Die Bitcoin-Falle (2) – unterschätzte Gefahr durch Kryptowährungen

Wer nicht weiß, was diese Kryptowährungen überhaupt sind, versteht natürlich auch nichts von den ganzen Meldungen auf der populären Nachrichtenseite, dem BitcoinBlog.

bitcoin photo
Foto by zcopley

Vor einiger Zeit wurde dort berichtet, dass auch Russland den Bitcoin legalisieren möchte, um Geldwäsche vorzubeugen. Dashört sich aber ganz und gar nicht nach Anonymus und Krypto, sondern voll nach Transparento an, nicht wahr? Aber was sind Bitcoins?

Kryptowährungen werden also geschürft. Im Prinzip kann jeder mitmachen, aber es lohnt sich nur zu Beginn so einer Währung, in teure Hardware zu investieren und hohe Stromkosten zu kalkulieren. Beim Bitcoin ist der Goldrausch vorbei, diese Kryptowährung hat sich bereits etabliert.

Im Moment kann man mit dem „Ethereum“ noch gute Geschäfte machen. Nicht unbedingt als „Miner“, aber als Verkäufer der speziell dafür zusammengestellten PCs, den sogenannten „Mining Rigs“. Bei den Grafikkarten soll es immer noch Lieferengpässe geben und die Bausätze werden bei Ebay derzeit für überhöhte Preise an den Mann gebracht. Einfach mal suchen und staunen, was möglich ist.

Aber auch hier ist das erste Limit erreicht, wie der Bitcoinblog berichtet. Nun auch bei Ethereum: Kapazitätsengpass sorgt für Stau auf der Blockchain

Tags zuvor meldete der Blog: Schweizer Villa steht für 829 Bitcoin zum Verkauf:

“Das weltweite Vertrauen in die innovative Währung steigt täglich, es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein Grossteil des elektronischen Zahlungsverkehrs über virtuelle Währungen ablaufen wird,” so der Immobilienhänder, der von Haus aus Informatiker ist.

Durch die Kryptowährungen wird offenbar, was auch für unser heutiges (Noch-) Geld der Fall ist. Es existiert nur virtuell. Seit der Abschaffung des Goldstandards besteht überhaupt keine Deckung mehr. Die Basis ist angeblich das Vertrauen, aber das stimmt beispielsweise beim Euro nicht. Es herrscht Annahmezwang. Es handelt sich um ein Geldmonopol. Die Kontrolle der Währungen liegt bei den Zentralbanken, beim IWF, aber auch bei Regierungen, die über Währungen als gesetzliche Zahlungsmittel entscheiden. Als Gaddafi einen Goldstandard einführen wollte oder Saddam Hussein den Petrodollar infrage stellte, waren die Schicksale dieser Herrscher besiegelt. Was ist bei den Kryptowährungen anders?

Der Bitcoin ist keine Konkurrenz für den Dollar als Leitwährung und er hat das höchste Potential zur Weltwährung. Der Zahlungsverkehr ist unkompliziert über alle Ländergrenzen hinweg möglich. Er verdient genauso wenig Vertrauen wie das ungedeckte Papiergeld, aber die Erfahrung der Nutzer wird natürlich eine andere sein. Je öfter man mit dem virtuellen Geld ganz reale Waren und Dienstleistungen kaufen kann, wird das Vertrauen in die Währung steigen. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem auch das Bewusstsein durch den Umgang mit digitalen Währungen verändert wird.

Wer von denen, die noch vor der Euro-Zeit Lesen und Schreiben gelernt haben, rechnet heute noch in D-Mark um? Es werden immer weniger. Aber noch gibt es die Vorstellung über hohe Geldsummen. Wie viele Bündel 100-Euro Scheine sind eine Million? Wie viele Euro-Münzen kostet ein Einfamilienhaus? Wie viel Gewicht hätte dieser Metallberg? Mit dem Umstieg auf digitale Währungen verschwindet die trügerische Vorstellung von einer realen Geldmenge, die einen Wert in sich trägt, allmählich aus unserem Denken. Wir müssen uns wieder Gedanken machen, wie lange wir für einen Bitcoin arbeiten müssen oder wie viele Bitcoins andere Produkte kosten, um den Wert eines begehrten Objektes abschätzen zu können. Es ändert sich also gar nicht so viel, oder? Vielleicht lassen wir auch unsere Kinder noch im beliebten „Kaufladen“ mit Plastikbitcoins Tante Emma spielen, aber wie sinnvoll ist das noch, wenn es in der Erwachsenen-Welt kaum noch Hartgeld gibt? Wenn Kinder sehen, wie die Mama im Zug dem Schaffner zur Fahrscheinkontrolle das Handy abscannen lässt, dann können sie diesen Vorgang nicht mehr be-greifen, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten und viele Bedenken werden sich dann doch nicht bewahrheiten. Früher glaubten Forscher auch ernsthaft, dass Menschen bei einer Geschwindigkeit ab 50 km/h die Blutgefäße platzen würden. Mit jedem neuen Rekord von Eisenbahn und Automobil musste diese Marke nach hinten verschoben werden.

