Die Frau im Staate Israel

…und die Rolle des orthodoxen Judentums

Achtung – akute Antisemitenkeulengefahr! Aber was wahr ist, ist nun mal wahr.

Die Rolle der Frau im Islam ist immer wieder Gegenstand öffentlicher Diskussionen und wie es um deren Freiheit und Freizügigkeit in den über 50 Staaten mit dem Islam als Staatsreligion bestellt ist, daran gibt es nichts zu beschönigen –  es ist eine Schande, so wie auch die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam nicht mit humanistischen Werten zu vereinbaren ist.

Dass die Frau dem Manne untertan ist, steht auch im alten Testament und war lange auch im Scheidungs- und Eherecht in Deutschland ein Maßstab. Von diesen christlichen Werten hat sich die Gesetzgebung zum Glück verabschiedet. 

Aber wie sieht das im Judentum aus? 

Dazu ein Artikel aus der Tageswoche mit dem Titel: In der Ehe gefangen

„Auch die säkularste Ehe kann in Israel nur durch ein religiöses Gericht geschieden werden – und das stellt sich in der Regel auf die Seite des Mannes. Der preisgekrönte Film «Get» von Ronit und Shlomi Elkabetz erzählt von einem patriarchalischen Anachronismus, den Tausende Frauen im modernen Israel durchmachen.“

bemerkt der Autor Andreas Schneitter dazu in seiner Einleitung und zitiert die Hauptdarstellerin aus dem Film, der sich des Themas angenommen hat:

«Wollen Frauen aus ihrer Ehe fliehen, ist ihre Situation nicht viel besser als im Mittelalter»
Hauptdarstellerin und Co-Regisseurin Ronit Elkabetz

 

Welche Probleme das orthodoxe Judentum auch sonst schon mal bereitet, wenn es um die Gleichstellung der Geschlechter geht, kann man am eigenen Leib erfahren, wenn man zufällig in einem Flugzeug sitzt, das nicht abheben kann, weil sich die Mannsbilder dieser Religionsgemeinschaft weigern, neben Frauen zu sitzen. WELT

Perücke statt Kopftuch

Nein, die Frauen mancher orthodoxen Juden müssen kein Kopftuch tragen. Statt dessen werden die Haare gänzlich abrasiert und um der Vorschrift genüge zu tun, eine Perücke darüber gestülpt.

Aber es darf nicht jede Perücke sein. Hindi Frauen, die ihre Haare einem anderen Gott gewidmet haben, liefern kein koscheres Zweithaar, so ist es nicht erlaubt, sich damit zu schmücken.

In einem Artikel auf NTV wird ein Rabbiner zitiert:

„Das Religionsgesetz verbietet, von einer Tat zu profitieren, die einem anderen Gott gewidmet ist“

Aber opfern die Frauen, die ihre Haare verkaufen nicht grundsätzlich diese dem Gott Mammon?

Die Doppelmoral findet sich bei allen fundamentalistischen Religionsgemeinschaften, ebenso seltsame interreligiöse Übereinstimmungen. Wenn es um Beschneidung geht, dann sind sich der Islam und das Judentum seltsam einig. Die Vorhaut muss weg!

Die Publizistin Evelyn Hecht-Galinski sieht das anders, und findet ebenso wie die Giordano Bruno Stiftung , dass die Beschneidung kleiner Kinder unmenschlich und keine Bagatelle sei.

Der Bundestag macht hierbei leider eine Ausnahme – ein unverzeihlicher Kniefall vor religiösen Befindlichkeiten. Wie stark dabei die jüdischen Gemeinden ihren Einfluss geltend gemacht haben, das lässt sich nur vermuten, aber die Frage sei erlaubt:

Wären es nur die Moslems gewesen, die eine Ausnahme von dem Recht auf körperliche Unversehrtheit für die Beschneidung  aus religiösen Gründen gefordert hätten, wie wäre die Antwort ausgefallen?

Im Staate Israel, der einzigen „Demokratie im Nahen Osten“ gelten allerdings noch mehr Ausnahmen, wenn es um religiöse Werte geht. Die Frauen sind hierbei eindeutig im Nachteil, ganz gleich, ob sie zu orthodoxen Gemeinschaften gehören oder säkular leben.

 


Bildquelle: Pixabay

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4 Kommentare

  1. Was hier geschrieben wird ist sicher richtig. In ähnlicher Form trifft das natürlich auch auf andere Gegenden und Religionen unserer Welt zu.
    Warum aber erwarten wir eigentlich, dass alle anderen Kulturen genau so sein müssen wie wir?
    Exakt hier liegt doch die Ursache für viele Kriege. Es ist gerade mal 240 Jahre her, dass in Europa die letzte Hexe geköpft und anschliessend verbrannt wurde – ein Wimpernschlag in der Geschichte unseres Planeten.
    Hören wir endlich auf, die Globalisierung als Fortschritt zu betrachten. Geben wir Regionen und Ländern die Möglichkeit sich weitestgehend eigenständig zu entwickeln. Unser heutiges Handeln ist nicht besser, als das der Kollonialisten vor über 500 Jahren.

  2. „Nein, die Frauen mancher orthodoxen Juden müssen kein Kopftuch tragen.“

    Doch, viele orthodoxe Jüdinnen tragen Kopftücher. Das ist gang und gäbe.

    „Statt dessen werden die Haare gänzlich abrasiert und um der Vorschrift genüge zu tun, eine Perücke darüber gestülpt.“

    Kaum eine orthodoxe Jüdin rasiert sich die Haare ab. Dies ist lediglich in einigen(!) chassidischen Kreisen üblich (und auch bloß ein Brauch, keine religiöse Vorschrift). Bitte verbreitet hier keine Klischees.

    • Vielen Dank für die wichtige Präzisierung.Kritik bezieht sich grundsätzlich nur auf die Minderheit der ultra-orthodoxen, die wir in Vereinfachung bei allen Religionsgemeinschaften als orthodox oder fundamentalistisch bezeichnen. Weitgehend gemäßigte und säkularisierte Menschen sind nicht damit gemeint.

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