Die Grüne Kirchen Connection

Diese zwei Grünenpromis eint nicht nur ihre Parteizugehörigkeit

Ministerpräsident Kretschmann und Katrin Göring-Eckardt sind auch engagierte Christen.

Katrin Göring-Eckardt bei Facebook:

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#‎Heimat‬ ist Anlehnen bei ‪‎Gott‬. Aus der #‎Predigt‬. Einen gesegneten 2. Weihnachtstag

Die erste Generation der Grünen hatte mit Kirche nicht so viel am Hut. Fischer, Trittin, Ditfurth, Ströbele? Undenkbar! Aber die Umweltschutzideologie macht die Partei natürlich auch für die Schäfchen des Herrn attraktiv, die sich zur Aufgabe gemacht haben, seine Schöpfung zu bewahren.

Wie religiös unterwandert sind die Grünen heute?

Den Bundesvorsitz der Partei bekleiden Cem Özdemir und Simone Peter. Özdemir bezeichnet sich als säkularen Muslim, während Simone Peter konfessionslos ist. Der Fraktion der Grünen im Bundestag sitzen Anton Hofreiter und Göring-Eckardt gemeinsam vor. Hofreiter ist konfessionslos. Seine Kollegin ist vielfach engagiert, neben der obligatorischen Atlantikbrücke u.a. im Kuratorium der internationalen Martin-Luther-Stiftung und im Präsidium des deutschen evangelischen Kirchentags (bis 2013)

Der Grüne Ministerpräsident Kretschmann ist Mitglied im Diözesanrat der Erzdiözese Freiburg und im Zentralkomitee deutscher Katholiken.

2013 war die Trennung von Kirche und Staat sogar Thema bei der Mitmachdebatte der Grünen zur Urwahl:

Knut Misgeiski fragt:

Staat und Kirche

Wie steht ihr zur weiterführenden Trennung von Staat und Kirche(wie z.B. zum Sonderstatus der Kirchen im Arbeitsrecht, zu Kirchengehaltszahlungen aus allgemeinen Steuergeldern oder zum Einzug der Kirchensteuer durch den Staat und die damit verbundene Angabe der Konfession auf der Lohnsteuerkarte auch im Hinblick einer echten diskriminierungsfreien Religionsfreiheit)? Quelle: Gruene.de

Hier einige Anworten (gekürzt):

Der Christ Thomas Austermann betont seine konservative Einstellung und schlägt eine Ausweitung des Konkordatmodells auch für andere Religionsgemeinschaften vor.

Göring-Eckardt findet Sonderregelungen im Arbeitsrecht der Kirchen, die Schwule und Lesben benachteiligen, nicht akzeptabel, verteidigt aber das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften. Was denn nun?

Renate Künast: Ich befürworte die bestehende Trennung von Staat und Kirche wie sie ist.

Aber Kirche und Staat sind doch gar nicht voneinander getrennt, hat Frau Künast das noch immer nicht verstanden?

Die Urgrüne Claudia Roth:

Die Trennung von Staat und Kirche ist elementarer Bestandteil unserer Demokratie…

Zur Ausübung der Religionsfreiheit ohne Diskriminierung gehört auch, dass die unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und insbesondere auch der Islam gleichgestellt und eingebürgert werden. 

Es würde doch reichen, wenn man die Amtskirchen endlich vom Staat trennen würde, damit würde sofort gleiches Recht für alle gelten

Seit 2013 gibt es auch eine Religionskommission der Grünen mit einigen Grundsatzpositionen. Hier wird deutlich, wie stark der religiöse Einfluss tatsächlich innerhalb der Partei ist, die sich immer noch als „links-liberal“ einordnet.

Laizismus ist mit den Grünen von heute nicht machbar. Zwar müsse die Politik auf die gesellschaftliche Veränderung reagieren und der Fokus auf die beiden großen Kirchen im Religionsverfassungsrecht sei nicht mehr zeitgemäß, doch man schätze den zivilgesellschaftlichen Wert von Religionsgemeinschaften, so heisst es im Beschluss. (Stand Okt 2014)

Weiterhin heisst es, die Zugehörigkeit zu einer solchen Gemeinschaft (aber auch die Abgrenzung) sei für viele Menschen identitätsstiftend und unverzichtbar. Auch wenn die Lebensweise konfessionsloser Menschen gleichermaßen Respekt und Wertschätzung verdiene, sei es unstrittig, dass solche Gemeinschaften korporative Rechte haben.

Damit werden religiöse Gemeinschaften zu Rechtsträgern. Eine solche politische Position bevorzugt Religionsgemeinschaften, die sich organisieren zum Nachteil der Konfessionslosen,  da es ja die Eigenschaft von konfessionslosen Menschen ist, sich eben nicht zu organisieren.

Unter Punkt 8 des Papiers wird der ganze Weichspülaktionismus klarer:

Die Kommission hält die Neutralität des Staates gegenüber Religions-und Weltanschauungsgemeinschaften für unverzichtbar…

Das historisch gewachsene kooperative Modell möchte man aber gar nicht abschaffen, sondern ausweiten, ganz besonders gerne auf die „Reformkräfte in den verschiedenen Religions-und Weltanschauungsgemeinschaften, mit kritischen Religionsführer*innen und Theolog*innen die mit ihnen gemeinsam für grüne Werte zu streiten“ bereit sind.

Neutralität des Staates gegenüber Religionsgemeinschaften kann man so allerdings nicht erreichen. Eine Kirche Satans hätte wohl kaum Chancen, auch wenn alle Kriterien erfüllt wären, den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zu erlangen. Wo ist die Trennlinie? Hat die Politik, der Staat überhaupt das Recht, über den Glauben zu befinden?

Wäre Religion reine Privatsache, dann müsste man gar nicht darüber nachdenken. Debatten über Religionsunterricht, Islamisierung, Beschneidung oder Kreuze in Klassenzimmern wären überflüssig.

Gut 30 Millionen Deutsche sind konfessionslos, Tendenz steigend. Nicht jeder davon ist aber atheistisch, so dass er sich zum Beispiel dem Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) anschließen möchte, um seine Interessen besser vertreten zu können.

Wenn es nach der Kommission geht, dann bleiben sich Staat und Kirche auch weiterhin grün…

 


Bildquelle:

Katrin Göring-Eckardt photo

 

 

 

 

Photo by Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg

Grüne Kommission Weltanschauungen – PDF

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