Und so wie es auch heute noch Gegenden ohne befestigte Straßen und Eisenbahnlinien gibt, wird sich auch die Digitalisierung nur dort durchsetzen, wo ausreichend Energie zur Verfügung steht und Anbindung ans Datennetz möglich ist. In den „hochtechnisierten“ Industrieländern aber ist die digitale Währung schneller das Maß aller Dinge, als wir uns das heute noch vorstellen können. Die Vorteile von Bitcoin und Co. liegen auf der Hand, doch es benötigt noch hohes Interesse an Technik, sowie Fachwissen und ein Mindestmaß an Bildung und Intelligenz im Umgang damit. Das galt auch mal für PCs und Smartphones – heute haben auch Senioren ganz selbstverständlich so ein „Ding ohne Tasten“ und tauschen per Whatsapp Nachrichten aus, nutzen Skype und manche können sogar selber „Apps installieren“…

Ist der BITCOIN wirklich sicher vor Überwachung?

Die Aktion Defend Europe von Europas Identitären bekam kürzlich aus politischen Gründen das Paypal-Konto gesperrt und setzt jetzt auf BITCOIN. In Deutschland werden die Identitären seit kurzem vom Verfassungsschutz beobachtet. Zwar kann eine gesicherte BITCOIN-Wallet nicht einfach auf politischen Druck hin eingefroren, beschlagnahmt oder einer bestimmten Person zugeordnet werden, aber vor Überwachung sind die Zahlungsströme ganz bestimmt nicht sicher. Spätestens, wenn anonym erhaltene Bitcoins in „harte“ Dollars oder Euros umgetauscht werden sollen, können die Finanzämter wieder ganz genau hinschauen. Solange nur innerhalb der Kreise Bitcoins getauscht werden, die sich der Kontrolle entziehen wollen, bleibt alles relativ anonym, aber jede größere Transaktion im „normalen“ Handel, wie Auto- oder Immobilienkäufe, lässt sich nirgendwo vollständig anonym abwickeln. Da rechte Gruppierungen weltweit mit Unterstützung der globalen IT-Konzerne wie Google oder Facebook ins Fadenkreuz des politischen Establishments geraten sind, kann man sicher sein, dass es bereits ausgearbeitete Konzepte in den Schubladen gibt, wie man den unerwünschten NGOs das Handwerk legen kann. Auch bei Piraten und sonstigen Nerds, die zwar weit links stehen, aber ansonsten glaubhaft gegen totale Überwachung sind, erfreuen sich Kryptowährungen größter Beliebtheit. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Denn sobald sich die Kryptowährungen weltweit etabliert haben ist es vorbei mit der Pseudo-Anonymität und mangelhaften Kontrolle. Das Beispiel von Defend Europe zeigt auch die Schattenseite des heutigen Geldsystems. Da nichts ohne ein Konto geht, niemand mehr auf der Straße größere Bargeldsummen einsammeln kann, ist es ein leichtes, unliebsamen politischen Gruppierungen den Hahn zu zudrehen. Es wird nicht lange dauern, bis wir in Deutschland die erste Debatte über Bitcoins im Bundestag erleben, bei der es genau darum geht.

BITCOIN als Bargeld-Ersatz?

Und hier liegt auch die größte Gefahr der bargeldlosen Zukunft, von der jeder Insider weiß und wahrscheinlich keine große Lust mehr verspürt, solche Artikel wie diesen zu Ende zu lesen, weil es doch keinen interessiert. Wer das Netz kontrolliert, hat auch die Kontrolle über die digitalen Währungen. Mit den Computern der nächsten Jahre, vielleicht auch schon jetzt mit geheimen militärischen Quantencomputern, lassen sich die Geldmengen der Kryptowährungen dann eben doch unendlich schürfen und aufblähen in ähnlich schwindelerregende Höhen, wie die Schuldenberge aus Papiergeld. Der einzige Vorzug, den BITCOIN und Co. derzeit bieten, ist die Aufbewahrung in digitalen Geldbörsen, den Wallets, die man (noch) per Hardware unendlich oft sichern und wiederherstellen kann. Man kann von Smartphone zu Smartphone, wie sonst mit Bargeld, Handwerker „schwarz“ bezahlen, Drogen beim Dealer um die Ecke kaufen oder den Enkeln ein Taschengeld spendieren, ohne dass Dritte dies mitbekommen. Noch ist die Verschlüsselung der „Münzen“ in der Datei „wallet.dat“ nicht zu knacken, aber das behaupteten die Anbieter von PayTV auch immer wieder, bis es dann doch geschah und man bei „Premiere“ trübe in die Röhre schaute.

