie es genug Wohlstand zu verteilen gibt und jede Gruppe halbwegs mit dem zufrieden ist, was sie vom Bruttosozialprodukt abbekommt. “

    Genau das ist der Punkt ob Multi Kulti funktioniert oder nicht.

  2. Deutschland ist zwar Mitglied von Eurogendfor – über die NATO -, hat selbst aber keine Polizei- oder Militäreinheiten unterstellt. Wollen wir hoffen, dass die Bundesregierung nicht dermaßen hirnamputiert ist, bei Unruhen im Inland ausländische Einheiten einsetzen zu wollen. Denn dann wäre eine Riesen-Explosion unvermeidlich.
    Abgesehen davon hat diese Eurogendfor-Truppe nur 800 Aktive und 2.300 Reservisten – damit dürfte im Ernstfall, also bei großflächigen Unruhen, nicht viel zu erreichen sein.
    Die Bundeswehr im Inneren einzusetzen, verbietet das Grundgesetz, was die Bundesregierung im „Ernstfall“ mit Sicherheit ignorieren dürfte. Die Frage wäre dann allerdings, ob die Bundesweh dabei mitmachte – vielleicht gibt es dort ja mehr Leute mit Rückgrat, als bei diesen Politclowns in Berlin …

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