Die Jagd auf Robert Habeck ist eröffnet: Wer ist der Mann, der erster grüner Kanzler werden will?

Foto via Flickr / Heinrich-Böll-Stiftung / (CC BY-SA 2.0)

Für die Grünen ist der neue Mann an der Spitze ein Glücksfall. Typ Schwiegermuttertraum mit einem Bilderbuchlebenslauf, das Ganze gekrönt mit einem Doktortitel in Philosophie. Ein Ibiza-Video gibt es offenbar nicht. Doch beginnen wir mal mit der Wikipedia-Recherche und der Versionsgeschichte zu seinem Eintrag. Wie viele Bearbeitungen gibt es, wer hat sie getätigt und welche Passagen wurden entfernt?

Habeck heiratete 1996 die Schriftstellerin Andrea Paluch. Nach einem Sohn folgte im Jahr 1999 die Geburt von Zwillingen, und die Familie zog nach Lüneburg und 2001 nach Flensburg. 2002 wurde dort ihr vierter Sohn geboren. Habeck spricht fließend Dänisch.

Bekannt ist folgender Ausspruch von ihm: „Es gibt kein Volk und deswegen auch kein Verrat am Volk, sondern das ist ein böser Satz, um Menschen auszugrenzen und stigmatisieren.“

Er hat auch andere nicht so feine Sachen gesagt, zum Beispiel gegen Thüringen oder Bayern, aber das reicht in einem Land, dessen Regierungschefin die Landesflagge in den Müll schmeißt, schon lange nicht mehr zu einem Skandal. Ansatzpunkte für Jäger nach den verlorenen dunklen Flecken auf der blütenreinen Weste des grünen Hoffnungträgers wären womöglich seine Bachelor und Doktorarbeit. Laut Google-Suchvorschlägen haben sich dafür noch nicht so viele interessiert.

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Vielleicht ändert sich das bald, je höher die Wahrscheinlichkeit für Neuwahlen steigt.

Zurück zu Wikipedia. Die Versionsgeschichte seines Eintrags reicht bis 2006 zurück und hat nur wenige Änderungen in den ersten Jahren zu verzeichnen. Erst 2016 häufen sich die Bearbeitungen. Am 1. Juni 18:07 Uhr versuchte ein nicht registrierter Nutzer folgende Passage hinzuzufügen:

Habeck äußerte 2010 in seinem Buch ”Patriotismus: ein linkes Plädoyer”: “Patriotismus, Vaterlandsliebe also, fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht.”

2018 behauptete er, als er nach seiner Assoziation zum Begriff “Volksverräter” befragt wurde: “Es gibt kein Volk, und es gibt deswegen auch keinen Verrat am Volk. Sondern das ist ein böser Satz, um Menschen auszugrenzen und zu stigmatisieren.” Dies wurde in der Öffentlichkeit teilweise kritisiert, unter anderem von AfD-Parteichef Jörg Meuthen. Habeck relativierte im Nachhinein, er habe “Volk” nicht als “völkerrechtliche Kategorie” gemeint, sondern nur eine “ethnische, ausschließende Kategorie”.

Schauen wir doch mal in den nächsten Tagen in den Artikel hinein um zu überprüfen, ob dieser Ergänzungvorschlag angenommen wird. Man darf gespannt bleiben.

Eine andere Ergänzung von Benutzer Janjonas mit ähnlichem Inhalt wurde von Wikipedia-Autor “Krawattenträger” abgewiesen. Sonst könnte man nun folgendes unter “Robert Habeck” lesen:

Am 6. Januar 2019 forderte Habeck, dass „wir versuchen, alles zu machen, damit Thüringen ein offenes, freies, liberales, demokratisches Land wird, ein ökologisches Land“. In Thüringen sind die Grünen an der Regierung beteiligt

Diese unfeinen Sachen hat er gesagt, sie sind mit Quellen belegt, passen aber offenbar den Hütern über Habecks Wikipedia-Artikel nicht in den Kram. Vielleicht fürchtet man, die ein oder andere Omi mit Schwiegersohnkomplex würde sich an dieser Passage stören, für den Fall, dass ihr Enkel ihr mal das Smartphone leiht und sie selber nachschauen kann, ob die Grünen von heute auch wirklich nichts mehr mit den Deutschlandhassern und Latschenträgern der ersten Generation zu tun haben.

Die Spurensuche im “Editwar” bringt jedoch keine ohnehin schon bekannten Dinge an den Tag. Wer nach dunklen Flecken sucht, muss tiefer graben oder vielleicht eine “Kunstaktion” von der Art starten, wie sie sonst von den “Aktivisten” des selbsternannten “Zentrums für politische Schönheit” zelebriert werden.

  • Trennt der erste Öko-Kanzler in spe auch wirklich seinen Müll korrekt?
  • Welche Daten würde eine umfassende Beschattung über seine CO2-Bilanz verraten?
  • Fährt er ein E-Mobil oder gar mit dem Fahrrad?
  • Wo geht die Familie einkaufen und essen auch seine Kinder gesund?

Fragen über Fragen, auf die ich keine Antwort habe. So etwas tut man einfach nicht, das machen nur die anderen mit den Höckes und Straches und wer weiß noch wem …

Und weil man so etwas nicht macht, hat auch niemand damals Habecks Parteikollegen Rezzo Schlauch eine Ladung Plastikmüll in den Garten gekippt, nachdem dieser öffentlich bekundet hatte, dass er seinen Müll nicht trennt. Auch Volker Beck blieb von einem “Keine Macht den Drogen Mahnmal” verschont. Bonusmeilensammler Cem Özdemir wurde genau deshalb nicht mit einem Flugzeugwrack vor der Haustür beglückt. Interessiert sich heute noch jemand für die “Pädophilie-Affäre” der Grünen? Nö! Vergangenheitsbewältigung und stetige Erinnerungskultur ist was für die anderen, auch wenn sie gar nicht dabei waren – ist doch logisch. Sonst würde man jährlich dem völkerrechtswidrigen Kriegseintritt der BRD in den Balkankonflikt gedenken. Jetzt ist aber genug! Bei Robert Habeck werden außer ein paar Zitat-Sammlern keine Glücksritter fündig, da bin ich mir sicher, da verwette ich glatt einen Bitcoin oder auch zwei, drei, vier, fünf … Top, die Wette gilt!

 

2 KOMMENTARE

  1. Beim Kackeschleuderwettbewerb gewinnen zwangsläufig immer die, die die Katapulte mit der größten Reichweite haben.

  2. Habeck ist ein weißer heterosexueller Cis-Mann – ohne Migartionshintergrund!
    Also genau das Feindbild der Linksgrün-Ideologie. Sowas kann doch nie Kanzler werden…

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