Bei Papiergeld gibt es keine Sicherheitskopie. Wenn es gestohlen, geraubt, verloren oder verbrannt wird, ist es weg. Immer wieder wurde auch behauptet, Bargeld sei mit kleinen RFID-Chips versehen, um die Geldströme zu überwachen, aber das ist Quatsch, sonst wäre ja die Einschränkung des Bargelds nicht notwendig und Banken wären nicht verpflichtet worden, größere Bareinzahlungen und Überweisungen an die Finanzämter zu melden. Per Gesetz lässt sich aber leicht beschließen, dass künftig jeder BITCOIN infiziert werden muss, um „natürlich nur im Zweifelsfalle“ jede Transaktion zurückverfolgen zu können. Die Supercomputer von morgen werden das in Echtzeit können – keine Sorge. Zuvor aber müssen noch fleißig die Vorzüge von BITCOINS angepriesen werden. Kommt es zu plötzlich und unerwarteten „Vertrauensverlusten“ in herkömmliches Geld, muss nicht mal per Gesetz ein Annahmezwang beschlossen werden. Das macht die Masse dann schon freiwillig.

Dumm nur, wenn einer dem Internet den Stecker zieht, weil es zu viel Energie verbraucht und am Klimawandel schuld ist. Solange das niemand macht, freuen wir uns über BITCOIN-Spenden an folgende Adresse:

1NnA9VdkAVzJFFtigMobXLy65evTxjKdj3

bevor der Saft abgeklemmt wird tauschen wir die Bits allerdings in KKK um, die einzig wahre Krisenwährung: Kippen, Kaffee und Kartoffeln …

Alles Quatsch, dieses Gerede von der totalen Kontrolle? Warum wohl überlegt man in China die Einführung einer staatlichen Kryptowährung? Hier lesen, die Bitcoin-Experten sagen selbst, dass diese geplante chinesische Variante dann nicht mehr viel mit dem Grundgedanken von Bitcoin zu tun hat.

 

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 286 Artikel

Freier Journalist – Autor – Musiker

1 Kommentar

  1. Nun ja, ich warne die Leute seit Jahren vor Bitcoins.

    Natürlich, wer Spekulieren will der ist damit gut bedient, man sieht es daran wer die Bitcoins hält.
    Es waren und sind grosse Gewinne möglich, mit den üblichen Risiko halt.
    So viel ich noch im Kopf habe, werden über 50% der Bitcoins von nur gerade ca. 1000 Spekulanten / Investoren / Besitzern gehalten.
    Alleine das sollte jedem mit Verstand die Alarmglocken schrillen lassen.

    Und, als ich das letzte mal nachsah, war ein Bitcoin bei ca. 1400 Franken.

    Nur was ist denn ein Bitcoin anderes wie eine Banknote ?

    Eine Goldmünze ist Gold von sagen wir 1 Unze und etwa soviel wert wie ein Bitcoin.
    Nur die Spekulationsgewinne sind bei Gold viel kleiner, denn Gold hat einen Eigenwert, denn es muss mit hohem Aufwand gefördert werden, kann also nie gegen Null tendieren.

    ————————————-

    Banknoten sind farbiges Papier das zum grössten Teil nur Virtuell vorhanden ist und deren Wert auf einem blossen Versprechen beruht. Vertrauen ist dort die Grundlage des Wert-Versprechens, denn als Eigenwert hat die Note vielleicht 2 Rappen.
    —————————
    Bitcoins sind zum grössten Teil lediglich Virtuell vorhanden oder als Bitcoin-Münzen deren Wert auf einem blossen Versprechen beruht. Vertrauen ist dort die Grundlage des Wert-Versprechens, denn als Eigenwert hat die Münze vielleicht 20 Rappen.

    ————————————-

    Erkennen sie den Pug….?

    Bitcoins werden von Spekulanten gehalten und es wird mit ihnen vor allem Spekuliert, was deren Wert so ungeheuer aufblähte.
    Der Wert der Coins ist allerdings Hauptsächlich von jenen Spekulanten abhängig, denn wenn da einer massiv verkauft, sinkt der Wert sofort.
    Springen die anderen Spekulanten auf den Zug auf und das werden sie meist tun, ist der Bitcoin erledigt.

    Kurseinbrüche von 99% sind möglich.

    Der Bitcoin ist eine Möglichkeit die Menschen an Virtuelles Geld und bezahlen zu gewöhnen, dessen Wert aber bestimmen Personen die wir nicht kennen, auf die niemand Einfluss hat.

    Als Alternativwährung kann er benutzt werden, sollte aber der Euro crashen, wird der Bitcoin auch wertlos, denn einen Eigenwert besitzt er nicht und es sind auch keinerlei Werte hinter dem Bitcoin, nirgends ist da etwas Gold als Deckung, keine Aktie nichts…. er ist ein Kunstprodukt.

    Und er kann als nicht Staatliches Geld jederzeit verboten werden, sollte er den Staaten in die Quere kommen, gerade in der Krise sind die Staaten da schnell und skrupellos.

Kommentare sind deaktiviert.